Sturzflut an Grenze zu China:Nepal: Hunderte Touristen vermisst - Dutzende Tote
Nach einer Sturzflut in Nepal werden den Behörden zufolge Hunderte Reisende vermisst, darunter mehr als 290 Ausländer. Mindestens 160 Menschen sind ums Leben gekommen.
Nach einer schweren Flutwelle im Himalaya-Staat Nepal werden den Behörden zufolge Hunderte Reisende vermisst. Darunter mehr als 290 Ausländer. Fast 100 Menschen sind gestorben.
26.08.2026 | 2:46 minDie Zahl der Todesopfer nach der heftigen Sturzflut in einer Gebirgsregion von Nepal ist auf mindestens 157 gestiegen. Das teilte die Polizei des Landes auf der Plattform X mit. Zusammen mit von den chinesischen Behörden gemeldeten drei Toten in Tibet kamen damit mindestens 160 Menschen infolge des Unwetters ums Leben. Aus Polizeikreisen hieß es, es werde befürchtet, die Zahl der Vermissten könnte in die Tausende gehen.
Mehrere hundert Menschen wurden in Nepal noch vermisst, darunter auch zahlreiche Ausländer. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es habe derzeit "keine Kenntnis von deutschen Staatsangehörigen unter den Betroffenen".
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Kathmandu stünden mit den örtlichen Behörden "im engen Kontakt", hieß es weiter.
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Nach massiven Überschwemmungen in Nepal werden mehr als 380 Touristen vermisst. Darunter viele ausländische Staatsangehörige - auch Deutsche. Das Ausmaß der Katastrophe ist noch unklar.
26.08.2026 | 0:32 minGanze Dörfer wurden weggespült und Straßen, Brücken sowie Kraftwerke beschädigt, wie die Behörden weiter mitteilten. Es werde noch eine Zeit lang dauern, bis genauere Daten zu Vermissten und zum Ausmaß der Schäden vorlägen.
Schlammlawine in Nepal
Quelle: dpaKatastrophenwarnung ausgegeben
Nach Berichten der Zeitung "The Kathmandu Post" und anderer nepalesischer Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen große Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt.
Nepals Regierungschef Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee und weiterer Sicherheitskräfte für die Rettungsmaßnahmen an. Die Behörden gaben für die flussabwärts gelegenen Gebiete in dem Himalaya-Staat eine Katastrophenwarnung heraus.
Erdrutsch als Ursache vermutet
Die US-Erdbebenwarte USGS erklärte, in der Grenzregion zu Tibet seien durch einen Erdrutsch am Morgen (Ortszeit) Erschütterungen der Stärke 5,2 verzeichnet worden. Zunächst sei man von einem Erdbeben ausgegangen. Zusätzliche Analysen deuteten allerdings darauf hin, "dass die seismische Energie stattdessen durch einen Gletscherabbruch und Schuttfluss erzeugt wurde", teilte die USGS mit.
Laut der nationalen Katastrophenschutzbehörde wiesen Satellitendaten ebenfalls darauf hin, dass ein Erdrutsch an der nepalesisch-chinesischen Grenze die Überschwemmung ausgelöst habe. Eine Gletscherlawine könnte demnach zunächst einen Zufluss des Bhotekoshi blockiert haben, der im Hochland von Tibet entspringt, wie die Zeitung "The Kathmandu Post" berichtete. Dadurch habe sich ein vorübergehender See gebildet, der anschließend über die Ufer getreten sei. Eine Flutwelle aus Wasser, Eis und Geröll sei dann flussabwärts im Himalaya-Staat vorgerückt.
Nach der Sturzflut in Nepal seien manche Gebiete nur "mit Helikopter zu erreichen", so ZDF-Korrespondentin Schmidt. 600 Rettungskräfte seien auf dem Weg in das Katastrophengebiet.
26.08.2026 | 2:23 minChina meldet Vermisste im Südwesten Tibets
Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von Befürchtungen über zahlreiche Opfer und Vermisste am Grenzübergang im Kreis Gyirong im Südwesten der Region Tibet. Genauere Angaben lagen nicht vor.
Die Schlammlawine habe die Straßen zu dem Grenzübergang sowie die Stromzufuhr und Kommunikationsverbindungen abgeschnitten, berichtete Xinhua. Videoaufnahmen in sozialen Medien und Fotos zeigten, wie die braunen Schlammmassen das Flusstal überspülten.
Nach Sturzflut in Nepal
Quelle: AFPChinas Staats- und Parteichef Xi Jinping forderte, die Vermissten mit allen Mitteln zu suchen und Menschen in der Region in Sicherheit zu bringen, wie Xinhua meldete. Zudem mahnte er demnach, das Frühwarnsystem zu stärken. Xi gibt solche Anweisungen in der Regel nur bei besonders schweren Unglücken. Zudem schickte er mit Zhang Guoqing einen ranghohen Kader der Kommunistischen Partei in die betroffenen Region, um die Rettungsmaßnahmen zu überwachen.
Nach einer Sturzflut in der Gebirgsregion von Nepal werden nach Behördenangaben Hunderte Reisende vermisst. Ganze Dörfer seien durch die Flutwelle weggespült worden. ZDFheute live ordnet ein.
26.08.2026 | 23:39 minLassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
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