Skihotel in der Türkei:19 Menschen nach Hotelbrand in U-Haft
Sie konnten den Flammen nicht entkommen: 78 Menschen starben bei dem verheerenden Brand in einem türkischen Skihotel. Inzwischen sitzen 19 Verdächtige in Untersuchungshaft.
Das Feuer war in der Nacht auf Dienstag in einem Hotel mit 238 Gästen in der nordwestlichen Provinz Bolu ausgebrochen. (Archivfoto)
Quelle: AFP/Ozan KoseNach dem Feuer-Drama in einem Skihotel in der Türkei mit 78 Toten sind inzwischen 19 Verdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Darunter sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu der Besitzer sowie der Manager des Hotels, der Chef der lokalen Feuerwehr und der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Bolu. Zudem sei ein Mitarbeiter einer zuständigen Inspektionsfirma zur Fahndung ausgeschrieben worden.
Bei einem Brand in einem türkischen Skihotel sind dutzende Menschen gestorben. Drohnenaufnahmen in diesem unkommentierten Video machen die Ausmaße der Zerstörung deutlich.
24.01.2025 | 6:56 minFlüchtende Hotelgäste sprangen aus Fenster
Das Feuer war vergangene Woche in einem Skihotel mit mehr als 230 Gästen in der nordwestlichen Provinz Bolu ausgebrochen. Teilweise versuchten die Menschen, sich mit zusammengeknüpften Betttüchern oder einem Sprung aus dem Fenster zu retten. Viele konnten den Flammen nicht entkommen.
Der Brand hat für große Empörung in der Bevölkerung gesorgt, weil Brandschutzmaßnahmen mutmaßlich massiv vernachlässigt wurden.
Es habe wohl niemand "einen Alarm gehört", berichtet Carsten Rüger, ZDF-Reporter in Istanbul.
22.01.2025 | 3:33 minKritik an Ermittlungen
Die Zentralregierung und die von der CHP in der Opposition geführte Gemeinde Bolu schieben sich seit Tagen gegenseitig die Schuld an der Katastrophe zu.
Hier hat sich der Hotelbrand ereignet: Kartalkaya in der Region Bolu in der Türkei.
Quelle: ZDFDie Türkei hat eine düstere Bilanz, was die Sicherheit von Gebäuden angeht. Erst am Freitagabend war im zentralanatolischen Konya ein Haus eingestürzt, zwei Menschen kamen ums Leben. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar.
Im vergangenen Jahr waren etwa 29 Menschen bei einem Brand in einem Nachtklub in Istanbul getötet worden. Für die hohe Opferzahl von offiziell mehr als 50.000 Toten durch die Erdbeben im Jahr 2023 machen Experten unter anderem Mängel an der Bausubstanz verantwortlich.
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