Tanzen im Alter: Gut für Körper und Geist
Quelle: Westend61
Wenn Menschen älter werden, werden ihre Muskeln schwächer.
Sie können sich nicht mehr so gut bewegen.
Die Gefahr, dass sie stürzen, wird größer.
Die Gefahr wird größer, an Demenz zu erkranken.
Wenn ältere Menschen sich weniger bewegen, haben sie auch weniger Freude am Leben.
In Senioren-Heimen gibt es oft nicht genug Möglichkeiten, sich zu bewegen.
Tanzen im Senioren-Heim
Georg Stallnig ist ein Tanz-Lehrer aus Köln.
Er bietet regelmäßig Tanz-Stunden in Senioren-Heimen an.
Er sagt: "Die Musik macht die alten Menschen lebendig."
Man sieht, wie die Musik ihnen neue Kraft gibt.
Bekannte Lieder wecken schöne Erinnerungen in den Bewohnern:
- Schlager
- Walzer
- Volks-Lieder
Wenn die Musik anfängt, wippen die Beine mit.
Die Hände klatschen.
Dann folgen weitere Bewegungen.
Wer sitzen bleibt, schwingt im Stuhl mit.
Wer aufstehen möchte, tanzt nach kurzer Zeit über die Tanz-Fläche.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
- den klassischen Paar-Tanz
- gemeinsame Bewegungen in der Gruppe
- im Roll-Stuhl mitwippen
Alles ist möglich.
Herr Stallnig zwingt niemanden dazu, mitzumachen.
Tanzen im Alter ist sehr wichtig
Anita Hökelmann ist Bewegungs-Wissenschaftlerin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Sie sagt: Es ist nicht gut, wenn ältere Menschen alleine sind.
Musik hören und sich dazu bewegen, bringt Menschen zusammen.
Eine Langzeit-Studie mit älteren Menschen hat gezeigt: Tanzen kann sich gut auf Folgendes auswirken:
- das Gehirn
- die Psyche
- Beweglichkeit
Gute Seiten des Tanzens
Man weiß schon lange, dass Bewegung im Alter gesund ist.
Aber wenn man tanzt, kommt noch etwas dazu.
Frau Hökelmann sagt:
"Musik ist wie ein Schlüssel: Sie weckt die Vergangenheit."
Wenn ältere Menschen den Rhythmus fühlen, kommen Gefühle hoch.
Sie spüren das Tempo.
Studien haben gezeigt: Wenn man Tanz-Training macht, kann sich Folgendes verbessern:
- das Gedächtnis
- die Geschwindigkeit, mit der man Dinge wahrnimmt und verarbeitet
- die allgemeine Intelligenz
Das haben Frau Hökelmann und ihr Forschungs-Team herausgefunden.
Tanzen zu Musik macht glücklich.
Dabei werden Glücks-Hormone freigesetzt.
Folgendes wird weniger:
- Stress
- traurige Gefühle
Wenn man neue Schritte lernt, trainiert man das Gedächtnis.
Das kann dazu führen, dass der geistige Abbau langsamer wird.
Lebensfreude im Alter
Ingo Froböse ist Sport-Wissenschaftler und Autor aus Köln.
Er weiß: Bewegung wirkt sich gut auf alle Organe und Funktionen des Körpers aus.
Besonders bei älteren Menschen hilft es:
- sicherer zu gehen
- das Gleich-Gewicht zu verbessern
- die geistigen Fähigkeiten zu erhalten
Er sagt: Bewegung schützt vor Demenz.
"Nicht nur der Körper, sondern auch der Geist profitiert, wenn man aktiv ist.
Musik und Tanz bedeutet vor allem Motivation für die 'letzte Etappe'."
Herr Froböse sagt auch: Tanzen und Bewegung machen die Muskeln stärker.
Tanzen verbessert nicht nur, wie gut man sich bewegen kann.
Es macht auch Folgendes besser:
- den Stoff-Wechsel
- das Immun-System
Tanzen: Ein Sport für jedes Alter
Eins, zwei, drei, vier: Wer den Takt spürt, weckt den Geist.
Wer sich dem Rhythmus hingibt, weckt den Geist.
Es kommt Folgendes hoch:
- Gefühle
- Erinnerungen
Wenn der Körper sich bewegt, entsteht ein gutes Gefühl.
Das gilt für alle Menschen:
- für junge
- für mittelalte
- besonders für ältere Menschen
Also: Ab auf die Tanz-Fläche!