Diebstahl-Serie in Frankreich:Wieder Einbruch in Museum: Mehrere Renoir-Gemälde gestohlen
Spektakulärer Diebstahl in Frankreich: Unbekannte haben vier Renoir-Gemälde aus einem Museum gestohlen. Der Coup reiht sich ein in eine ganze Diebstahl-Serie.
Aus dem Renoir-Museum im Süden Frankreichs haben Diebe vier Werke des Impressionisten geklaut. Auf der Flucht durch den Garten verloren sie dabei zwei Gemälde wieder.
08.09.2026 | 0:22 minBeim Einbruch in ein Museum im Süden von Frankreich haben Unbekannte vier Gemälde des impressionistischen Malers Pierre-Auguste Renoir gestohlen. Einen Teil ihrer Beute verloren sie jedoch auf der Flucht: "Sie sind durch den Garten geflohen und haben dort zwei der Werke verloren", sagte der Bürgermeister von Cagnes-sur-Mer, Bryan Masson.
Mit Metallsägen bewaffnet
Laut der Regionalzeitung "Nice-Matin" sollen die Diebe einen Zaun durchtrennt haben, um in das Renoir-Museum zu gelangen. Dabei sollen sie den Zeitpunkt eines Wachwechsels ausgenutzt haben. Die Diebe hätten mit Metallsägen die Halterungen der Bilderrahmen durchtrennt, erklärte Masson. Den Schaden bezifferte er mit etwa neun Millionen Euro.
Die Stadt Cagnes-sur-Mer schrieb auf ihrer Facebook-Seite, dass der Alarm des Museums am Dienstag um 05:48 Uhr ausgelöst worden sei. Die Polizei sei fünf Minuten später bereits vor Ort gewesen. "Einen Angriff auf das Renoir-Museum zu verüben, bedeutet, einen Teil der Geschichte und des Kulturerbes zu zerstören", sagte Bürgermeister Masson.
Im Zentrum von Paris steht das berühmteste Museum der Welt – der Louvre. Jahr für Jahr zieht er Millionen von Besuchern an. Doch nicht nur sein Inhalt fasziniert, auch der Bau selbst.
23.12.2021 | 44:30 minDas 1960 gegründete Renoir-Museum in der Nähe von Nizza befindet sich im letzten Wohnhaus des Malers Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) an der Côte d'Azur. Neben der ursprünglichen Einrichtung zeigt das Renoir-Museum Gegenstände, die Renoir gehörten, darunter seine Staffelei und seinen Rollstuhl. Es sind auch zwölf seiner Werke ausgestellt, darunter Porträts, Landschaften und Akte.
Nach Louvre-Diebstahl sollte Sicherheit erhöht werden
Der Diebstahl ereignete sich knapp ein Jahr nach dem spektakulären Einbruch im Louvre in Paris, bei dem ein Teil der französischen Kronjuwelen gestohlen wurde. Am 19. Oktober 2025 waren vier Männer am helllichten Tage mit Hilfe eines Lastenaufzugs in die Apollo-Galerie eingedrungen. Sie erbeuteten Diademe, Ketten und weitere Schmuckstücke im Materialwert von 88 Millionen Euro. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen, die Beute wurde bis heute nicht gefunden.
Der Einbruch hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt und erhebliche Sicherheitsmängel in dem berühmten Museum offenbart, das mit Kunstwerken wie der Mona Lisa von Leonardo da Vinci jährlich rund neun Millionen Besucherinnen und Besucher anzieht.
Eine eindrucksvolle Reise zurück in die Vergangenheit, zu den Ursprüngen des heutigen Frankreichs. Außergewöhnliche Bilder zeigen, wie das Land mit seiner geologischen Geschichte verbunden ist.
18.06.2022 | 43:20 minDie vielfach kritisierte Museumsdirektorin Laurence des Cars wurde entlassen. Das französische Kulturministerium erklärte die Sicherheit von Museen zur Priorität. Ein im Juli vorgestellter Plan empfahl, besonders wertvolle Stücke vorerst aus den Vitrinen zu nehmen.
Diebstahl-Serie in französischen Museen
Im Sommer hatte es dennoch weitere Museumsdiebstähle gegeben: Im zentralfranzösischen Châtillon-sur-Seine entwendeten Unbekannte eine 2.500 Jahre alte Goldkette, und im ostfranzösischen Lalique de Wingen-sur-Moder wurden Schmuckstücke im Wert von 4,5 Millionen Euro gestohlen. Die derzeit hohen Goldpreise gelten als Motiv für diese Taten. Aus dem Rahmen geschnittene Gemälde sind allerdings deutlich schwieriger zu verkaufen.
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