Suche nach Vermissten:Nach schwerem Beben: Japan meldet mehrere Tote
Nach dem schweren Beben in Japan suchen Rettungskräfte weiter nach Vermissten, befürchtet wird, dass die Zahl der Opfer noch steigt. Die Behörden sprechen von bislang 13 Toten.
Explosion vermutlich durch Gasleck: Nach dem Beben suchen Rettungskräfte in einem Einkaufszentrum in Japan weiter nach Vermissten.
Quelle: epaNach dem schweren Erdbeben in Japan ist die Zahl der Todesopfer auf 13 gestiegen. Rettungskräfte suchten weiter nach Vermissten, sagte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi. Die Sucharbeiten dauerten über Nacht an. Befürchtet wird, dass die Zahl der Opfer noch steigt.
"Es gibt noch Menschen, die auf Rettung warten, und die Zeit drängt", sagte Takaichi. Man werde alles daransetzen, so viele wie möglich zu finden und zu retten. Zahlreiche Menschen seien zudem verletzt, die Schäden "umfangreich". Mehr als 9.000 Menschen harrten am Mittwoch in Notunterkünften aus.
Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat den Südwesten Japans getroffen. Mehrere Menschen wurden getötet und zahlreiche Menschen verletzt. Die Tsunamiwarnung wurde wieder aufgehoben.
28.07.2026 | 0:29 minDas Beben der Stärke 7,1 hatte am späten Dienstagnachmittag die Region Kumamoto auf der südlichen Hauptinsel Kyushu erschüttert. Mehrere Nachbeben folgten. Gebäude und Straßen wurden teils stark beschädigt, es brachen Brände aus.
Explosion in Einkaufszentrum vermutlich durch Gasleck
Bei einer verheerenden Explosion in einem Einkaufszentrum infolge des Bebens kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Nach stundenlangem Rettungseinsatz seien die beiden Frauen in der Nacht tot geborgen worden, berichtete der japanische TV-Sender NHK. Auch hier suchen die Einsatzkräfte nach weiteren Opfern. "Es gilt aber als sicher, dass noch Angestellte verschüttet sind", zitiert NHK die Polizei. Ob auch Kunden darunter seien, sei unklar.
Als Ursache für die Explosion wird ein Gasleck vermutet. Der Sender zeigte Aufnahmen eines Autofahrers vom Moment der enormen Explosion, die Decken und Wände einstürzen ließ und das Stahlgerüst des Gebäudes freilegte.
Die Momenten-Magnituden-Skala misst, wie stark ein Erdbeben war.
Zug entgleist, Landebahn gesperrt
In einer Papierfabrik stürzte zudem ein Schornstein ein. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden Menschen unter den Trümmern verschüttet, mehrere galten noch als vermisst. Zwei Tote wurden geborgen.
Im Bahnhof Yatsushiro entgleiste ein Zug und kippte auf die Seite. Die Start- und Landebahn des Flughafens Aso Kumamoto wurde gesperrt. Außerdem wurden Steinmauern der Burg Kumamoto beschädigt, die bereits beim schweren Erdbeben von 2016 stark beschädigt worden war und noch immer restauriert wird.
Zahlreiche große Unternehmen auf Kyushu stellten ihre Produktion am Dienstag vorübergehend ein, wollten den Betrieb am Mittwoch aber wieder aufnehmen. Die Behörden warnten auch für die kommenden Tage vor möglichen weiteren starken Erschütterungen in der Region.
So entsteht ein Erdbeben:
Die Gesteinsplatten der Erdkruste sind ständig in Bewegung. Sie können sich verhaken und eine enorme Spannung aufbauen. Löst sich diese ruckartig, bebt die Erde.
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