heute journal - der Podcast:Iran-Konflikt: Krieg ohne Ziel?
Seit fast einer Woche herrscht Krieg in Nahost. Während bei vielen Exil-Iranern nun die Hoffnung aufblüht, dass ein “Regime Change” in greifbare Nähe gerückt ist, bleibt die Frage nach einem konkreten Ziel und Ende dieses Kriegs offen. Host Alica Jung spricht mit dem deutsch-iranischen Politologen Ali Fathollah-Nejad über Szenarien für die Zeit nach den Angriffen und wer welche Interessen in der Region verfolgt. Außerdem gibt Journalistin Daniela Sepheri einen Einblick, wie es den Menschen in Iran eigentlich geht.
Vor fast 50 Jahren, 1979, kam es zum Umsturz in Iran. Der autoritär regierende Schah Reza Pahlavi wurde von radikalen Islamisten um Revolutionsführer Ajatollah Chomeini gestürzt. Diese verwandelten den westlich orientierten Iran in eine islamische Republik mit strengen Regeln. Frauen verloren fast alle Rechte.
Die USA, vorher Unterstützer des Shahs, gelten seitdem als „großer Satan“. Die Feindschaft zu den USA und Israel wurde Staatsdoktrin.
Schon lange unterstützt der Iran militärische Gruppen im Nahen Osten, die Israel bekämpfen - wie die Hisbollah im Libanon, Hamas in Gazastreifen und die Houthi- Milizen im Jemen.
2002 wurde bekannt, dass Iran in unterirdischen Anlagen am Bau von Atombomben arbeitet. Der Westen verhängte Sanktionen, um Iran dazu zu bewegen, sein Atomprogramm aufzugeben und internationale Kontrollen zuzulassen
Nach einer Phase der Entspannung unter US-Präsident Obama, spitzt sich unter Präsident Trump seit 2018 der Konflikt wieder zu.
Im vergangenen Jahr bombardierte Israel mit US-Unterstützung unter anderem Irans Atomanlagen. Iran antwortete mit Angriffen auf Israel und das US-Militär in Katar.
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