Niedrigster Wert seit 2021:Kliniken: Zahl der Alkoholvergiftungen sinkt
Vollrausch bis ins Krankenhaus - mehr als 60.000 Mal war das 2023 der Fall. Der Trend sinkender stationärer Behandlungen wegen akuter Alkoholvergiftungen hält damit an.
Die Zahl der Klinikaufenthalte wegen Alkoholvergiftungen sank 2023 auf den tiefsten Wert seit 2001.
Quelle: dpaDie Zahl der stationären Krankenhausaufenthalte wegen akuten Alkoholmissbrauchs ist zum siebten Mal in Folge gesunken. 62.300 Menschen mussten 2023 wegen einer akuten Alkoholvergiftung in eine Klinik.
"Es gibt keine unbedenkliche Menge an Alkohol, die man zu sich nehmen kann, für die Gesundheit", so Dr. Daniela Koppold, Allgemeinärztin an der Charité Berlin.
10.01.2025 | 6:47 minDas sei die niedrigste Zahl dieser Behandlungen seit 2001, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. 2013 kamen demnach noch 116.500 Menschen mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. 2023 waren es 46,5 Prozent weniger.
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Zwei Drittel der Eingewiesenen sind Männer
Rund 42.900 Jungen und Männer wurden wegen akuter Alkoholvergiftungen stationär behandelt - das waren 68,8 Prozent aller Fälle. In fast allen Altersgruppen liegt der Männeranteil über dem der Frauen.
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Einzige Ausnahme bilden die 10- bis 14-Jährigen: Hier beträgt der Anteil der Jungen lediglich 34,3 Prozent. Am stärksten ist der Geschlechterunterschied in der Altersgruppe der 40- bis 44-Jährigen. Bei ihnen wurden in 73,9 Prozent der Fälle Männer behandelt.
Immer mehr Menschen verzichten im Januar auf alkoholische Getränke. Das dient auch der Suchtprävention, sagen Experten.
03.01.2025 | 1:49 minRückgang auch bei 15- bis 19-Jährigen
Auch in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen ging die Zahl der Fälle im Zehn-Jahres-Vergleich stark zurück. Die behandelten akuten Alkoholvergiftungen sanken um 60,9 Prozent auf knapp 7.800 Jugendliche.
Dennoch werden laut Bundesamt in dieser Altersgruppe die meisten stationären Behandlungen wegen akuten Alkoholmissbrauchs verzeichnet. Danach folgt die Gruppe der 40- bis 44-Jährigen mit 6.400 Fällen.
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