Daniela Klette vor Gericht:Prozess gegen Ex-RAF-Terroristin: 15 Jahre Haft gefordert
Daniela Klette drohen 15 Jahre Gefängnis. Laut Staatsanwaltschaft war die ehemalige RAF-Terroristin an Raubüberfällen beteiligt. Viele Opfer leiden bis heute an den Folgen.
Die Staatsanwaltschaft Verden fordert eine 15-jährige Haftstrafe für die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette. Die 67-Jährige soll ihr Leben im Untergrund mit Überfällen finanziert haben.
29.04.2026 | 0:29 minIm Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette vor dem Landgericht Verden hat die Staatsanwaltschaft eine 15-jährige Haftstrafe gefordert. Aus Sicht der Anklagebehörde steht fest, dass die Angeklagte mit ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub mehrere Raubüberfälle begangen hat. Sie habe dabei eine "hohe kriminelle Energie" und ein "brachiales Vorgehen" an den Tag gelegt. Während des Prozesses habe Klette keinerlei Reue gezeigt.
Die Staatsanwaltschaft forderte, dass die 67-Jährige unter anderem wegen versuchten Mordes, schweren Raubes und Verstößen gegen Waffengesetze verurteilt wird. Demnach überfielen die drei früheren RAF-Mitglieder maskiert und teils schwer bewaffnet Geldtransporter und Supermärkte in mehreren Städten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Das Trio soll zwischen 1999 und 2016 mehr als 2,7 Millionen Euro erbeutet haben, um sein Leben im Untergrund zu finanzieren.
Die mutmaßliche frühere RAF-Terroristin Daniela Klette steht unter anderem wegen Raubüberfällen vor Gericht. 30 Jahre lang war sie untergetaucht.
09.04.2025 | 18:12 minStaatsanwältin: Klette agierte "ohne Rücksicht auf Verluste"
Strafverschärfend seien unter anderem die umfangreichen Planungen, die hohe Beute sowie die erheblichen psychischen Schäden bei den Opfern zu werten.
Viele der Geschädigten haben Langzeitfolgen.
Staatsanwaltschaft
Die Raubüberfälle hätten nichts mit der RAF zu tun gehabt. Klette habe mit dem geraubten Geld ihr Leben und ihre Urlaube finanzieren wollen, "ohne Rücksicht auf Verluste". Sie sei eine "Schwerverbrecherin": "Da gibt es nichts schönzureden", betonte die Anklagevertreterin.
Weil zu befürchten sei, dass Klette wieder zurück in den Untergrund gehe, dürfe sie bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung nicht aus der Untersuchungshaft entlassen werden, forderte die Staatsanwältin.
Klette war im Februar 2024 in ihrer Berliner Wohnung festgenommen worden, von Garweg und Staub fehlt weiter jede Spur.
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