Trinkgeld geben: Wie viel ist richtig?

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Trinkgeld geben: Wie viel ist richtig?

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Mann wirft Münze in ein Trinkgeldglas in einem Café.
Quelle: imago/Westend61

Manchmal gibt man Trink-Geld.

Das ist ein kleines Extra-Geld für guten Dienst.

In Deutschland muss man kein Trink-Geld geben.

Aber es ist üblich.

Viele Geschäfte schlagen heute vor, wie viel Trink-Geld man geben soll.

Das passiert, wenn man mit Karte oder Mobil-Telefon bezahlt.

Eine Um-Frage hat gezeigt:

Nur 29 von 100 Menschen finden diese Vor-Schläge gut.

Besonders ältere Menschen mögen das nicht.

Viele denken: Die Vor-Schläge führen dazu, dass man mehr Trink-Geld gibt.

Man gibt dann mehr Trink-Geld, als man wollte.

Was bedeutet Trink-Geld?

Jonathan Lösel vom Deutschen Knigge-Rat sagt:

Trink-Geld zeigt, dass man zufrieden war.

Man mag die Stimmung und den Dienst.

Wie viel Trink-Geld ist normal?

In Deutschland gibt man meistens fünf bis zehn Prozent vom Preis als Trink-Geld.

Das gilt besonders in Gast-Stätten.

Wenn der Preis sehr hoch ist, gibt man eher fünf Prozent.

Wenn der Dienst sehr gut war, kann man auch mehr als zehn Prozent geben.

Trink-Geld in der Gast-Stätte und beim Liefer-Dienst

In der Gast-Stätte kann man vieles bewerten:

  • die Stimmung

  • wie man Sie bedient

  • wie das Essen schmeckt

Der Kellner in der Gast-Stätte bedient mehrere Tische.

Der Liefer-Dienst liefert nur an eine Adresse.

Das kann man beim Trink-Geld beachten.

Beim Liefer-Dienst gibt man meistens zwei bis drei Euro.

Jonathan Lösel empfiehlt:

Geben Sie das Trink-Geld direkt der Person, die Sie bedient hat.

So kommt es sicher bei ihr an.

Trink-Geld im Urlaub

In Hotels ist es auch üblich, Trink-Geld zu geben.

Man gibt etwa ein bis zwei Euro pro Nacht.

Man kann das Trink-Geld am Ende des Urlaubs:

  • im Zimmer lassen

  • den Mit-Arbeitern geben

Man kann das Geld in einen Um-Schlag stecken, damit es nicht jeder sieht.

Auf Kreuzfahrt-Schiffen sagen sie oft schon, wie viel Trink-Geld man geben soll, wenn man bucht.

Das Schiff darf nicht einfach Trink-Geld vom Konto abbuchen.

Das gilt, wenn man der Abbuchung nicht zugestimmt hat.

Das hat ein Gericht entschieden.

Bei einem Reise-Führer hängt das Trink-Geld davon ab, wie viele Menschen mitmachen.

Bei einer privaten Führung sind zehn bis 15 Euro passend.

Man kann in einer großen Gruppe überlegen, wie viel man geben möchte.

In anderen Ländern kann das Trink-Geld ganz anders sein als in Deutschland.

Trink-Geld beim Friseur, Taxi und Handwerker

Bei kurzen Taxi-Fahrten rundet man auf den nächsten Euro auf.

Bei längeren Fahrten kann man fünf bis zehn Prozent vom Preis geben.

Beim Friseur sind auch fünf bis zehn Prozent Trink-Geld normal.

Man kann überlegen:

  • ob man sich wohlgefühlt hat

  • ob die Mit-Arbeiter sich Zeit genommen haben

  • ob man mit dem Ergebnis zufrieden ist

In Kneipen oder Gast-Stätten rundet man den Preis auf.

Auch Handwerker freuen sich über ein kleines Trink-Geld.

Man kann ihnen auch Getränke oder Essen anbieten, wenn sie arbeiten.

Im Tattoo-Studio kann man dem Tätowierer fünf bis zehn Prozent vom Preis als Danke-Schön geben.

Einmaliges Trink-Geld als Danke-Schön

Manche Dienst-Leister bekommen normalerweise kein Trink-Geld.

Jonathan Lösel sagt:

Man kann ihnen am Ende des Jahres ein einmaliges Trink-Geld geben.

Zum Beispiel:

  • den Müll-Männern

  • den Post-Boten

  • den Reinigungs-Kräften kann man so danken.