Wohnungsnot in Barcelona: Zehntausende gegen hohe Mieten

Massenprotest in Spanien:Wohnungsnot in Barcelona: Zehntausende gegen hohe Mieten

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Tausende protestieren in Barcelona gegen die Wohnungsnot. Wegen gescheiterter Gesetze rief Premier Sánchez Neuwahlen aus. Spanien könnte vor einem polarisierenden Wahlkampf stehen.

Massenprotest gegen Wohnungsnot und hohe Mieten in Barcelona

Massenprotest gegen Wohnungsnot und hohe Mieten in Barcelona

Quelle: AP | Emilio Morenatti


Zehntausende Menschen haben in Barcelona gegen Wohnungsnot und zu hohe Mieten demonstriert. Die Zahlen über die Beteiligung bei der Kundgebung im Zentrum der katalanischen Metropole gingen dabei weit auseinander. Während die Behörden von 20.000 Teilnehmern sprachen, gingen die Organisatoren von 120.000 Menschen aus.

Ausschreitungen und Festnahmen in Barcelona

Die Demonstration am Abend blieb größtenteils friedlich, gegen Ende kam es jedoch zu vereinzelten Auseinandersetzungen. Einige Demonstranten warfen Flaschen und Stühle einer Bar in Richtung der Polizei und steckten mehrere Container in Brand. Laut Medien nahm die Polizei mehrere Jugendliche fest.

Spanien, Madrid: Campingzelte stehen im Protestcamp für bezahlbaren Wohnraum an der Puerta del Sol in Madrid (Spanien). Das Protestcamp für bezahlbaren Wohnraum auf der Puerta del Sol dauert an, während die Teilnehmer auf politische Reaktionen auf den Aufruf des Ministerpräsidenten zu Neuwahlen warten.

Die Wohnungsnot in Spanien hat weitere Folgen: Regierungschef Sánchez kündigte Neuwahlen für Ende November an. Die Dekrete zur Bekämpfung des Problems sind im Parlament gescheitert.

05.10.2026 | 2:35 min

Auf der Veranstaltung hatten die Demonstranten zuvor mehr Wohnraum gefordert. "Das versteht man nicht: Menschen ohne Wohnungen und Wohnungen ohne Menschen", hieß es unter anderem.

Regierung in Krise: Sánchez kündigt Neuwahlen an

Spaniens sozialistischer Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte am Montag Neuwahlen für den 29. November angekündigt. Zuvor waren im Parlament, in dem Sánchez keine Mehrheit mehr besitzt, zwei Dekrete zur Bekämpfung der Wohnungsnot in Spanien gescheitert.

Schaltgespräch zwischen Dunja Hayali und Thomas Walde

Nach der Ausrufung von Neuwahlen in Spanien werde der Wahlkampf dort "kurz und sehr heftig" werden, sagt ZDF-Korrespondent Thomas Walde. Eine Richtungsentscheidung stehe bevor.

05.10.2026 | 2:15 min

Dass Spaniens Regierungschef zu diesem Mittel greifen musste, zeugt von tiefer politischer Instabilität. Nach Einschätzung von ZDF-Korrespondentin Susanne Freitag-Carteron agiere Sánchez mittlerweile handlungsunfähig. Zugleich stellt ZDF-Korrespondent Thomas Walde Spanien auf einen zutiefst "polarisierenden Wahlkampf" ein.

Zwangsräumung einer 87-Jährigen als Auslöser für Proteste

Auslöser für die momentanen Proteste ist der aufsehenerregende Fall einer 87-Jährigen, deren Wohnung in Madrid zwangsweise geräumt wurde. In Madrid und anderen spanischen Städten gab es daraufhin bereits große Demonstrationen gegen hohe Mieten, fehlende Wohnungen und unzureichenden Schutz vor Zwangsräumungen.

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Quelle: dpa, ZDF
Über dieses Thema berichtete das ZDF in diversen Sendungen, unter anderem bei heute in Europa am 05.10.2026 ab 16 Uhr.
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