Netflix und KI: Warum Synchronsprecher den Dienst boykottieren

Netflix: Streit um KI-Stimmen:Synchronsprecher verweigern die Zusammenarbeit

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Ein Bild von Tom Cruise in schwarzem Sakko auf der rechten Seite und auf der linken Seite als Hintergrundbild ein Bild von dem Netflix-Gebäude mit dem Schriftzug der Firma.

Viele deutsche Synchronsprecher boykottieren Netflix wegen einer KI-Klausel in neuen Verträgen. ZDFheute live erklärt, worum es im Streit geht – und was auf dem Spiel steht.

Viele deutsche Synchronsprecher*innen verweigern die Zusammenarbeit mit Netflix. Auslöser ist eine Vertragsklausel: Sie erlaubt es dem Streamingdienst, Sprachaufnahmen für das Training Künstlicher Intelligenz zu nutzen. Ob und wie die Sprecher dafür zusätzlich bezahlt würden, ist bislang unklar.

Vertreten unter anderem durch den Verband Deutscher Sprecher:innen fordern sie klare Regeln. Die Nutzung von Stimmen für KI-Zwecke müsse einvernehmlich sein und gesondert vergütet werden. Viele sehen ihren Beruf bedroht - KI-Modelle könnten Stimmen kopieren und menschliche Sprecher*innen langfristig ersetzen.

Netflix weist Vorwürfe zurück und spricht von Missverständnissen. Zugleich deutet der Konzern an, Inhalte notfalls ohne deutsche Synchronfassung zu veröffentlichen - dann nur mit Untertiteln.

Worum geht es in dem Konflikt genau? Welche Rechte haben Sprecher an ihrer Stimme? Und was sagt der Streit über den Umgang mit KI in kreativen Berufen? Darüber spricht Jessica Zahedi bei ZDFheute live mit Patrick Winczewski, der deutschen Synchronstimme von Tom Cruise.

Mit Material von F.A.Z. und Stern.de.

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