Pakistan:Anschlag auf Moschee in Islamabad: Mehr als 30 Tote
Mindestens 31 Tote und Dutzende Verletzte: In einer Moschee in Pakistans Hauptstadt Islamabad hat es beim Freitagsgebet einen schweren Anschlag gegeben.
Beim Freitagsgebet in einer Moschee in Islamabad ist ein Selbstmordanschlag verübt worden.
06.02.2026 | 0:24 minBei einem Anschlag in Pakistan sind mindestens 31 Menschen in den Tod gerissen worden. Weitere rund 170 Menschen seien bei dem Attentat in einem Vorort von Islamabad verletzt worden, teilte ein lokaler Behördenvertreter mit. Polizeiangaben nach handelte es sich um einen Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus. Die Explosion ereignete sich während des Freitagsgebets im Stadtteil Tarlai.
Quelle: ZDF
Der Selbstmordattentäter habe vor dem Gebäudekomplex zunächst das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet, erklärte ein Polizeisprecher unter Berufung auf Augenzeugen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde der Angreifer am Eingang der schiitischen Moschee gestoppt und sprengte sich dort in die Luft.
Explosion in Islamabad: Zahl der Opfer könnte steigen
Die Sorge vor einer noch höheren Opferzahl war angesichts der vielen Verwundeten hoch. Viele befänden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand, teilte ein Sprecher der Rettungskräfte mit. Rettungswagen eilten zum Anschlagsort. In einer Klinik in Islamabad wurde der Notstand ausgerufen, wie die pakistanische Zeitung "Dawn" berichtete.
Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif verurteilte den Angriff. Er sei in "tiefer Trauer", hieß es in einer Erklärung des Regierungschefs.
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Anschläge sind in der stark bewachten Hauptstadt selten, obwohl Pakistan in den vergangenen Jahren eine zunehmende Welle von Gewalt durch Extremisten erlebt hat.
Das Land kämpft immer wieder mit schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen. Ein kurzer Überblick zur Situation der Menschen und zur Rolle des Militärs.
07.02.2024 | 0:59 minSchiiten, die in dem mehrheitlich sunnitischen Land eine Minderheit sind, waren in der Vergangenheit wiederholt Ziel von Anschlägen. Erst am 11. November waren bei einem Selbstmordanschlag in Islamabad zwölf Menschen getötet und 27 weitere verletzt worden. Zu diesem Anschlag, der nach pakistanischen Angaben von einem afghanischen Staatsbürger verübt wurde, hat sich bislang keine Gruppe bekannt.
In anderen Landesteilen verübte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mehrfach Anschläge gegen Schiiten, die sie als Abtrünnige des Islams betrachten.
Schiitische Muslime stellen etwa 20 Prozent der fast 250 Millionen Einwohner des südasiatischen Landes dar.
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