Elektro oder Wasserstoff: Lkw der Zukunft
von Anne-Kirstin Berger
Elektro oder Wasserstoff: Welche Technik bringt den Lkw-Verkehr weg vom Diesel? Zwei Speditionen zeigen, was alternative Antriebe kosten, wie weit sie kommen und wo die Infrastruktur fehlt.
Die Zukunft des Lkw-Verkehrs liegt in Alternativen zum Diesel. Ab 2030 gelten in der EU schrittweise strengere Grenzen für den CO2-Ausstoß. Das Ziel: emissionsfreier Lastverkehr. In welcher Technologie liegt die Zukunft, Batterie oder Wasserstoff?
Batterie oder Wasserstoff?
Seit 2022 fährt Stefan Unsöld in Stuttgart einen gemieteten Wasserstoff-Lkw. In Ostfriesland fährt dagegen ein E-Lkw mit Strom aus Wind- und Solaranlagen. Beide Antriebe sind leiser und lokal emissionsfrei, aber teurer als Diesel-Lkw. Der E-Lkw kostet etwa das Zweieinhalbfache, ein Wasserstoffmodell bis zum Sechsfachen. Mautfreiheit und geringere Betriebskosten können die Mehrkosten ausgleichen. Welche Technik passt zu welchem Einsatz?
Reichweite und Infrastruktur
Wasserstoff-Lkw erreichen bis zu 1.000 Kilometer und sind nach 10 bis 15 Minuten betankt. E-Lkw schaffen derzeit 500 bis 600 Kilometer, das Laden dauert unterwegs teils mehr als eine Stunde. Doch die Infrastruktur fehlt: Es gibt rund 50 Wasserstofftankstellen, auch das Lkw-Ladenetz entsteht erst. Beide Antriebe gelten dennoch als einsatzfähig. Vorteile hängen von Strecke, Energiepreis und verfügbaren Tank- oder Ladepunkten ab. Welche Technik sich durchsetzt, entscheidet auch die politische Förderung.