Trotz hoher Spritpreise fahren viele noch Auto, warum?

Hohe Spritpreise: Fahren oder sparen?

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"WISO": Sendungslogo.

Themen der Sendung: Ändern Spritpreise unser Verhalten?: Fahren oder sparen? E-Truck oder Wasserstoff?: Wo liegt die Zukunft für Lkw? Was steckt hinter dem Matcha-Hype?: Grüner Kult oder Fake?

Hohe Benzinpreise: Warum viele weiter Auto fahren

1973 führten Ölkrise und Nahostkrieg in der Bundesrepublik zu autofreien Sonntagen und einem zeitweisen Tempolimit. Heute setzen hohe Spritpreise viele Haushalte erneut unter Druck. Doch wie stark verändern steigende Kosten tatsächlich unser Mobilitätsverhalten?

Für manche ist das Auto unverzichtbar – etwa für den Arbeitsweg, die Betreuung der Familie oder weil Bus und Bahn keine passende Alternative bieten. Andere halten trotz hoher Kosten daran fest, weil es Flexibilität, Unabhängigkeit oder Status bedeutet. Der Beitrag untersucht die wirtschaftlichen, sozialen und emotionalen Gründe und fragt: Welchen Preis sind Menschen bereit, für persönliche Mobilität zu zahlen?

Zukunft des Lkw-Verkehrs

Die Zukunft des Lkw-Verkehrs liegt in Alternativen zum Diesel. In welcher Technologie liegt die Zukunft, Batterie oder Wasserstoff? Zwei Speditionen zeigen, was alternative Antriebe kosten.

In Stuttgart nutzt Stefan Unsöld seit 2022 einen gemieteten Wasserstoff-Lkw. In Ostfriesland fährt ein E-Lkw mit Strom aus eigenen Wind- und Solaranlagen. Der E-Lkw kostet derzeit etwa zweieinhalbmal so viel wie ein Diesel-Lkw. Ein Wasserstoff-Lkw kann sogar sechsmal so teuer sein. Mautfreiheit und geringere Betriebskosten können die Mehrkosten teilweise ausgleichen. Wann sich ein Fahrzeug rechnet, hängt vor allem von den Energie- und Dieselpreisen ab.

Wasserstoff-Lkw erreichen bis zu 1.000 Kilometer und tanken in 10 bis 15 Minuten. Batterie-Lkw schaffen derzeit etwa 500 bis 600 Kilometer. Das Laden dauert unterwegs teils mehr als eine Stunde. Das Ladenetz für schwere Nutzfahrzeuge ist jedoch erst im Aufbau. Noch dünner ist das Wasserstoffnetz mit rund 50 Tankstellen in Deutschland.

Matcha-Boom

Matcha ist das Trendgetränk aus Japan. 2025 wurden mehr als 600 Tonnen japanischer Matcha nach Deutschland importiert – so viel wie noch nie zuvor. Doch die Produzenten in Japan können nur einen Bruchteil der weltweiten Nachfrage decken. Die Folge: Immer mehr minderwertige Matcha-Produkte überschwemmen den Markt. Welche Schattenseiten der Hype hat, zeigt Reporterin Victoria Reichelt.

  • Moderation - Marcus Niehaves

Themen der Sendung

  1. Der Blick führt zwischen zwei langen Reihen von Autos durch eine belebte Stadtstraße. Rote Rück- und Bremslichter prägen die Szene, in der Mitte steht ein großer weißer Lieferwagen. Die volle Straße veranschaulicht, dass viele Menschen trotz hoher Kraftstoffkosten weiterhin mit dem Auto unterwegs sind.

    Teurer Sprit: Warum wir weiterfahren

    Richard Luttke, Theresa Stoll
    Video4:20

  2. Nahaufnahme eines vollelektrischen Lastwagens beim Laden. Rechts füllt das hellblaue Führerhaus den größten Teil des Bildes aus, links steht eine hohe Ladesäule. Das angeschlossene Kabel verläuft über den Boden zum Lkw; die Aufschrift „100 % Electric“ weist auf dessen batterieelektrischen Antrieb hin.

    Elektro oder Wasserstoff: Lkw der Zukunft

    Anne-Kirstin Berger
    Video4:29