AfD-Chefin Weidel im ZDF-Sommerinterview

Exklusiv

AfD-Vorsitzende im ZDF-Sommerinterview:Alice Weidel nennt Regierungspolitiker "Flachzangen"

Jan Henrich

von Jan Henrich

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Im ZDF-Sommerinterview gibt sich AfD-Chefin Alice Weidel siegessicher - mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen und auch im Bund. Scharfe Töne richtet sie gegen die CDU.

Alice Weidel im Sommerinterview mit Wulf Schmiese.

AfD-Chefin Alice Weidel richtet scharfe Worte an "die da oben" und zeigt sich siegessicher mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen.

23.08.2026 | 1:00 min

Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel hat sich im ZDF-Sommerinterview siegessicher gezeigt - nicht nur mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Die AfD werde regieren, in einzelnen Bundesländern und auch im Bund. Die CDU hingegen werde keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen, so Weidel. Sie habe die Nase voll.

Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen.

Alice Weidel, AfD-Vorsitzende

Sie wolle den Menschen zeigen, was ihre Partei könne und dass die AfD "Recht und Gesetz umsetzen" werde. Zugleich sagte Weidel mit Blick auf eine Zusammenarbeit mit anderen Partei: "Ich bin bereit mit jedem zu arbeiten, solange er fähig ist." Aber sie wolle nicht zulassen, dass Menschen "über den Tisch gezogen werden und angelogen werden" wie von der CDU und von der SPD.

Weidel verteidigt AfD-Positionen in der Migrationspolitik

Weidel bekräftigte Forderungen ihrer Partei nach einer schärferen Migrationspolitik und einem Ende des Verbrennerverbots. Keine Eingriffe in den Markt und keine Verbotspolitik, so fasste die AfD-Chefin ihre wirtschaftspolitischen Positionen zusammen. Klimawandel habe es schon immer gegeben, so Weidel. Maßnahmen dagegen brauche es nicht.

Auf die Frage, wie die deutsche Industrie die immer stärker werdende Nachfrage nach E-Autos in China bedienen könne, entgegnete sie, dass sie niemandem vorschreiben wolle, welches Auto er fahren dürfe. "Markt- und Technologieoffenheit" sei ihr Rezept.

Weidel sieht nach eigener Darstellung durch Migration die innere Sicherheit gefährdet. Jeder könne rein, überall gebe es Messerattacken und Gruppenvergewaltigungen, sagte die AfD-Vorsitzende.

Alice Weidel im Sommerinterview mit Wulf Schmiese.

AfD-Vorsitzende Alice Weidel hat im ZDF-Sommerinterview die Forderungen ihrer Partei nach einer schärferen Migrationspolitik bekräftigt. Die öffentliche Sicherheit sei gefährdet.

23.08.2026 | 1:10 min

Auf die Frage von Moderator Wulf Schmiese, wie die AfD im Zusammenhang mit Abschiebungen mögliche Rücknahmeabkommen mit Ländern wie Syrien oder Afghanistan organisieren wolle, gab Weidel keine direkte Antwort. Sie wolle allerdings auf "Prävention" setzen und die Grenzen schließen. Deutschland solle dafür aus dem Schengen-Abkommen austreten.

Zudem kritisierte Weidel die Einbürgerung von Menschen aus Syrien. Wer länger als fünf Jahre in Deutschland lebt, kann unter bestimmten Voraussetzungen die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten.

AfD-Chefin bezeichnet Euro als instabile Währung

Ebenfalls verteidigte Weidel die Position ihrer Partei zu einem Austritt aus dem Euro. Die AfD hatte eine entsprechende Forderung noch 2025 in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl stehen. Der Euro sei eine instabile Währung, was mit Vermögensverlusten für die "normale Bevölkerung" einhergehe.

Deutschland ging es deutlich besser vor der Euro-Einführung.

Alice Weidel, AfD-Vorsitzende

Isoliert sieht Weidel ihre Partei mit ihrer Euro- und auch EU-kritischen Sicht nicht, obwohl rechte Schwesterparteien in Europa mittlerweile in Teilen auf Distanz zur AfD gehen.







Über dieses Thema berichtet das ZDF am 23.08.2026 im ZDF-Sommerinterview, vorab online in Auszügen ab 15:20 Uhr.