Tier aus Alster gezogen:Frau wird in Hamburg von Wolf gebissen
Nach Sichtungen am Wochenende sorgt in Hamburg erneut ein Wolf für Aufregung. Zunächst beißt er eine Frau, später fängt die Polizei ihn an der Binnenalster ein.
In Hamburg-Altona ist eine Frau von einem Wolf gebissen worden. Danach flüchtete das Tier und sprang in die Alster. Die Polizei fing den Wolf ein.
31.03.2026 | 0:16 minEin Wolf hat im Hamburger Bezirk Altona eine Frau gebissen und verletzt. Das bestätigte die Polizei der Deutschen Presse-Agentur am Abend. Polizeibeamte fingen den Wolf noch am späten Abend in der Hamburger Innenstadt ein: Am Anleger an der Binnenalster zogen sie das Tier mit einer Schlinge aus dem Wasser, wie ein Sprecher des Lagezentrums schilderte.
Zuvor seien Hinweise von Anrufern eingegangen, die dort und an anderen Orten einen Wolf gesehen hatten. Der eingefangene Wolf sei abtransportiert und übergeben worden, für die nächsten Schritte sei die Umweltbehörde zuständig.
Wie schwer und wo die Frau durch den Wolf verletzt wurde, darüber machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben. Zuvor hatten mehrere Medien über den Vorfall berichtet.
Der Bundestag hat neue Bedingungen beschlossen, unter denen die Jagd auf Wölfe erlaubt ist. Vor allem der Abschuss sogenannter Problemwölfe wird einfacher.
05.03.2026 | 0:24 minMehrere Sichtungen entlang der Elbvororte
Ob es sich bei dem eingefangenen Tier um den Wolf handelt, der am Wochenende unter anderem im Stadtteil Blankenese gesehen worden war, ist laut Polizei noch nicht sicher. Ein Sprecher der Leitstelle sagte, man halte es für wahrscheinlich, da nicht von mehreren dieser Tiere im Stadtgebiet ausgegangen werde.
Laut früheren Angaben der Umweltbehörde hatten mehrere Menschen seit Samstag einen Wolf gesichtet. Zunächst sei dieser in Parks entlang des Falkensteiner Ufers in Blankenese beobachtet worden, später auch weiter östlich in Nienstedten und Othmarschen. Der Wolfsexperte Norman Stier von der Technischen Universität Dresden habe später anhand eines Videos und eines Fotos aus der Bevölkerung bestätigt, dass es sich zweifelsfrei um einen Wolf handele.
Wölfe sind wieder auf dem Vormarsch. Nahe Utrecht soll im vergangenen Jahr ein Wolf ein Kind angegriffen haben, Zeugen konnten ihn verjagen. Der Wolf wurde zum Abschuss freigegeben.
07.08.2025 | 1:41 minWölfe sind eher scheue Tiere
Wölfe gelten als scheu und weichen Menschen in der Regel aus. Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt in Bayern können vor allem Jungtiere neugierig auf Menschen reagieren. Zumeist ziehe sich ein Wolf aber langsam und gelassen zurück.
Wölfe sind eher scheue Tiere und weichen Menschen aus. (Symbolbild)
Quelle: dpaMenschen sollten sich bei einer Begegnung ruhig verhalten, einen Hund anleinen, nicht weglaufen und dem Wolf auch nicht hinterherlaufen. Auf keinen Fall sollten Wölfe gefüttert werden, um sie nicht an die Nähe von Menschen zu gewöhnen. Das Bundesumweltministerium schreibt auf seiner Internetseite:
Es gehört zum normalen Verhalten der Wölfe, dass sie gelegentlich auch tagsüber in Sichtweite von bewohnten Gebäuden entlanglaufen, nachts dann und wann Dörfer durchqueren oder am Dorfrand nach Nahrung suchen.
Bundesumweltministerium
Übergriffe auf Menschen seien aber sehr selten, heißt es mit Verweis auf eine 2002 vom Norwegischen Institut für Naturforschung (NINA) veröffentlichte Studie. In der Vergangenheit gab es demnach nur wenige Fälle, in denen gesunde Wölfe einen Menschen angegriffen haben. "Wolfsangriffe auf Menschen lassen sich vor allem auf drei Ursachen zurückführen: Tollwut, Provokation und Futterkonditionierung."
Um Zebrahai, Luchs oder Feldgrille zu retten, werden die Tiere in teils spektakulären Aktionen ausgewildert. Das hilft, reicht aber alleine nicht, sagt Naturforscher Carsten Nowak.
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