Regeländerungen im Überblick: Das ist neu in der Formel 1

Wichtige Regeländerungen im Überblick:Das ist neu in der Formel 1

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Die Formel 1 geht mit den vielleicht größten Regeländerungen ihrer Geschichte in die neue Saison. Erstmals sind Motoren und Chassis gleichzeitig betroffen.

Der Auftakt der Formel 1 in Australien (Sonntag, 5:00 Uhr/MEZ) steht vor der Tür. Die weitreichenden Regeländerungen haben Fahrer und Teams vor eine große Herausforderung gestellt. Hier die wichtigsten Neuerungen:

Elektrische Energie

Einen Hybridantrieb hatten die Formel-1-Autos schon seit 2014 im Heck, dennoch sorgt die neue Power Unit für völlig veränderte Bedingungen. Fast die Hälfte der Energie kommt nun aus dem Elektromotor. 350 Kilowatt beträgt diese Leistung, das entspricht 475 PS und bedeutet eine Verdreifachung im Vergleich zum alten Antrieb.

Es gibt aber ein Problem mit dieser Motorenformel: Die Boliden bräuchten unter Volllast eigentlich mehr Energie, als der Generator pro Runde einsammelt, auf den besonders schnellen Strecken ist dieses Missverhältnis besonders groß. Die Piloten müssen daher künftig häufiger mal rollen lassen, um die Batterie zu laden - damit sie dann anderswo wieder schnell fahren können.

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Klappflügel überall

Auch die völlig veränderte Aerodynamik hat etwas mit dem neuen Antrieb zu tun. Als den Machern nämlich auffiel, wie gravierend der Energiemangel sein wird, versuchten sie, zu retten was zu retten ist. Die logische Formel: Je windschnittiger ein Auto, desto geringer der Bedarf an Energie. Und deshalb gibt es in diesem Jahr die aktive Aerodynamik, Front-und Heckflügel dürfen in definierten Passagen aufgeklappt werden.

Das funktioniert so ähnlich wie das bekannte DRS am Heckflügel, ist aber immer erlaubt - nicht nur in der Nähe eines vorausfahrenden Gegners. Da damit wiederum das DRS als Überholhilfe überflüssig wird, gibt es für diese Situationen einen neuen Helfer: Den Overtake-Mode, einen zusätzlichen Energieschub aus dem Elektromotor.

Kimi Antonelli (Mercedes) feiert seinen Sieg beim Großen Preis von Japan auf dem Podium zusammen mit Ferrari-Pilot Charles Leclerc aus Monaco, der den dritten Platz belegte.
Das verunglückte Auto von Oliver Bearman (Haas F1) beim Großen Preis von Japan 2026 in Suzuka.
Das Safety Car führt das Feld beim Großen Preis von Japan an, einem spannenden Lauf der Formel-1-Weltmeisterschaf.
Kimi Antonelli (Italien) jubelt.
Kimi Antonelli (Italien), George Russell (Großbritannien) und Lewis Hamilton (Großbritannien) stehen.
Andrea Kimi Antonelli (Mercedes, M.) jubelt über die Pole Position neben George Russell (Mercedes, l.) und Lewis Hamilton (Ferrari) im Qualifying zum Chinese Grand Prix am 14. März 2026 auf dem Shanghai International Circuit in Shanghai, China.
Die Shanghai International Circuit bei den Vorbereitungen auf das Rennwochenende
Kimi Antonelli, Russell und Leclerc feiern auf dem Podium am 08.03.2026 in Melbourne, Australien.
Der britische Mercedes-Fahrer George Russell fährt während des Formel-1-Grand-Prix von Australien auf dem Albert Park Circuit in Melbourne am 8. März 2026.
Bortoleto und Hülkenberg während der Testfahrt auf der Albert Park Circuit
Charles Leclerc mit seinem F1-Wagen auf der Albert Park Circuit in Melbourne

Kimi Antonelli schreibt Geschichte

Als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte setzt sich Kimi Antonelli an die Spitze der WM-Gesamtwertung. Die Japan-Siegesserie von Max Verstappen reißt.

Quelle: dpa

Kleinere Autos

Die modernen Formel-1-Autos sind immer größer geworden, und auch hier reagiert man im Sinne des Luftwiderstands. Die Boliden werden schmaler, 1,90 Meter statt 2 Meter. Auch die Breite der Reifen wird reduziert. Zudem, und das hat nichts mit der Aerodynamik zu tun, werden die Autos um 20 cm kürzer und vor allem dadurch auch um etwa 30 kg leichter. Das wiederum ist durchaus im Sinne der Fahrer, die agilere Autos mögen.

