Hilflose und verletzte Tiere im Garten retten

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Hilflose und verletzte Tiere im Garten retten

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Ein Eichhörnchen sitzt in einem Baum.

Wer ein hilfloses Eichhörnchen oder ein anderes verletztes Wildtier im Garten findet, sollte ein paar wichtige Punkte beachten, bevor Hilfe geleistet wird.

Quelle: dpa

Manchmal finden wir hilflose Wild-Tiere in unserem Garten.

Wir müssen dann richtig handeln, um sie zu retten.

Es ist wichtig, dass wir keine Fehler machen.

Das gilt, wenn wir die Tiere anfassen und füttern.

Welche Tiere brauchen Hilfe?

Manchmal fallen Vogel-Küken aus dem Nest.

Oder Baby-Eichhörnchen und kleine Igel laufen alleine herum.

Hummeln liegen manchmal fast regungslos am Boden.

Viele dieser Tiere brauchen unsere Hilfe, um zu überleben.

Aber nicht alle.

Wenn wir falsch helfen, kann das mehr schaden als nützen.

Darum müssen wir wissen, wie wir richtig helfen.

Vogel-Küken im Garten

Oft finden wir Vogel-Küken im Garten.

Nest-linge sind Küken, die noch keine Federn haben.

Wenn sie aus dem Nest fallen, sind sie noch sehr hilflos und brauchen Hilfe.

Man sollte sie vorsichtig aufheben und mit der eigenen Körper-Wärme wärmen.

Wenn es geht, setzt man sie zurück ins Nest.

Man darf die anderen Küken oder die Vogel-Eltern dabei nicht stören.

Vögel stört es nicht, wenn ein Mensch sie angefasst hat.

Sie nehmen ihre Küken trotzdem wieder an.

Äst-linge sind Küken.

Sie haben schon Federn.

Sie haben das Nest verlassen.

Sie können aber noch nicht richtig fliegen.

Ihre Eltern kümmern sich auch auf dem Boden um sie.

Man sollte 20 Meter Abstand halten und sie eine Stunde beobachten.

Die Vogel-Eltern kommen zurück.

Sie füttern die Küken.

Dann brauchen die Küken keine weitere Hilfe.

Die Küken sind in Gefahr.

Zum Beispiel durch Katzen oder Autos.

Dann sollte man sie an einen sicheren Ort in der Nähe setzen.

Wann braucht ein Küken Hilfe von Fach-Leuten?

Ein Küken braucht Hilfe von Fach-Leuten, wenn:

  • keine Eltern-Tiere zu sehen sind.
  • das Küken nicht alleine aufwachsen kann.
  • es sich verletzt hat.

Dann muss es zu einer Vogel-Auffang-Station.

Tier-Heime und Tier-Ärzte wissen, wo die nächste Station ist.

Unerfahrene Menschen sollten die Tiere nicht selbst versorgen.

Wenn man Wasser in den Schnabel gibt, sterben die Küken oft.

Auch wenn man Körner füttert, kann das Probleme machen.

Man sollte immer mit einem Fach-Mann sprechen.

Man sollte nur tun, was er sagt.

Zum Beispiel eine Fliege verfüttern.

Es braucht viel Wissen und Zeit, um Wild-Tiere aufzuziehen.

Wenn Menschen zu viel Kontakt mit den Tieren haben, können die Tiere vielleicht nicht mehr in die Natur zurück.

Wann darf man Wild-Tieren helfen?

Wildtiere darf man nicht:

  • stören
  • fangen
  • töten

Aber es gibt eine Ausnahme: Wenn Tiere in großer Not sind.

Dann darf man sie für kurze Zeit aufnehmen.

Man darf sie gesund pflegen und dann wieder frei lassen.

Das Ziel ist immer, dass die Tiere wieder in der Natur leben können.

Man darf heimische Wild-Tiere nicht dauerhaft behalten.

Nur in besonderen Fällen, zum Beispiel bei behinderten Tieren, entscheidet die Untere Natur-Schutz-Behörde.

Hilflose Igel und Eichhörnchen

Eichhörnchen und Igel findet man am häufigsten in Gärten.

Ein Igel braucht Hilfe, wenn er:

  • sich verletzt hat
  • sich komisch im Kreis bewegt
  • Fliegen-Eier oder Maden zwischen den Stacheln hat

Auch wenn er sich kalt anfühlt, braucht er sofort Hilfe.

Eichhörnchen brauchen Hilfe, wenn sie sich leicht fangen lassen.

Oder wenn sie von selbst zu Menschen kommen.

Wenn ein Igel oder Eichhörnchen in Not oder verletzt ist, setzt man es in einen Papp-Karton mit Luft-Löchern.

Man sollte kein Hand-Tuch hineinlegen, weil sich die Krallen darin verfangen können.

Danach bringt man das Tier zu einer Auffang-Station oder Pflege-Stelle.

Dort kümmern sich Fach-Leute um die Tiere.

Sie füttern sie richtig und bereiten sie auf ein Leben in Freiheit vor.

Auch hier kann eine falsche Versorgung sehr gefährlich für das junge Tier sein.

Hummeln retten

Eine Hummel sitzt am Boden.

Sie fliegt nicht weg, wenn man nah herangeht.

Dann braucht sie wahrscheinlich Nahrung oder Wasser.

Man kann sie mit einem Löffel Zucker-Wasser retten.

Ein Tropfen vor dem Rüssel gibt ihr neue Energie.

Schon nach wenigen Minuten hat sie wieder Kraft und kann meistens wieder losfliegen.

Wild-Tiere beim Spazierengehen

Manchmal sehen wir Wild-Tiere, die hilflos aussehen.

Das passiert, wenn wir spazieren gehen.

Aber sie brauchen nicht immer Hilfe.

Feld-Hasen und Rehe legen ihre Jungen in eine Kuhle oder ins hohe Gras.

Die Mütter gehen dann manchmal mehrere Stunden, um Nahrung zu suchen.

Es ist normal, dass die Jungen alleine sind.

Man sollte diese jungen Tiere in Ruhe lassen.

Außer ein Hund oder ein Mensch hat sie berührt.

Der Geruch würde dazu führen, dass die Mutter ihre Tier-Babys nicht mehr annimmt.

Darum: In der Brut- und Setz-Zeit Hunde immer an der Leine lassen!

Man muss handeln, wenn man Folgendes findet:

  • Wild-Schwein-Ferkel
  • junge Füchse und Marder
  • Greif-Vogel-Küken, die nicht weglaufen.

Oder die Greif-Vogel-Küken haben sich verletzt.

In solchen Fällen sollte man die Polizei anrufen.

Die Polizei ruft dann den zuständigen Jäger an.