Vollsperrung der A44:NRW: Abgeknickter Windradflügel könnte abstürzen
Vollsperrung der A44: Ein abgeknickter Windradflügel im Westen von NRW droht, herabzustürzen. Wie lange der Einsatz der Feuerwehr dauert, ist bislang unklar.
In 165 Metern Höhe schwingt ein abgebrochener Flügel eines Windrads in der Luft und droht abzustürzen. Dabei könnte er auf der nahegelegenen A44 landen. Die Ursache für den Schaden ist unklar.
07.01.2026 | 1:34 minWeil der Flügel eines Windrads abgeknickt ist, ist die A44 zwischen dem Autobahndreieck Jackerath und dem Autobahnkreuz Holz im Westen von Nordrhein-Westfalen derzeit voll gesperrt. Nach Polizeiangaben könnte der Flügel eines Windrads abbrechen und herunterfallen. Es gebe bisher keine Hinweise auf einen Sabotageakt.
Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Guido Garbe, sagte, der abgeknickte Flügel hänge herunter und stelle eine Gefahr dar.
Wir haben einen Bereich von 400 Metern, der abgesperrt ist.
Guido Garbe, Einsatzleiter der Feuerwehr
Der Gefahrenbereich sei so groß, weil man nicht wisse, was passiere, wenn das Flügelblatt herunterfalle. Durch den Wind sei nicht klar, wo genau es landen würde, so Garbe. Im Gefahrenbereich liege auch die Bundesautobahn 44. "Die ist zurzeit voll gesperrt, weil das natürlich eine Riesengefahr ist, wenn das Ding runterkommt und dann zufälligerweise auch auf die Autobahn geht."
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Die Feuerwehr warte jetzt darauf, dass der Flügel vielleicht von allein abfalle. Gleichzeitig werde der Betreiber aber versuchen, das Windrad per Fernsteuerung zu bewegen, sodass es möglicherweise herunterfalle. "Wir können zurzeit nicht abschätzen, wie lange dieser Einsatz dauern wird", sagte Garbe.
Das Windrad steht auf einem Gelände des Energiekonzerns RWE. "Wir können bestätigen, dass ein Rotorblatt an einer Windenergieanlage im Windpark Bedburg am Tagebau Garzweiler beschädigt ist", teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Die Windturbine sei vom Hersteller Nordex errichtet worden. "RWE hat die Anlage noch nicht abgenommen und übernommen", so der Sprecher.
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