Vor zwei Jahren in Wien:Angeklagter gesteht Anschlagsplan für Swift-Konzerte
Vor zwei Jahren waren die Taylor-Swift-Konzerte in Wien wegen Terrordrohungen abgesagt worden. Am ersten Prozesstag bekannte sich der Hauptangeklagte nun schuldig.
2024 wurden Konzerte von Taylor Swift aufgrund von Terrorgefahr abgesagt. In Wien hat nun der Prozess begonnen. Ein Angeklagter hat den Anschlagsplan gestanden.
28.04.2026 | 1:42 minIn dem Prozess um einen geplanten Anschlag auf ein Konzert von US-Megastar Taylor Swift in Wien hat sich der Hauptangeklagte am ersten Verhandlungstag schuldig bekannt. Der seit August 2024 inhaftierte Beran A. habe in allen Anklagepunkten bis auf den des versuchten Mordes auf schuldig plädiert, sagte seine Anwältin Anna Mair der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in Wiener Neustadt südlich von Wien.
Verdächtiger soll Blutbad unter Swift-Fans geplant haben
Dem 21-jährigen Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, dass er im August 2024 ein Blutbad unter Swift-Fans vor dem Konzertgelände am Ernst-Happel-Stadion anrichten wollte.
In Wien wurden 2024 aufgrund eines möglichen Terroranschlags die drei Swift-Konzerte abgesagt. Zwei Verdächtige wurden festgenommen und chemische Substanzen sichergestellt.
08.08.2024 | 1:49 minNach seiner Festnahme und dem Bekanntwerden der mutmaßlichen Pläne waren alle drei Konzerte von Swift in Österreich vorsorglich abgesagt worden. Zu den Auftritten der Popsängerin im Rahmen ihrer "Eras"-Welttournee waren mehr als 170.000 Zuschauer erwartet worden.
Anwältin: "Gibt nichts herumzureden"
Die österreichische Nachrichtenagentur APA zitierte die Anwältin des Hauptangeklagten mit den Worten, was die Anschlagspläne gegen das Konzert angehe, "gibt es nichts herumzureden".
Er hat viele Fehler gemacht. Er hat Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Dafür wird er geradestehen müssen.
Anwältin des Hauptangeklagten
Beran A. wurde am Dienstag von vermummten Polizeibeamten in Handschellen in den Gerichtssaal geführt, sein Gesicht verbarg er hinter einem Aktenordner. Der Prozess findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Es sind insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt.
Weitere Angeklagte vor Gericht: Vorwurf einer "Terrorzelle"
Ein zweiter Angeklagter hatte laut Justiz zwar keine direkte Verbindung zu den Attentatsplänen. Er soll aber mit dem Hauptangeklagten und einem dritten Verdächtigen, der aktuell in Saudi-Arabien in Haft sitzt, laut Justiz eine jederzeit anschlagsbereite Terrorzelle gebildet haben.
Nach den Konzertabsagen wegen Terrorgefahr setzte Taylor Swift ihre Tournee in London fort. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden erhöht.
15.08.2024 | 2:19 minDer dritte Verdächtige hatte in Mekka in Saudi-Arabien bei einem Anschlag mehrere Sicherheitsbeamte mit Messerstichen verletzt. Den beiden Angeklagten drohen zehn bis 20 Jahre Haft. Entscheidend für die Höhe der möglichen Strafe ist der Verdacht, dass beide Verdächtige den mutmaßlichen Komplizen bei dessen Tat in Saudi-Arabien ermutigt und unterstützt haben sollen.
Taylor Swift: "Neues Gefühl der Angst"
Swift war damals auf ihrer sechsten großen Konzerttournee. Mit der "Eras"-Tour wollte die Musikerin alle bis dahin veröffentlichten Alben und ihre "musikalischen Epochen" feiern. Im Sommer 2024 kam Swift für Konzerte nach Europa - unter anderem nach Großbritannien, Italien, Polen und Deutschland.
Sängerin Taylor Swift steht zum vierten Mal in Folge an der Spitze der weltweiten Verkaufscharts. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Drake und die K-Pop-Gruppe Stray Kids.
19.02.2026 | 0:42 minDie Sängerin schrieb nach Bekanntwerden der Anschlagspläne, der Grund für die Absage ihrer Konzerte erfülle sie mit einem "neuen Gefühl der Angst und einer gewaltigen Menge an Schuldgefühlen", weil so viele Menschen geplant hätten, zu den Shows zu kommen.
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