Laos: Vier weitere Goldsucher befreien sich selbst aus Höhle

Rettungsmission pausierte:Höhlenunglück in Laos: Vier Überlebende befreien sich selbst

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Freude in Laos: Vier weitere Überlebende des Höhlenunglücks sind frei. Sie haben es allein aus dem Berg geschafft. Die Suche nach den zwei immer noch Vermissten soll weitergehen.

Höhlenrettung in Laos

Die Rettungsmission in einer Höhle in Laos ist ins Stocken geraten - die Bergung kann vorerst nicht fortgesetzt werden.

Quelle: epa

Vier Goldsucher, die tagelang in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossen waren, sind wieder frei und in Sicherheit.

Sie hätten es am Nachmittag (Ortszeit) allein geschafft, sich aus dem Berg zu befreien, sagte der an der Rettungsmission beteiligte Höhlentaucher Josh Richards der Deutschen Presse-Agentur. Auch der US-Sender CNN bestätigte diese Angaben. Von zwei weiteren Vermissten fehlt nach wie vor jede Spur.

"Sie haben es alleine gemacht"

Auf einem Video, das der dpa vorlag, war zu sehen, wie die vier Männer nach und nach unter dem Jubel der Rettungskräfte aus dem Berg stiegen. Wie genau es ihnen gelungen ist, durch die extrem engen Tunnel und überfluteten Passagen den Ausgang zu erreichen, war zunächst unklar.

Sie haben es ganz alleine gemacht - wir waren gerade Wasser am Abpumpen und vor der Höhle.

Josh Richards, Höhlentaucher

Richards weiter: "Ich wollte gerade wieder in die Höhle hineingehen, als sie da plötzlich rauskamen."

Das Wasser in der Höhle sei offenbar so weit gesunken, dass die Goldsucher nicht tauchen mussten. Das galt als eines der größten Probleme der Rettungsmission - denn die Männer hatten keinerlei Erfahrung mit Tauchausrüstung. Sie werden laut Richards nun von Ärzten untersucht.

Rettungsmission pausierte - Risiko zu groß

Kurzfristige Hilfe von außen für die nun Freien war nicht zu erwarten gewesen: Nach der erfolgreichen Rettung des ersten eingeschlossenen Goldsuchers am Freitag sollte es vorerst keinen weiteren Bergungsversuch für die übrigen vier Eingeschlossenen geben. Richards hatte gesagt, das Risiko für weitere Bergungsversuche sei derzeit zu hoch.

Auf diesem von der Rettungsorganisation «Metta Tham Rescue Kalasin» via AP zur Verfügung gestellten Foto ist einer der Retter (l) zu sehen, der in einer Höhle eingeschlossene Menschen befreit hat.

Am Mittwoch hatten die Rettungsteams nach mehr als einer Woche fünf der vermissten Goldsucher in einer überfluteten Höhle in Laos lebend gefunden.

27.05.2026 | 0:19 min

Überlebende Goldsucher gesundheitlich angeschlagen

Die Zeit für die Überlebenden drängte, inzwischen gab es gesundheitliche Probleme. So hätten einige Hautprobleme wegen der Feuchtigkeit und andere Magen- und Darmprobleme, sagte Kengkard Bongkawong aus dem thailändischen Rettungsteam in einem Telefoninterview mit CNN. Ein weiteres Problem war der Sauerstoffmangel: Die Luft in der Kammer und in den engen Tunneln war Berichten zufolge sehr schlecht.

Die Goldsucher waren vor rund zehn Tagen in der Höhle von Fluten und einem Erdrutsch überrascht worden. Vorausgegangen war heftiger Monsunregen. Seither harrten sie Hunderte Meter vom Eingang entfernt in einer engen Kammer aus.

Auch die Einsatzteams waren inzwischen völlig erschöpft, sagte Richards. Mehrere internationale Spezialisten aus verschiedenen Ländern unterstützten seit Tagen die Einsatzkräfte vor Ort.

Suche nach zwei Vermissten soll weitergehen

Im Laufe des Tages soll Berichten zufolge die Suche nach den zwei noch vermissten Männern weitergehen. Bislang fehlt von ihnen jede Spur, obwohl ein großer Teil der Höhle bereits abgesucht wurde. Die Hoffnung, sie noch lebend zu finden, gilt als gering. "Wir haben nicht mehr viele Orte übrig, an denen wir suchen können", erklärte der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi bereits am Freitag.

Es gebe in den bislang unzugänglichen Bereichen der Höhle keine trockenen Stellen, an denen Menschen eine Woche lang hätten überleben können, betonte er.

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Quelle: dpa
Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress am 27.05.2026 um 16:10 Uhr in dem Beitrag "Laos: Fünf Goldsucher in Höhle gefunden".

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