Geld zurück bei schlechtem Handy-Empfang
Manchmal zeigt das Handy-Empfang an.
Aber das Internet ist sehr langsam.
Das ist ärgerlich.
Man bezahlt für etwas, das nicht richtig funktioniert.
Die Bundes-Netz-Agentur hat eine Anwendung.
Sie heißt "Mobilfunk-Check".
Der Mobilfunk-Check ist eine Anwendung, mit der man die Qualität des Mobilfunknetzes prüfen kann.
Mit dieser Anwendung kann man messen, wie gut das Netz ist.
Wenn das Netz schlecht ist, kann man Geld zurückbekommen.
Die Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) hat auch einen Rechner.
Man kann damit ausrechnen, wie viel Geld man zurückbekommt.
So misst man mit der Anwendung
Die Anwendung "Mobilfunk-Check" zeigt Schritt für Schritt, wie man messen muss.
Wichtig ist: den richtigen Tarif wählen.
Er steht im Vertrag.
Man muss insgesamt 30 Messungen machen.
Das geht so:
- An höchstens fünf Tagen
- Innerhalb von zwei Wochen
- Jedes Mal sechs Messungen
Zwischen der dritten und vierten Messung müssen mindestens drei Stunden liegen.
Zwischen den anderen Messungen reichen fünf Minuten.
Matthias Podolski von der Bundes-Netz-Agentur rät: Man soll die Messungen an einem festen Ort machen.
Nicht, wenn man sich bewegt.
Die einzelnen Messungen können aber an verschiedenen Orten sein.
Wichtige Regeln für die Messung
- Sie müssen die Messung draußen durchführen.
- Sie müssen die Handy-Hülle abnehmen.
- Es dürfen keine anderen Daten übertragen werden.
- Man braucht genug Daten-Volumen.
- Der Hotspot muss aus sein (nur bei iPhones). Ein Hotspot ist ein Zugangspunkt, über den man mit anderen Geräten ins Internet gehen kann.
- Ein VPN, also ein virtuelles privates Netzwerk, muss aus sein (nur bei iPhones). Ein VPN ist eine sichere Verbindung über das Internet.
- Man darf nicht im Ausland messen (nur bei iPhones).
Eine genaue Anleitung gibt es auf der Internet-Seite der Bundes-Netz-Agentur.
Wann ist das Netz zu schlecht?
Von 30 Messungen müssen mindestens 16 Messungen schlecht sein.
Was "schlecht" bedeutet, hat die Bundes-Netz-Agentur festgelegt.
Es kommt darauf an, wie viele Menschen in einem Gebiet wohnen.
Es kommt auch darauf an, wie gut das Netz dort ist.
In Städten mit vielen Menschen muss der Anbieter mindestens 25 Prozent der versprochenen Geschwindigkeit liefern.
In Gebieten mit mittel vielen Menschen sind es 15 Prozent.
In Gebieten mit wenigen Menschen sind es 10 Prozent.
Das 5G-Netz ist die neueste und schnellste Mobilfunk-Generation.
Mbit/s ist eine Einheit, die angibt, wie schnell Daten übertragen werden.
Das bedeutet: Wenn der Tarif 300 Mbit/s erlaubt, müssen mindestens diese Geschwindigkeiten ankommen:
- In Städten: mindestens 75 Mbit/s
- In Gebieten mit mittel vielen Menschen: mindestens 45 Mbit/s
- In Gebieten mit wenigen Menschen: mindestens 30 Mbit/s
Wenn die Messungen schlecht sind, erstellt die Anwendung ein Protokoll.
Mit diesem Protokoll kann man Geld vom Anbieter zurückfordern.
So bekommt man Geld zurück
Mit dem Rechner der Verbraucher-Zentrale NRW kann man ausrechnen, wie viel Geld man zurückbekommt.
Dafür muss man Daten eingeben. Zum Beispiel:
- Die versprochene Geschwindigkeit
- Den niedrigsten gemessenen Wert
- Die monatliche Gebühr
Man soll die Forderung schriftlich schicken.
Ein Einschreiben ist am sichersten.
Eine E-Mail geht auch.
Der Rechner erstellt auch einen Muster-Brief.
Darin stehen auch wichtige Fristen.
Wenn es Probleme gibt, helfen die Beratungs-Stellen der Verbraucher-Zentralen.
Warum ist der Handy-Empfang manchmal schlecht?
- In Städten ist der Empfang oft besser als auf dem Land.
- Bei vielen Menschen, zum Beispiel bei großen Veranstaltungen, kann das Netz überlastet sein.
- Wände oder Fenster können das Signal schwächer machen.
- Im Auto oder Zug kann der Empfang schlechter sein. Das Metall schwächt das Signal ab.