Nach Flugzeugabsturz: Air India will Opferfamilien Geld zahlen

Nach Flugzeugabsturz in Indien:Air India will Opferfamilien Geld zahlen

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Bei dem Absturz eines Passagierflugzeugs in Indien kamen fast alle Menschen an Bord ums Leben. Die Fluggesellschaft Air India kündigt nun finanzielle Hilfe für Angehörige an.

Indien, Ahmedabad: Menschen betrachten die Wrackteile des am Donnerstag (12.06.2025) abgestürzten Flugzeugs von Air India.

Nach Medienberichten kamen bei dem Flugzeugabsturz mindestens 270 Menschen ums Leben. Darunter auch Menschen am Boden.

Quelle: Rafiq Maqbool/AP/dpa

Nach dem verheerenden Flugzeugabsturz in Ahmedabad hat Air India angekündigt, an die Familien der Todesopfer zunächst 250.000 Rupien (etwa 2.500 Euro) zu zahlen. Das Geld solle helfen, den sofortigen finanziellen Bedarf der betroffenen Familien zu decken, teilte die Fluggesellschaft auf X mit.

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Auch der einzige Überlebende unter den 242 Menschen an Bord erhalte das Geld. Die Summe soll demnach zusätzlich zu den 10 Millionen Rupien (100.570 Euro) ausgezahlt werden, die der Mutterkonzern Tata Group stellen will.

Medienberichte: Mindestens 270 Tote in Ahmedabad

Nach übereinstimmenden Berichten des Senders NDTV und anderer indischer Medien, die sich auf Beamte und Ärzte berufen, kamen bei der Katastrophe vom Donnerstag mindestens 270 Menschen im Flugzeug und am Boden in Ahmedabad ums Leben. Von der Regierung wurden bisher keine offiziellen Zahlen genannt.

Aus Kreisen der örtlichen Polizei in Ahmedabad hieß es am Samstag, eine genaue Opferzahl könne erst später genannt werden, da gefundene Leichenteile an der Absturzstelle bislang nicht durch DNA-Abgleiche zugeordnet werden könnten. Viele Leichen seien bis zur Unkenntlichkeit verkohlt, hieß es.

Auch gelten demnach noch Menschen als vermisst. Sie könnten daher nicht zu den Toten gezählt werden. Auch offizielle Zahlen zu Vermissten oder Verletzten gab es zunächst nicht.

Unfalluntersuchung in Indien: Bericht in drei Monaten erwartet

Das Ministerium für Zivilluftfahrt kündigte die Bildung eines Komitees an, das spätestens in drei Monaten einen Bericht zu den Unfalluntersuchungen vorlegen soll. Der Ausschuss unter Leitung des Innenministeriums werde damit beauftragt, unter anderem "die Grundursache des Absturzes" festzustellen und Empfehlungen zu geben, wie solche Unfälle besser verhindert werden können.

Dem Komitee sollen Vertreter verschiedener Behörden angehören, die ihre Arbeit unabhängig von bereits laufenden Untersuchungen verrichten.

Boeing 787-8 prallte gegen Studentenwohnheim

Die Maschine war kurz nach dem Start vom Flughafen in Ahmedabad im westlichen Bundesstaat Gujarat auf ein Wohngebiet gestürzt und in einem Feuerball aufgegangen.

Zuvor war sie gegen ein Studentenwohnheim der medizinischen Hochschule der Stadt geprallt. Nach Angaben der Fluggesellschaft wurden 241 Menschen an Bord getötet, ein britischer Passagier überlebte. Die Boeing 787-8 war nach London unterwegs.

Quelle: dpa
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