Krankhaftes Schwitzen: Was hilft?
Manche Menschen schwitzen sehr stark.
Das passiert auch im Winter.
Oder es passiert, wenn sie sich nicht anstrengen.
Diese Krankheit heißt Hyperhidrosis.
Das ist der Fach-Begriff für starkes Schwitzen.
Wenn man schwitzt, kühlt man normalerweise den Körper.
Was ist krankhaftes Schwitzen?
Bei Hyperhidrosis schwitzt man zu viel.
Das passiert ohne Grund.
Viele schämen sich dafür.
Der Schweiß ist zum Beispiel:
- unter den Armen
- an Händen und Füßen
- im Gesicht
- am Kopf
Das stört im Alltag, zum Beispiel beim Hände schütteln.
Wie man Hyperhidrosis erkennt
Viele Betroffene haben schon viel versucht, bevor sie Hilfe suchen.
Der Haut-Arzt fragt:
Wie stark schwitzt man?
Und wo schwitzt man?
Agnes Raimann ist Haut-Ärztin.
Sie erklärt:
- Grad eins: Hände und Füße sind oft feucht.
- Grad zwei: Es bilden sich Schweiß-Perlen an den Händen.
Man hat oft große Schweiß-Flecken an der Kleidung.
- Grad drei: Das ist die schlimmste Form.
Der Schweiß tropft von Händen und Füßen.
Doktor Agnes Raimann sagt:
Die Patienten haben teils Schweiß-Flecken, die über 20 Zentimeter groß sind.
Es gibt verschiedene Behandlungen.
Man beginnt oft mit Cremes oder speziellen Deodorants.
Gründe für krankhaftes Schwitzen
Es gibt zwei Arten von Hyperhidrosis:
- Primäre Hyperhidrosis: Es gibt keine richtige Ursache, warum man schwitzt.
Man denkt, dass die Schweiß-Drüsen zu stark arbeiten.
- Sekundäre Hyperhidrosis: Eine andere Krankheit ist der Grund, warum man stark schwitzt.
Das kann zum Beispiel sein:
- Diabetes
Das ist die Zucker-Krankheit.
- eine Nerven-Krankheit
- die Schild-Drüse arbeitet zu stark
Deodorants mit Aluminium helfen
Deodorants mit mindestens 15 Prozent Aluminium gibt es in der Apotheke.
Das Aluminium verschließt die Schweiß-Drüsen für eine bestimmte Zeit.
Das Bundes-Institut für Risiko-Bewertung sagt:
Es ist unwahrscheinlich, dass Aluminium über die Haut dem Körper schadet.
Aber es kann Neben-Wirkungen geben.
Doktor Agnes Raimann sagt:
In den ersten Tagen kann es zu Haut-Reizungen kommen oder es kann brennen, wenn Sie es anwenden.
Das hört meist nach etwa einer Woche auf.
Weitere Creme zugelassen
Seit Sommer 2022 gibt es eine Salbe.
Man braucht dafür ein Rezept vom Arzt.
Der Wirk-Stoff heißt Glycopyrronium.
Das ist ein Medikament.
Die Salbe soll die Nerven-Signale zu den Schweiß-Drüsen bremsen.
Man benutzt sie nur für Hyperhidrosis unter den Armen.
Eine Studie zeigte:
Bei 58 Prozent der Menschen reduzierte sich nach vier Wochen mindestens die Hälfte des Schweißes.
Es ist aber noch nicht klar, wie gut die Salbe auf Dauer hilft.
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sagt:
Man hat noch nicht bewiesen, dass die Salbe besser ist als Deodorants.
Strom-Bäder für Hände und Füße
Bei der Leitungs-Wasser-Iontophorese fließt Strom durch ein Wasser-Bad.
Man hält Hände oder Füße hinein.
Der Strom soll die Schweiß-Drüsen stören.
Man muss das regelmäßig machen, oft mehrmals pro Woche.
Man braucht dafür ein spezielles Gerät.
Nachdem man geschult wurde, kann man es zu Hause selbst machen.
Spritzen mit Botulinumtoxin
Ärzte können Botulinumtoxin in die Achseln, Hand-Flächen und Fuß-Sohlen spritzen.
Botulinumtoxin ist ein Medikament. Es ist ein Nerven-Gift.
Es blockiert die Nerven-Signale, die das Schwitzen auslösen.
Die Behandlung wirkt gut und hat wenige Neben-Wirkungen.
Manchmal gibt es kleine Blut-Ergüsse oder Schwellungen an der Einstich-Stelle von der Spritze.
Die Wirkung hält sechs bis zwölf Monate.
Man kann die Behandlung oft wiederholen.
Die Kosten muss man meist selbst bezahlen.
Operationen bei starkem Schwitzen
Wenn andere Behandlungen nicht helfen, kann man operieren.
- Schweiß-Drüsen entfernen:
Dabei saugen Ärzte die Schweiß-Drüsen ab.
- Sympathektomie:
Das ist eine Operation.
Dabei durchtrennen Ärzte kleine Nerven-Knoten, die für das Schwitzen zuständig sind.
Agnes Raimann sagt:
Beide Operationen sind dauerhaft.
Aber es gibt Risiken wie Wund-Infektionen und Narben.
Oft gibt es eine Neben-Wirkung.
Doktor Agnes Raimann sagt:
Gerade bei der Sympathektomie kann es zu einem sogenannten kompensatorischen Schwitzen kommen.
Das bedeutet, dass man dann an anderen Stellen mehr schwitzt.
Bezahlt die Kranken-Kasse die Operation?
Das muss man vorher mit der Kranken-Kasse klären.
Dieser Text ist eine Übersetzung durch eine KI. Der Originaltext lautet "Was bei starkem Schwitzen hilft" und ist von Corinna Klee.