Lärm als Gesundheitsrisiko: Stress und Belastung für den Körper

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Lärm ist schlecht für die Gesundheit

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Eine stark befahrene Straße in einer Großstadt.

Quelle: Imago / Jürgen Held

Lärm ist nicht nur schlecht für die Ohren.

Er kann auch dem Körper sehr schaden.

Das sagen Fach-Leute.

Fast niemand kann Lärm immer vermeiden.

Besonders in Städten gibt es viel Lärm.

Der Lärm von Autos ist am schlimmsten.

Studien zeigen: Ständiger Lärm ist schlecht für die Gesundheit.

Er schadet nicht nur den Ohren und dem Herz-Kreislauf-System.

Wie kann man sich schützen?

Und wie kann Künstliche Intelligenz helfen, das Leben in Städten besser zu machen?

Der "Tag gegen Lärm" will darüber informieren.

Was ist Lärm?

Es gibt keinen festen Wert, ab wann ein Geräusch Lärm ist.

Es kommt auch darauf an, wie man selbst das Geräusch empfindet.

Das Deutsche Institut für Normung sagt: Lärm ist ein "unerwünschter Hör-Schall".

Er kann dazu führen, dass:

  • er Sie stört

  • er Sie belästigt

  • er Sie beeinträchtigt

  • gesundheitliche Schäden entstehen

Wir messen, wie laut Geräusche sind, in Dezibel.

Wenn wir dabei das menschliche Hören berücksichtigen, schreiben wir Dezibel (A).

Die meisten Regeln beziehen sich auf diese Dezibel (A)-Werte.

Wenn die Laut-Stärke zu hoch ist, kann sie die Ohren direkt schädigen.

Man kann zum Beispiel schwer-hörig werden oder einen Tinnitus bekommen.

Tinnitus ist ein Pfeifen oder Brummen im Ohr.

Wie Lärm auf den Körper wirkt

Ständiger Lärm kann vor allem drei Dinge verursachen:

  • Man kann nachts schlecht schlafen.

  • Der Blut-Druck steigt.

  • Das Risiko für einen Herz-Infarkt wird größer.

Professor Dennis Nowak ist ein Arzt aus München.

Er warnt vor ständigem Lärm.

Er sagt: "Ständiger Lärm ist Stress.

Er sorgt dafür, dass der Körper mehr Adrenalin und das Hormon Cortisol ausschüttet."

Cortisol ist ein Hormon, das der Körper bei Stress freisetzt.

Wenn der Körper viele Stress-Hormone ausschüttet, ist er in Alarm-Bereitschaft.

Ständiger Lärm führt zu dauerhaftem Stress.

Das kann viele Folgen haben.

Es ist ein wichtiger Grund, warum Krankheiten entstehen.

Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) empfiehlt: Der Lärm von Autos sollte nachts nicht mehr als 45 Dezibel (A) sein.

Tagsüber nicht mehr als 53 Dezibel (A).

Das Umwelt-Bundesamt sagt: Die Hälfte der Menschen in Deutschland ist einem höheren Lärm ausgesetzt.

Studien zeigen: Männer haben ein 20 bis 30 Prozent höheres Risiko für einen Herz-Infarkt, wenn sie viel Auto-Lärm ausgesetzt sind.

Lärm und Folgen für den Körper

Menschen, die von Lärm betroffen sind, können sich schlecht konzentrieren.

Auch psychische Krankheiten sind mögliche Folgen:

  • Die Menschen sind dann weniger belastbar.

  • Die Menschen sind dann weniger leistungsfähig.

  • Ihr Verhalten kann sich verändern.

Bei Lärm können Kinder schwer lernen.

Auch Krankheiten wie:

  • Fett-Leber

  • Diabetes (Zucker-Krankheit)

  • starkes Über-Gewicht

hängen mit ständigem Lärm zusammen.

Das erhöhte Cortisol sorgt dafür, dass der Körper mehr Energie bereitstellt: Der Blut-Zucker-Wert steigt.

