Geheimdienstmissionen im Ausland:Wie die CIA Regimewechsel beeinflusst
Kein US-Angriff ohne Auslandsgeheimdienst: Wie die USA die CIA für ihre Missionen im Ausland nutzen und wie der Geheimdienst arbeitet - ZDFheute live.
Um die eigenen Interessen durchzusetzen, greifen die USA auf Informationen ihres Auslandsgeheimdienstes CIA zurück. Auch im aktuellen Iran-Krieg spielt sie eine entscheidende Rolle. Wie die CIA arbeitet, erklärt der Geheimdienstexperte Adrian Hänni bei ZDFheute live.
Die CIA folgt einem klaren Auftrag: geheime Informationen beschaffen und analysieren, um die nationale Sicherheit der USA zu schützen. In den vergangenen Jahrzehnten erhielt der Geheimdienst immer mehr Macht und konnte dadurch immer wieder das internationale politische Geschehen maßgeblich mitbestimmen.
So war die CIA 1953 in Iran beispielsweise am Sturz des demokratisch gewählten Premiers beteiligt. Aktuell berichten US-Medien, die CIA würde kurdische Gruppen mit Waffen ausstatten, damit diese gegen Iran kämpfen. Die US-Regierung dementiert die Berichte.
Geheimdienstexperte Hänni ist skeptisch, ob die aktuelle Regime-Change-Operation in Iran das bringt, was sich die USA erhoffen. Am Institut für Zeitgeschichte in München befasst er sich mit der Geschichte transnationaler Gewalt und der Arbeit von Geheimdiensten. Im Interview mit ZDFheute live beschreibt er, wie die CIA immer wieder an Regimestürzen beteiligt war.
...ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte von Geheimdiensten, Terrorismus und transnationaler politischer Gewalt. Zuvor arbeitete er unter anderem an der Georgetown University in Washington und an der University of Newcastle in Australien.