Wenn Sport-Wetten zur Sucht werden
Quelle: dpa
Viele Menschen wollen schnell viel Geld gewinnen.
Sie tippen auf das Ergebnis von Sport-Spielen.
Das nennt man Sport-Wetten.
In Deutschland geben die Menschen jedes Jahr 7 bis 9 Milliarden Euro für Sport-Wetten aus.
Meistens sind es junge Männer, die Sport mögen.
Wetten im Internet sind sehr beliebt.
Man kann sie auf dem Handy machen.
Man kann sie immer machen.
Das macht es leicht, mit dem Wetten anzufangen.
Tobias Hayer ist Psychologe.
Er ist auch ein Forscher für Glücks-Spiel an der Universität Bremen.
Er sagt: Viele denken, sie wissen viel über Sport.
Deshalb glauben sie, sie können gewinnen.
Aber das ist falsch.
Tobias Hayer sagt: Sport-Wetten sind auch ein Glücks-Spiel.
Werbung für Sport-Wetten
Überall gibt es Werbung für Sport-Wetten.
Zum Beispiel:
- im Fernsehen
- in Fußball-Stadien
- im Internet
Bekannte Personen machen Werbung dafür.
Fußball-Vereine bekommen Geld von Wett-Anbietern.
So werden Sport-Wetten normal.
Es soll so aussehen, als ob Wetten zum Sport gehören.
Tobias Hayer sagt: Die Werbung verbindet Glücks-Spiel mit dem guten Bild von Sport.
Die Werbung soll zeigen, dass Wetten zum Sport gehört und dass Wetten selbst Sport ist.
Der Psychologe sagt:
- Man kann immer wetten.
- Man denkt, man hat viel Wissen.
- Die Werbung stellt Wetten gut dar.
Das alles macht Sport-Wetten sehr gefährlich.
Man kann schnell süchtig werden.
Wenn Wetten zur Sucht wird
Glücks-Spiel-Sucht ist eine Krankheit.
In Deutschland sind 1,3 Millionen Menschen süchtig nach Glücks-Spielen.
Weitere 3,3 Millionen Menschen wetten zu viel.
Oft fängt es mit einer kleinen Wette an.
Schnell kann daraus eine Sucht werden.
Tobias Hayer sagt: Wenn man gewinnt, will man das Gefühl wieder haben.
Man will mehr Geld gewinnen.
Wenn man verliert, will man das Geld zurückgewinnen.
So fängt die Sucht an.
Kontroll-Verlust durch Sucht
Experten nennen es "Chasing-Verhalten".
Das bedeutet: Man jagt seinen Verlusten hinterher.
Andere Zeichen für Sucht sind:
- Man will immer öfter wetten.
- Man wettet immer riskanter.
- Wetten wird das Wichtigste im Leben.
Süchtige verlieren oft die Kontrolle.
Sie wetten weiter.
Auch wenn sie kein Geld mehr haben, wetten sie weiter.
Manche haben Schulden von Hunderttausenden Euro.
Sport-Wetten sind erlaubt
Seit Juli 2021 gibt es in Deutschland einen Glücks-Spiel-Staatsvertrag.
Dieser Vertrag erlaubt Sport-Wetten.
Aber es gibt Regeln.
Vorher waren Sport-Wetten nicht klar verboten.
Aber sie waren auch nicht erlaubt.
Anbieter nutzten Regeln aus anderen Ländern.
Zum Beispiel aus Malta und Gibraltar.
Seit 2021 dürfen Anbieter Sport-Wetten in Deutschland anbieten.
Dafür brauchen sie eine Erlaubnis.
Die Wett-Anbieter müssen sich an Regeln halten:
- Ein Spieler darf nicht mehr als 1.000 Euro pro Monat neu setzen.
- Spieler dürfen nicht wetten, wenn sie sich selbst gesperrt haben.
Hilfe bei Wett-Sucht
Betroffene müssen erkennen, dass sie krank sind.
Oft reden sie ihre Sucht viele Jahre lang klein.
Es ist wichtig, wann man sich helfen lässt.
Eine Therapie hilft besser, wenn man sich früh helfen lässt.
Man kann sich an Beratungs-Stellen wenden.
Es gibt auch Telefon-Hotlines und Beratungen im Internet.
Telefon-Hotlines sind Telefonnummern, die man anrufen kann, um Hilfe zu bekommen.
In ganz Deutschland gibt es Selbsthilfe-Gruppen.
Kliniken bieten Programme an, die mehrere Monate dauern.
Oft braucht man auch eine lange Psychotherapie.
Betroffene können sich selbst sperren lassen.
Das geht über das System OASIS.
OASIS ist ein Sperr-System für Glücks-Spiele, das in ganz Deutschland gilt.
Es sorgt dafür, dass Menschen, die sich sperren lassen, nicht mehr an Glücks-Spielen teilnehmen können.
Dann können sie bei keinem Wett-Anbieter mehr wetten.
Vorbeugen in Sport-Vereinen und Schulen
Es ist wichtig, über die Gefahren aufzuklären.
Es gibt Aktionen in Sport-Vereinen und Schulen.
Sie informieren über die Gefahren von Sport-Wetten.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schult seine Trainer.
Sie sollen auf das Thema aufmerksam werden.
Ehemalige Wett-Süchtige erzählen in Schulen, was sie erlebt haben.
Experten sagen: Das ist noch zu wenig.
Sie fordern, dass man junge Leute mehr aufklärt.
Es ist schwer zu erkennen, wann Wetten zur Sucht wird.
Wer unsicher ist, kann im Internet Tests machen.
Oder sich bei Beratungs-Stellen informieren.
Dieser Text ist eine Übersetzung durch eine KI. Der Originaltext lautet "Wenn Sportwetten süchtig machen" und ist von Tom Khazaleh.