Annika Morgan: Mit dem Snowboard auf dem Katapult

Big Air und Slopestyle:Annika Morgan: "Es kommt auf Verrücktheit an"

von Stephan Klemm

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Die deutsche Snowboarderin Annika Morgan startet im spektakulären Big Air und im Slopestyle. Dort hat sie die besten Chancen auf eine Top-Platzierung.

Annika Morgan

Mit dem Snowboard durch die Lüfte: Annika Morgan

Quelle: imago

Nach der Anfahrt mit einem Brett auf den Kicker, einem Katapult-Ungetüm, beginnt die Luftfahrt und mit ihr eine Show mit unglaublich vielen Schrauben und Drehungen. Ein Spektakel ist vor der Landung im Himmel zu sehen, wenn sich Snowboarderinnen und Snowboarder in der olympischen Disziplin Big Air messen.

Eine dieser Künstlerinnen ist Annika Morgan, sie startet bei den Winterspielen in Italien aber nicht nur als schwerelose Artistin, sondern auch im Slopestyle. Das ist eine Snowboard-Fahrt durch einen Hindernisparcours. Dabei ist viel Geschicklichkeit im Umgang mit dem Snowboard gefragt.

Beim Slopestyle kommt es auf Verrücktheit an, also möglichst viel zu spinnen, aber dabei trotzdem lässig auszuschauen.

Annika Morgan, Slopestylerin

Ein Handbruch bremste Annika Morgan zunächst aus

Morgans Wettbewerbe finden bei den Spielen im Cluster Livigno statt. Der Freestyle-Park zieht angesichts der waghalsigen Vorstellungen der Teilnehmenden bei lauter Musik und euphorischer Stimmung im Zuschauerbereich vor allem ein junges Publikum an. Annika Morgan, die derzeit beste deutsche Athletin in ihren beiden Disziplinen, schätzt dieses Ambiente sehr. Ihre Finals steigen jeweils am 9. Februar.

Für die Olympischen Spiele hat sich die 23-jährige Morgan im letzten Augenblick am 18. Januar in Laax (Schweiz) qualifiziert. Da wurde sie Sechste in der Slopestyle-Konkurrenz, die Qualifikation beendete sie sogar als Dritte. Es war nach einem Bruch des dritten Mittelhandknochens sechs Wochen zuvor Morgans erster Start in diesem Winter. Ein Platz unter den ersten Acht war für die Olympia-Qualifikation nötig - und Morgan lieferte.

Morgan ist "hungrig auf die Olympischen Spiele“

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach der Verletzungspause so gut fahre. Jetzt bin ich einfach hungrig auf die Olympischen Spiele", sagte Morgan nach ihrem Comeback. Und: "Ich bin mega stolz auf mich, weil ich wirklich nicht gedacht hätte, dass ich nach meiner Verletzung auf diesem Level fahren kann."

Im Big Air hatte Morgan in diesem Winter wegen ihrer Verletzung zwar kein Ergebnis eingefahren. Für die Olympia-Qualifikation zählten daher ihre Vorjahresergebnisse. Morgan ist eine Athletin, die es konstant unter die besten Zehn in ihren beiden Snowboard-Disziplinen schafft, ihr Ziel bei den Spielen in Livigno ist jeweils die Final-Qualifikation.

Insgesamt ist Slopestyle Morgans leicht präferierte Wettkampfform, sie schätzt es sehr, sich eine kreative Linie durch den Hindernis-Parcours zu suchen.

Julius REICHLE (Deutschland) , Alessandro HAEMMERLE (Österreich) und Adam LAMBERT (Deutschland) sind in Aktion.

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Ihr Vorbild ist ihr Bruder Ethan

In Livigno erlebt Morgan ihre zweiten Olympischen Spiele. In Peking vor vier Jahren wurde sie Achte im Slopestyle und Zehnte mit ihren Big-Air-Sprüngen. Bei Weltcup-Veranstaltungen belegte sie bisher einmal Rang drei mit ihren Big-Air-Luftfahrten und dreimal Platz zwei im Slopestyle.

Morgan, Tochter eines amerikanischen Vaters (Bill) und einer deutschen Mutter (Birgit), wuchs in Mittenwald auf, sie war zunächst Eiskunstläuferin. Schon mit drei Jahren stand sie mit Schlittschuhen auf dem Eis. Mit dem Snowboarden begann sie als Siebenjährige, auf dem Brett fuhr sie am Wochenende mit ihrem älteren Bruder Ethan, einem professionellen All-Terrain-Snowboarder.

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Ethan Morgan, der nicht in Wettbewerben des Weltverbandes FIS startet, war Annikas großes Vorbild, er zeigte ihr alle Tricks. Mit 15 entschied sie sich dann für eine Karriere als Snowboarderin, die lockere Atmosphäre sagte ihr zu.

Die Familie aus den USA kommt in die Alpen

Bruder Sean Morgan ist auch Sportler, er spielt Eishockey. Zur Familie gehören zudem noch die Geschwister Natascha und Corey. Sie alle wollen ihre Schwester bei ihren Wettbewerben live in Livigno unterstützten.

Sogar ihre Tante, ihr Onkel sowie Cousins und Cousinen aus den USA kommen rüber in die italienischen Alpen. "Ich freue mich so sehr, ihnen allen zu zeigen, was ich kann, sie im Ziel zu sehen und zu umarmen", sagt Annika Morgan.

  

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Quelle: Reuters

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in dem Beitrag "XXXX"

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