Fans mit gemeinsamer Aktion:Was hinter der Unterbrechung beim Pokalfinale steckt
Eigentlich sind sich die Anhänger des FC Bayern und des VfB Stuttgart in Abneigung verbunden. Beim Pokalfinale machen die Fanszenen mit einer Protestaktion gemeinsame Sache.
Protestspruchbänder beim DFB-Pokalfinale zwischne Bayern München und dem VfB Stuttgart.
Quelle: ImagoMit einer konzertierten Protestaktion haben Fans des VfB Stuttgart und des FC Bayern beim Finale um den DFB-Pokal für eine längere Unterbrechung gesorgt.
Transparente und Sprechchöre gegen den DFB
Zu Beginn der zweiten Halbzeit des Endspiels in Berlin, das die Münchner mit 3:0 für sich entschieden, machten beide Fankurven zunächst mit Transparenten und Sprechchören ihrem Ärger über eine aus ihrer Sicht weitere Einschränkung der Fankultur Luft.
Der FC Bayern München hat das Finale des DFB-Pokals gegen den VfB Stuttgart mit 3:0 (0:0) gewonnen. Harry Kane avancierte durch seinen Dreierpack zum Matchwinner.
23.05.2026 | 5:59 minUnmittelbar nach dem Führungstor durch Bayern-Star Harry Kane zündeten die Ultras massiv Pyrotechnik und hüllten das Olympiastadion in dichte Rauchschwaden.
Pokalfinale im Olympiastadion für mehrere Minuten unterbrochen
Angesichts der Rauchentwicklung konnte Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie erst nach einigen Minuten wieder anpfeifen. Per Stadiondurchsage wurden Fans mit Augenreizungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgefordert, sich an Sanitäter oder medizinisches Personal zu wenden.
Kaum Durchblick: In der zweiten Halbzeit ist das Pokalfinale wegen des massiven Einsatzes von Pyrotechnik einige Minuten unterbrochen.
Quelle: EibnerEin riesiges Banner mit einem durchgestrichenen DFB-Wappen wanderte zuvor einmal um den Unterring des Stadions. Weitere Spruchbänder richteten sich unter anderem gegen die Ticketpreise beim Pokalfinale oder die Innenministerkonferenz.
Jeweils ein Banner in beiden Kurven mit der Aufschrift: "Große Rivalen sind sich einig", machte deutlich, dass die Aktion zwischen den Ultras beider Klubs offensichtlich abgestimmt war.
In der Debatte um die Sicherheit in deutschen Fußballstadien verschärfen die Innenminister den Ton. Die Statistiken sagen etwas anderes aus. Auch Fanorganisationen widersprechen deutlich.
20.03.2026 | 2:32 minPläne der Innenminister sorgen schon länger für Protest
Pläne der Innenminister der Länder etwa in Bezug auf eine Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien hatten schon in der abgelaufenen Saison für massiven Protest der organisierten Fanszenen gesorgt.
Fanvertreter werfen den Politikern in diesem Zusammenhang Populismus vor und verweisen auf Statistiken, die belegten, dass der Stadionbesuch in den Bundesligen sicher sei. Auch auf aus Sicht der Fanvertreter überzogene Polizeieinsätze wird kritisiert.
DFB will Vorkommnisse aufarbeiten
Der DFB reagierte auf die Vorkommnisse beim Pokalendspiel mit folgendem Statement: "Wir freuen uns über eine lebendige Fankultur. Diese darf aber nicht dazu führen, dass die Kurven über Spielunterbrechungen oder gar -abbrüche entscheiden. Alles Weitere werden wir im Nachgang des Pokalfinals beraten und aufarbeiten.
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