DFB-Pokalfinale der Frauen live im ZDF:Abschied mit Pokal? Alexandra Popps emotionales Finale
von Frank Hellmann, Köln
Das DFB-Pokalfinale mit Wolfsburg gegen den FC Bayern wird für Vorzeigefußballerin Alexandra Popp ein Spiel mit besonderen Emotionen. Es ist ihr letztes Endspiel mit dem VfL.
Alexandra Popp ist nach ihrem Muskelfaserriss rechtzeitig fit für das Pokalfinale geworden. Für die 35-Jährige wird es das letzte Endspiel mit dem VfL Wolfsburg sein, bevor sie zum BVB wechselt.
13.05.2026 | 1:47 minWer wüsste besser als Alexandra Popp, dass ein DFB-Pokalfinale der Frauen nicht immer so prominent ausgelegt war wie die 46. Auflage zwischen dem VfL Wolfsburg und FC Bayern (Donnerstag 16 Uhr/ZDF live) in Köln.
Deutschlands bekannteste Fußballerin stemmte den Cup zum ersten Mal in die Luft, als der FCR 2001 Duisburg nach einem 7:0 gegen Turbine Potsdam eine Bühne im Berliner Olympiastadion betrat - die Frauen bestritten bis 2009 ihr Pokalfinale als Vorlauf des Männer-Endspiels.
Als im Zuge der Frauen-WM 2011 in Deutschland der Weg in die Eigenständigkeit erfolgte - das Finale wurde nun losgelöst vom Endspiel der Männer in Köln ausgetragen - jubelte erneut die junge Stürmerin aus dem Ruhrpott: Wieder triumphierten die Duisburgerinnen, diesmal nur 1:0 gegen USV Jena, als 26.282 Zuschauer den Weg zur Premiere in Köln-Müngersdorf fanden.
"Bayern geht als Favorit vorneweg", aber noch sei nichts entschieden, sagt ZDF-Fußballexpertin Kathrin Lehmann zum DFB-Pokalfinale der Frauen zwischen dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg.
13.05.2026 | 3:21 minZwischenzeitlich sackte der Zuspruch unter die 20.000er-Marke, doch diese Zeiten sind überwunden. "Die Leute kommen nur für uns. Stetig sind die Zuschauerzahlen gestiegen", freut sich die 35-Jährige heute.
Für die Ikone gibt es nichts Besseres
Zuletzt war das Kölner Stadion stets ausverkauft. "Was willst du als Spielerin mehr, als vor so einer Kulisse zu spielen", sagte Popp, die ihre im März erlittene Muskelverletzung in der Wade pünktlich für diesen Showdown auskuriert hat.
Es duellieren sich die dominierenden Teams des letzten Jahrzehnts, die alle nationalen Titel abgeräumt haben: Rekordsieger fordert Titelverteidiger, Vizemeister den Meister.
Im DFB-Pokalfinale der Frauen trifft der FC Bayern auf den VfL Wolfsburg. Die Münchnerinnen gelten als Favoritinnen und wollen nach der Meisterschaft das Double perfekt machen.
13.05.2026 | 1:34 minVfL-Ikone Popp: "Wenn man es rein fußballerisch sieht, dann kannst nichts Besseres kriegen." Gilt auch aus ihrer persönlichen Perspektive: "Ich habe natürlich viele Freunde und Familie, die aus der Umgebung kommen. Es ist ein extrem schönes Event." Und ein besonders emotionales für sie dazu.
Es wird auf jeden Fall geweint
Eine Sympathieträgerin, die mit ihrer unverwechselbaren Art vor allem durch die EM 2022 in England ihre Popularität steigerte, kehrt nach 14 Jahren dem Werksverein den Rücken. Erst das "Traumfinale" (Popp) gegen die Bayern, dann das letzte Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Sonntag 14 Uhr) bilden Meilensteine ihrer Abschiedstournee.
Am 14. Mai kommentiert Cleo mit ZDF-Kommentator Gari Paubandt das DFB-Pokalfinale der Frauen. Sei ab 15:45 Uhr dabei, wenn der VfL Wolfsburg und der FC Bayern um den Titel kämpfen.
11.05.2026 | 0:32 minWobei die 145-fache Nationalspielerin bereits im Frühjahr 2024 in Duisburg gewissermaßen ein "Abschiedsspiel" auf DFB-Ebene bekommen hatte. Die Leitwölfin gibt sich keinen Illusionen hin, dass die Gefühle sie erneut überwältigen werden: "Egal, ob positiv oder negativ: Tränen werden definitiv fließen."
Der Coup gelang zuletzt 2024
Zuvor will sie nach elf Pokalsiegen, sieben Meisterschaften und zwei Champions-League-Triumphen Jagd auf den 21. Titel mit den "Wölfinnen" machen, auch wenn die Münchnerinnen in dieser Saison in Supercup (4:2) und in der Meisterschaft (3:1, 4:1) souverän gewonnen haben. Jede Mitspielerin müsse "gefühlt ihr Leben auf dem Platz lassen", fordert Popp. Blaupause kann das Finale vor zwei Jahren sein.
Alexandra Popp sorgt sich um die Zukunft der Frauen-Bundesliga. Zum einen fürchtet sie, dass weitere Topspielerinnen abwandern. Mit Georgia Stanway (FC Bayern), Vivien Endemann (VfL Wolfsburg), Nicole Anyomi und Geraldine Reuteler (Eintracht Frankfurt) oder Selina Cerci (TSG Hoffenheim) steht der Abgang prägender Gesichter fest. Die meisten dürfte es nach England ziehen. "Das müsste eigentlich den Vereinen zeigen, dass wir verdammt noch mal was tun müssen", sagte die ehemalige Nationalstürmerin.
Zum anderen missfällt ihr, dass sich die Eigenständigkeit der Frauen-Bundesliga - gegründet ist der neue Ligaverband (FBL e.V.), doch zur endgültigen Abspaltung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) braucht es einen Grundlagenvertrag, der sich weiter hinauszögert. "Wenn man möchte, dass Deutschland da weiter oben mitspielt, dann muss man halt auch einiges tun und das kann man nicht erst in fünf bis zehn Jahren umsetzen, sondern das muss dann auch mal ein bisschen schneller funktionieren."
Damals hatte sich die Torjägerin bei einem Pressetermin vehement gegen den Begriff der Wachablösung gewehrt - und ihr Team schnappte sich tatsächlich mit einer Energieleistung erneut eine Trophäe, die Popp fast liebevoll ihr "Baby" nennt. Nach 13 Pokalsiegen ja irgendwie auch passend.
Neue Herausforderung bei Borussia Dortmund
Im Sommer beginnt dann bei Borussia Dortmund für die nächsten drei Jahre ein neues Kapitel. Sie wollte partout nicht mehr warten, noch einmal das Trikot ihres Herzensvereins zu tragen. Sie kickte zwar einst auf der Schule am Berger Feld mit Jungs vom FC Schalke 04, hält aber seit Kindheitstagen zum BVB.
Der Grund ist recht simpel: "Als kleines Mädchen habe ich mich immer an meinem Bruder orientiert. Und mein Bruder ist durch unseren Onkel Dortmund-Fan geworden." Ende Juni hat Popp ihren Umzug in ihr Heimatdorf geplant. Es geht zurück nach Silschede, ein Ortsteil von Gevelsberg - oder wie Alexandra Popp sagte: "Richtig, richtig nach Hause".
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