08. März Australien / Albert Park Circuit   
15. März China / Shanghai International Circuit  
29. März Japan / Suzuka Racing Course  
12. April Bahrain / Bahrain Int.Circuit   
19. April Saudi-Arabien / Jeddah Street Circuit
03. Mai Miami / Miami International
24. Mai Kanada / Circuit G.Villeneuve  
07. Juni Monaco / Circuit de Monaco     
14. Juni Barcelona / Circuit de Catalunya  
28. Juni Österreich / Red Bull Ring         
05. Juli  Großbritannien / Silverstone Circuit   
19. Juli  Belgien / Spa-Francorchamps     
26. Juli Ungarn / Hungaroring           
23. August Niederlande / Circuit Park Zandvoort  
06. September Italien / Autodromo di Monza    
13. September Spanien / Circuito de Madring   
26. September Aserbaidschan / Baku City Circuit     
11. Oktober  Singapur / Marina Bay Circuit


Elf Teams

Es wird wieder etwas voller auf der Strecke, das liegt allerdings nicht an Audi. Das höchst ambitionierte deutsche Werksteam - ab 2030 wird die WM anvisiert - mit Nico Hülkenberg hat den Schweizer Sauber-Rennstall übernommen und nimmt dessen Platz ein. Richtig neu ist das US-Team Cadillac, das bei den Testfahrten einen verheerenden Eindruck hinterließ und es erstmal schwer haben dürfte. Erstmals seit 2016 nehmen damit wieder elf Rennställe teil.

Lando Norris im Interview zur Vorbereitung auf die Saison 2026
Oscar Piastri während des dritten Tages der Vorbereitung der Formel 1 in Bahrain
Max Verstappen lachend auf der Pressekonferenz zur Vorbereitung in Bahrain
Isack Hadjar bei der Pressekonferenz zur Vorbereitung in Bahrain
George Russell fokussiert beim zweiten Testtag in Bahrain
Kimi Antonelli lächelnd bei der  Pressekonferenz zur Vorbereitung in Bahrain
Lewis Hamilton lachend bei der Pressekonferenz zur Vorbereitung in Bahrain
Charles Leclerc lachend vor dem GP von Abu Dhabi 2025
Carlos Sainz lächelnd bei der Pressekonferenz zur Vorbereitung in Bahrain
Alexander Albon im Interview bei den Testtagen in Bahrain
Liam Lawson an Tag 3 der Formel-1-Testtage in Bahrain
Arvid Lindblad in Teamkleidung der Racing Bulls
Fernando Alonso lächelnd in Teamkleidung bei der Pressekonferenz zur Vorbereitung in Bahrain
Lance Stroll bei der Pressekonferenz zur Vorbereitung in Bahrain
Esteban Ocon lachend bei der Pressekonferenz zur Vorbereitung 2026 in Bahrain
Oliver Bearman gestikulierend bei der Pressekonferenz zur Vorbereitung 2026 in Bahrain
Nico Hülkenberg lachend in Teamkleidung vor dem GP von Australien
Gabriel Bortoleto lächelnd in Teamkleidung beim GP von Australien 2026
Pierre Gasly in Teamkleidung bei der Pressekonferenz zur Vorbereitung in Bahrain
Franco Colapinto in Teamkleidung vor dem GP von Australien
Sergio Pérez in Teamkleidung vor dem GP von Australien
Valtteri Bottas in Teamkleidung vor dem GP von Australien

Lando Norris, McLaren Mastercard

Der Weltmeister von 2025 gewann sieben Grands Prix in der vergangenen Saison und holte zwischenzeitlich einen Rückstand von 34 Punkten zu Stallkollegen Oscar Piastri auf.

Quelle: dpa | Bradley Collyer

Alte Fahrer

Bei all den Veränderungen brauchte die Formel 1 wohl zumindest etwas Konstanz. Nur ein einziger Rookie wurde hineingelassen, der Engländer Arvid Lindblad (18) fährt für das Red-Bull-Juniorteam Racing Bulls. Sogar die beiden neuen Sitze bei Cadillac gingen an zwei Altbekannte: Sergio Perez und Valtteri Bottas (beide 36) kehren aus der Rennfahrer-Rente zurück.

Bekannte Favoriten

Die Schnellsten dürften trotz aller Veränderungen erwartbar sein und aus diesem Kreis kommen: Mercedes mit George Russell und Kimi Antonelli, McLaren mit Weltmeister Lando Norris und Oscar Piastri, Ferrari mit Lewis Hamilton und Charles Leclerc und Red Bull mit Verstappen und Isack Hadjar.

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Quelle: Reuters

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Quelle: sid
Das ZDF berichtete zu diesem Thema in seinem Beitrag "Norrris: Eine große Herausforderung" am 05.03.2026.
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