Perseiden-Schauer am Nachthimmel:Sternschnuppen: Hier gibt's die beste Sicht
Die Perseiden sind wieder da. Diesmal muss man lange wach bleiben, um das Himmelsspektakel zu beobachten. Wie und wo der Sternschnuppenregen zu sehen ist.
Jedes Jahr taucht die Erde auf ihrer Umlaufbahn in die Perseiden ein. Nun ist es wieder soweit.
Quelle: dpaMitte August heißt auch: Die Perseiden sind wieder da. Die kommenden beiden Nächte wird es interessant für Astro-Fans. Was es zu wissen gibt.
Ihr Maximum erreichen die Perseiden nach Angaben der Internationalen Meteor-Organisation diesmal gegen Montagabend, den 12. August. Dabei erhalten die Sternschnuppen eine leuchtende Konkurrenz: den Mond, der "erst gegen 23 Uhr untergeht", teilt der Vorsitzende der Vereinigung Sternfreunde, Uwe Pilz, der Nachrichtenagentur dpa mit.
Solange der Mond am Himmel steht, ist es zu hell, um die teilweise 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachten zu können. Aber es gibt noch Chancen, sie in Teilen Deutschlands zu sehen, denn auch vor und nach dem Perseiden-Maximum sind viele Sternschnuppen unterwegs.
Wann ist das beste Wetter fürs Sternschnuppengucken?
"Mal abgesehen von störendem Mondlicht haben wir perfektes Sternschnuppenwetter in der Nacht von Sonntag auf Montag", sagt ZDF-Wetterexpertin Katja Horneffer. Nahezu deutschlandweit soll der Himmel klar sein, allenfalls im Süden ein wenig getrübt durch hohe Bewölkung.
Nachteulen und Frühaufsteher werden bereits seit Ende Juli mit den ersten Perseiden am Himmel belohnt. Ihre Zahl erhöht sich seitdem Nacht für Nacht.
Wie beobachtet man die Perseiden am besten?
Dafür braucht es übrigens kein Teleskop oder Fernglas, sondern:
- einen möglichst dunklen Himmel und freie Sicht. Am besten raus aufs Land fahren. Dort auf eine freie Wiese legen und die Füße Richtung Nordosten ausrichten, den Blick am Sternbild Perseus orientieren.
- Der Sternschnuppenschwarm ist gut zwischen 23 Uhr und vier Uhr morgens zu beobachten.
Und wichtig: Zeit nehmen. Nicht zwischendurch auf den hellen Handybildschirm schauen, denn unsere Augen brauchen Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
Geringe Lichtverschmutzung und einen guten Blick in den Himmel gibt es auch in den vier deutschen Sternenparks und in der Stadt Fulda, die von der International Dark-Sky Association (IDA) offiziell als "Dark Sky Places" ausgezeichnet wurden.
Die Hotspots der Himmelsbeobachtung.
So entstehen Sternschnuppen
Für das Himmelsspektakel ist der Komet Swift-Tuttle verantwortlich. Bei seinem Weg um die Sonne verliert er ständig sandkorngroße Staubteilchen. Eine riesige Staubwolke bildet sich. Jedes Jahr im August kreuzt die Erde auf ihrer Umlaufbahn diese Staubwolke. Die Teilchen treffen auf unsere Lufthülle, werden abgebremst und verglühen.
Von der Erde aus betrachtet, kommen die Sternschnuppen aus der Nähe des Sternbilds Perseus. Daher heißen sie Perseiden.
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