Der Körper braucht dann mehr Insulin, um den Blut-Zucker in die Zellen zu bringen.

Wenn der Lärm anhält, bleibt dieses System aktiv.

Die Zellen reagieren dann immer schlechter auf Insulin.

Lärm in der Nacht weckt den Körper immer wieder auf.

Das merkt man oft nicht.

Aber es aktiviert das Nerven-System.

Das beeinflusst auch die Hormone: Das Hunger-Hormon steigt, das Sättigungs-Hormon fällt.

Man bekommt mehr Appetit und nimmt zu.

Was hilft gegen Lärm?

Man sollte ständigen Lärm so gut es geht vermeiden.

Kurze Pausen in ruhigen Zonen können kurzfristig entspannen.

Aber sie verhindern nicht die Folgen von dauerhaftem Lärm.

Professor Dennis Nowak sagt: "Man kann die Auswirkungen von Lärm auf den Körper durch eigenes Verhalten kaum beeinflussen.

Da ist eher der Gesetz-Geber gefragt."

Lärm-Quellen im Alltag müssen weniger werden.

Man kann zum Beispiel:

  • einen ruhigen Wohn-Ort wählen

  • Schallschutz-Fenster einbauen

  • ein ruhiges Schlaf-Zimmer haben

Auch

  • Vorhänge

  • Teppiche

  • Bücher-Regale

  • große Pflanzen

helfen.

Sie dämpfen den Schall.

Ohr-Stöpsel können den Schlaf in der Nacht verbessern.

Maßnahmen in Städten sind wichtig.

Zum Beispiel:

  • Verkehrberuhigen

  • Straßen mit wenig Lärm

  • Lärmschutz-Wälle und Lärmschutz-Wände

  • Ampeln besser schalten

  • Grün-Flächen

  • Gebäude begrünen

Hör-Spaziergang für das Wohl-Befinden

Das Projekt "CitySoundscapes" forscht daran, wie Geräusche aus der Natur in der Stadt mit dem Wohl-Befinden der Menschen zusammenhängen.

Die Teilnehmer gehen bei einem "Hör-Spaziergang" spazieren.

Sie machen dabei Pausen an bestimmten Orten.

Dort hören sie bewusst auf die Geräusche um sich herum.

Die Forscher untersuchen, wie sich das auf ihr Wohl-Befinden auswirkt.

Die Teilnehmer geben Speichel-Proben ab.

Die Forscher messen darin das Stress-Hormon Cortisol.

So wollen sie herausfinden, wie der Körper reagiert.

Das Projekt dauert vier Jahre.

Die ersten Ergebnisse gibt es in einigen Monaten.

Mit Künstlicher Intelligenz Lärm-Quellen verringern

In Zukunft sollen Städte-Planer schon mehr auf Ruhe-Zonen und weniger Lärm achten.

Künstliche Intelligenz kann helfen, Lärm zu analysieren, vorherzusagen und zu verringern.

Man hofft zum Beispiel, stockenden Verkehr zu vermeiden.

Dafür sammeln Planer Daten in Echt-Zeit.

Sie verbinden diese Daten mit:

  • Verkehrs-Modellen

  • maschinellem Lernen

  • Lärm-Karten

  • Ampeln-Schaltung

Stockender Verkehr bedeutet, dass Autos immer wieder anfahren und anhalten müssen.

Das ist oft eine Lärm-Quelle.

Eine intelligente Stadt mit Künstlicher Intelligenz könnte dafür sorgen, dass sich etwas verbessert.

Sie steuert die Umwelt.

Eine intelligente Stadt nutzt moderne Technik, um das Leben der Menschen zu verbessern.

Es ist auch gut, Lärm in der Freizeit gering zu halten.

Man sollte Ohren und Körper Lärm-Pausen gönnen.

Orte mit angenehmen und ruhigen Geräuschen können dazu beitragen, dass man sich entspannt.