Brand in Hongkong: Zahl der Toten steigt weiter - Drei Festnahmen

Drei Festnahmen:Brand in Hongkong: Zahl der Toten steigt weiter

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Nach dem Brand in einem Wohnkomplex in Hongkong steigt die Zahl der Todesopfer. Drei Männer wurden festgenommen - und die Feuerwehr vermutet: Auch die Feuermelder haben versagt.

Die Feuerwehr spritzt Wasser auf Gebäude, die ein Großbrand am Wang Fuk Court erfasst hatte.

Nach dem Hochhausbrand in Hongkong steigt die Zahl der Opfer weiter. Nach jüngsten Angaben starben mindestens 128 Menschen.

28.11.2025 | 0:15 min

Nach dem verheerenden Hochhausbrand in Hongkong ist die Zahl der Toten am Freitag nach Angaben der Behörden auf mindestens 128 angestiegen. Dutzende weitere Menschen wurden bei dem Inferno im Stadtteil Tai Po verletzt, darunter auch zehn Feuerwehrleute.

Die Zahl der Toten könnte noch weiter steigen: Der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone, John Lee, hatte am Donnerstagmorgen von mehr als 250 Vermissten gesprochen, seitdem wurde keine neue Zahl an Vermissten herausgegeben.

Feuerwehr: Brand nach fast 48 Stunden gelöscht

Nach fast 48 Stunden im Kampf gegen die Flammen konnte das Feuer am Freitag gelöscht werden, teilte die Feuerwehr mit. Die Gebäude sollen nun abkühlen, ehe Experten sie auf ihre Stabilität untersuchen können.

Es ist die tödlichste Feuerkatastrophe in der chinesischen Sonderverwaltungsregion seit Jahrzehnten. Warum die Flammen am Mittwoch an einem der Gebäude ausbrachen, wird noch untersucht. Sicherheitssekretär Chris Tang erklärte, die Untersuchung könnte sich noch über Wochen ziehen.

Miriam Steimer | ZDF-Ostasien-Korrespondentin in Peking

"Die Löscharbeiten sind schwierig", berichtete ZDF-Korrespondentin Miriam Steimer am Donnerstag zum Hochhausbrand in Hongkong. Die Feuerwehrleute kämpften sich Stockwerk für Stockwerk nach oben.

27.11.2025 | 3:01 min

Drei Männer einer Baufirma festgenommen

Das Feuer war am Mittwoch in der Wohnanlage Wang Fuk Court im Stadtteil Tai Po ausgebrochen und hatte sich rasch über mehrere Hochhäuser ausgebreitet. Die Behörden riefen Alarmstufe fünf - die höchste Kategorie - aus. Die Siedlung besteht aus acht Blöcken mit je mehr als 30 Stockwerken und fast 2.000 Wohnungen. Die Hochhäuser waren wegen Renovierungsarbeiten vollständig in Bambusgerüste und Schutznetze gehüllt.

Drei Männer wurden festgenommen - die Behörden ermitteln gegen sie wegen fahrlässiger Tötung. Laut Medienberichten handelt es sich um zwei Direktoren und einen technischen Berater einer Baufirma. Bei einer Razzia in den Büroräumen der Firma seien Ausschreibungsunterlagen, Computer und Mobiltelefone beschlagnahmt worden.

Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen das Feuer in einem Wohnkomplex in Hongkong unter Kontrolle zu bringen.

Auch ein 37-jähriger Feuerwehrmann ist bei dem Einsatz ums Leben gekommen.

Quelle: action press

Die Behörden vermuteten auch, dass Brandschutzbestimmungen missachtet und Materialien verwendet wurden, die nicht erlaubt waren, berichtet ZDF-Korrespondentin Miriam Steimer: "Zum Beispiel wurden Fenster gefunden, die mit Styropor zugemacht waren." Das könnte dazu geführt haben, dass sich das Feuer noch schneller ausbreiten konnte.

Haben auch die Feuermelder versagt?

Die Feuerwehr vermutet inzwischen, dass auch die Feuermelder bei dem Inferno versagt haben. Das Alarmsystem in dem Wohnkomplex Wang Fuk Court "funktionierte nicht richtig", erklärte der Chef der Feuerwehr, Andy Yeung, am Freitag vor Journalisten. Das zuständige Wartungsunternehmen werde zur Verantwortung gezogen.

Hongkongs Regierungschef John Lee ordnete derweil an, alle Gebäude in der chinesischen Sonderverwaltungsregion, die derzeit großflächig renoviert werden, zu überprüfen.

Aus Peking übermittelte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Beileidsbekundungen, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Er sicherte der Sonderverwaltungsregion Unterstützung zu.

Xi Jinping läuft eine Soldatenreihe auf einem roten Teppich ab.

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12.05.2025 | 52:25 min

In Hongkong stehen einige der am dichtesten bewohnten und höchsten Wohnblöcke der Welt. Früher gehörten tödliche Feuer zum Alltag, insbesondere in ärmeren Stadtvierteln. In den vergangenen Jahrzehnten wurden jedoch die Sicherheitsmaßnahmen verschärft, sodass solche Brände heute viel seltener vorkommen.

Quelle: dpa, AFP, ZDF

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