Shamonda-Virus: Frankreich meldet ersten Fall beim Menschen

Patient in Lyon gestorben:Shamonda-Virus: Frankreich meldet ersten Fall beim Menschen

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Das Shamonda-Virus ist in Frankreich erstmals bei einem Menschen nachgewiesen worden. Der Patient starb, eine Gefahr für die Bevölkerung besteht laut Ministerium nicht.

Ein Krankenwagen fährt ab.

In Frankreich wurde das Shamonda-Virus erstmals bei einem Menschen nachgewiesen. Bislang war es nur bei Tieren bekannt. Ob es den Tod des Betroffenen verursachte, ist unklar.

22.10.2026 | 0:28 min

In Frankreich ist das bislang nur bei Tieren festgestellte Shamonda-Virus erstmals bei einem Menschen nachgewiesen worden, der Anfang Oktober gestorben ist. Die Infektion wurde nach Angaben des Agrarministeriums bei einem Patienten mit schwerer Immunschwäche festgestellt, der wegen einer gravierenden Erkrankung in einer Klinik in Lyon behandelt wurde.

Ministerium: Kein Risiko für Bevölkerung

Vor dem Tod des Patienten beobachtete Gehirnkomplikationen hingen nach den bisherigen Untersuchungen sehr wahrscheinlich mit der Shamonda-Infektion zusammen, hieß es weiter. Nach derzeitigem Wissensstand bestehe kein Gesundheitsrisiko für die allgemeine Bevölkerung, betonte das Ministerium.

Das Shamonda-Virus galt bislang als nicht auf den Menschen übertragbar und war in diesem Sommer erstmals in Deutschland bei Rindern festgestellt worden, später auch vereinzelt bei Pferden. Weitere Nachweise bei Nutztieren gab es laut ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) inzwischen auch in Österreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien, Portugal, Italien und Irland.

Das Logo des Flughafenbetreibers Frankfurt "Fraport".

Nach den Malaria-Fällen bei Mitarbeitern des Frankfurter Flughafens sind nun zwei neue Fälle in Schwanheim bekannt geworden. So gehen die Menschen im Umfeld des Flughafens mit der Krankheit um.

23.09.2026 | 2:44 min

Shamonda-Virus: Wohl erster Fall beim Menschen

Die Infektion des französischen Patienten mit dem Erreger stelle den ersten dokumentierten Nachweis des Virus beim Menschen dar, teilte das Ministerium mit.

Derzeit werde davon ausgegangen, dass die Infektion durch den Stich einer Mücke der Gattung Culicoides im Osten Frankreichs verursacht wurde. In dem Gebiet seien im Frühjahr und Sommer Infektionen von Tieren mit dem Shamonda-Virus gemeldet worden.

Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC erklärte, derzeit werde untersucht, ob das Virus den Tod des Menschen verursacht oder dazu beigetragen habe. Man beobachte die Situation aufmerksam, teilte die Behörde weiter mit.

Symbolbild:  Eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens zeigt ein Fläschchen mit dem Malaria-Impfstoff R21/Matrix-M, bevor sie ihn einem Kind im umfassenden Gesundheitszentrum in Agudama-Epie verabreicht.

Die Impfstoffallianz "Gavi" meldet weniger schwere Malariafälle in Afrika. Es fehle jedoch durch die Kürzungen der Entwicklungshilfe an Geld, um die Erfolge zu sichern, warnt die WHO.

24.04.2026 | 0:27 min

Virus wird durch Stechmücken übertragen

Erstmals registriert wurde das Virus 1965 in Nigeria. Übertragen wird es durch Gnitzen - also sehr kleine Stechmücken. Obwohl der Erreger bereits seit mehreren Jahrzehnten in Afrika und Asien zirkuliere, sei bislang noch kein Fall beim Menschen dokumentiert worden, erklärte das französische Agrarministerium. Es handele sich also um einen Ausnahmefall.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute in dem Beitrag "Shamonda-Virus bei einem Menschen entdeckt" am 22.10.2026 ab 18 Uhr.

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