Rauch-Stopp mit Hilfe der Kranken-Kasse

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Rauch-Stopp mit Hilfe der Kranken-Kasse

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Eine Frau entfernt ein Nikotinpflaster von ihrem Arm.

Quelle: Imago / Depositphotos

Viele Menschen rauchen

In Deutschland rauchen 20 von 100 Erwachsenen.

Es ist schwer, mit dem Rauchen aufzuhören.

Nikotin macht süchtig.

Ein Raucher versucht im Schnitt viermal, mit dem Rauchen aufzuhören.

Medikamente können dabei helfen.

Kranken-Kassen bezahlen Medikamente gegen das Rauchen

Seit Sommer 2025 zahlen die Kranken-Kassen Medikamente, damit Sie mit dem Rauchen aufhören.

Dies ist möglich, wenn bestimmte Regeln erfüllt sind.

Zu den Medikamenten gehören:

  • Nikotin-Pflaster
  • Nikotin-Kaugummis
  • Tabletten mit dem Wirk-Stoff Vareniclin

Der Gemeinsame Bundes-Ausschuss (G-BA) hat das entschieden.

Der G-BA bestimmt, was die Kranken-Kassen bezahlen.

Wie Nikotin-Pflaster und Tabletten wirken

Nikotin-Pflaster geben langsam Nikotin über die Haut ab.

So bleibt der Nikotin-Spiegel im Körper gleich.

Das hilft gegen Entzugs-Erscheinungen.

Die Dosis wird langsam weniger.

So kann man mit dem Rauchen aufhören.

Tabletten mit Vareniclin besetzen die Nikotin-Stellen im Gehirn.

So hat man weniger Verlangen nach Nikotin.

Am Anfang der Behandlung darf man noch rauchen.

Aber die Zigarette macht dann kein gutes Gefühl mehr.

Das sagt der Lungen-Arzt Matthias Krüll.

Er sagt: Der Wirk-Stoff macht das Belohnungs-Gefühl vom Nikotin schwächer.

Das macht es leichter, mit dem Rauchen aufzuhören.

Regeln für die Kosten-Übernahme

Man braucht ein Rezept vom Arzt.

Man muss zeigen, dass man stark Nikotin-abhängig ist.

Ärzte prüfen dies mit dem Fagerström-Test.

Der Fagerström-Test ist ein Frage-Bogen, der zeigt, wie stark jemand vom Nikotin abhängig ist.

Man muss auch an einem Programm teilnehmen, das hilft, sich vom Rauchen zu entwöhnen.

Die Kranken-Kasse zahlt die Kosten für die Medikamente zuerst für drei Monate.

Man kann die Zeit verlängern, wenn der Arzt das bestätigt.

Wenn die Behandlung fertig ist, zahlen die Kranken-Kassen erst nach drei Jahren wieder.

Wie gut helfen Nikotin-Pflaster und Tabletten?

Studien zeigen: Mit Medikamenten ist die Chance größer, Nichtraucher zu werden.

Mit Nikotin-Pflastern ist die Chance um 50 Prozent höher.

Mit Tabletten ist die Chance um 130 Prozent höher.

Matthias Krüll sagt: Diese Mittel sind wichtig, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Welche Neben-Wirkungen es geben kann

Wenn man mit dem Rauchen aufhört, kann man unruhig sein.

Man kann Schlaf-Probleme oder Herz-Rasen bekommen.

Die Medikamente können Neben-Wirkungen haben.

Zum Beispiel:

  • Übelkeit
  • Magen-Darm-Probleme

Nikotin-Pflaster können die Haut reizen.

Die Neben-Wirkungen gehen meistens wieder weg.

Die Folgen des Rauchens sind viel schlimmer.

Folgen des Rauchens

Jedes Jahr sterben in Deutschland 125.000 Menschen durch Rauchen.

Auch Passiv-Rauchen ist gefährlich.

Jede Zigarette schadet:

  • den Gefäßen
  • der Lunge
  • dem Immun-System

Rauchen erhöht das Risiko für:

  • Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Schlag-Anfall und Herz-Infarkt
  • verschiedene Krebs-Arten
  • Asthma
  • COPD. COPD ist eine chronische Lungenkrankheit. Die Atemwege sind dauerhaft verengt.

Rauchen kostet die Gesellschaft auch viel Geld.

Zum Beispiel für Behandlungen und Früh-Renten.

Weitere Hilfe, damit Sie mit dem Rauchen aufhören

Am besten ist es, verschiedene Hilfen zu nutzen.

Zum Beispiel Medikamente zusammen mit:

  • einer digitalen Gesundheits-Anwendung
  • einer Verhaltens-Therapie
  • einem Gruppen-Kurs

Seit die Kranken-Kassen die Kosten übernehmen, fragen mehr Menschen nach Kursen.

Lungen-Arzt Matthias Krüll findet das gut.

Wenn die Krankenkassen Medikamente für drei Monate bezahlen, versuchen vielleicht mehr Menschen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Methoden, damit Sie sich vom Rauchen entwöhnen

Digitale Gesundheits-Anwendungen (DiGA):

Digitale Programme helfen im Internet, damit Sie mit dem Rauchen aufhören.

Sie sind leicht im All-Tag zu nutzen.

Anwendungen erinnern und geben Tipps.

Die Kranken-Kassen bezahlen zwei Programme:

Studien beweisen ihre Wirkung.

Gruppen-Programme:

In Gruppen helfen sich Raucher gegenseitig.

Sie tauschen Erfahrungen aus.

Das hilft, das Ziel zu erreichen und Rückfälle zu vermeiden.

Therapeuten leiten die Kurse.

Sie geben Strategien, damit man sich vom Nikotin entwöhnt.

Verhaltens-Therapie:

Hier erkennt man, warum man raucht.

Man findet Gründe und Auslöser, zum Beispiel Gewohnheiten oder Stress.

Man sucht nach anderen Dingen, die man statt der Zigarette tun kann.

Man lernt, wie man mit dem Sucht-Druck umgeht.

Kranken-Kassen zahlen Verhaltens-Therapien oft ganz oder teilweise.