Knollennase: Was hilft bei der Haut-Krankheit?

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Knollennase: Was hilft bei der Haut-Krankheit?

von Olaf Schwabe

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Der Ausschnitt eines Gesichts, die Nase im Fokus, auf der Nase ist eine Brille. Die Nase selbst ist rot und es sind Hautwucherungen zu erkennen.
Quelle: Imago / Chromorange

Manche Menschen haben eine Knollen-Nase.

Das ist eine Haut-Krankheit.

Die Nase wird dabei dick und knollig.

Das kann sehr schlimm aussehen.

Die Haut wächst ungleichmäßig.

Eine Knollen-Nase nennt man auch Rhinophym.

Manche Leute denken, eine Knollen-Nase kommt vom vielen Alkohol trinken.

Das stimmt aber nicht.

Die Krankheit kann Menschen sehr belasten.

Sie schämen sich oft und ziehen sich zurück.

Das sagt Benjamin Kendziora.

Er ist ein Haut-Arzt in München.

Benjamin Kendziora sagt: Man schämt sich in der Öffentlichkeit.

Diese Erkrankung findet zentral im Gesicht statt.

Die Krankheit betrifft meistens Männer zwischen 50 und 70 Jahren.

Aber auch Frauen können eine Knollen-Nase bekommen.

Manchmal auch schon in jungen Jahren.

Wie entsteht eine Knollen-Nase?

Bei einer Knollen-Nase wachsen die Haut-Zellen und Talg-Drüsen an der Nase zu stark.

Die Haut wird rot-violett und sieht zerfurcht aus.

Eine Knollen-Nase ist meistens nicht gefährlich.

Sie tut auch nicht weh.

Aber sie kann immer weiter wachsen.

Oft entsteht eine Knollen-Nase, wenn man schon eine andere Haut-Krankheit hat.

Diese Haut-Krankheit heißt Rosazea.

Etwa vier von 100 Menschen mit Rosazea bekommen eine Knollen-Nase.

Rosazea: Eine Haut-Krankheit

Rosazea ist eine häufige Haut-Krankheit.

In Deutschland haben etwa viereinhalb bis fünf Millionen Menschen Rosazea.

Die Krankheit kommt in Schüben.

Das bedeutet: Es gibt Zeiten, da ist sie schlimmer.

Am Anfang wird die Haut rot.

Besonders im Gesicht:

  • an den Wangen

  • an der Stirn

  • an der Nase

  • am Kinn

Im zweiten Stadium können kleine rote Pickel entstehen.

Im dritten Stadium wächst die Haut zu stark.

Dann kann sich eine Knollen-Nase bilden.

Was eine Knollen-Nase schlimmer machen kann

Man weiß nicht genau, warum eine Knollen-Nase entsteht.

Ärzte denken, es liegt an den Genen.

Das bedeutet: Man kann es von den Eltern erben.

Manche Dinge können die Krankheit schlimmer machen.

Das sind zum Beispiel:

  • Alkohol

  • Kaffee

  • Rauchen

  • Stress

  • Sonne

  • Hitze

  • heißer Dampf

  • scharfes Essen

  • fettige Gesichts-Cremes

Auch kleine Milben auf der Haut können die Krankheit verstärken.

Eine Knollen-Nase ist meistens harmlos

Ein Haut-Arzt kann eine Knollen-Nase meistens sofort erkennen.

Manchmal muss der Arzt eine kleine Gewebe-Probe nehmen.

Das ist wichtig.

So kann man untersuchen, dass es kein Krebs ist.

Benjamin Kendziora rät: Man sollte immer zum Haut-Arzt gehen, wenn man rote Stellen im Gesicht oder an der Nase hat.

Benjamin Kendziora sagt: Man sollte idealerweise mit einer Rosazea schon bevor ein Rhinophym entsteht den Haut-Arzt aufsuchen.

Wenn man Rosazea früh behandelt, kann man oft verhindern, dass eine Knollen-Nase entsteht.

Medikamente gegen die Knollen-Nase

Ärzte behandeln zuerst die Rosazea.

Dafür gibt es Cremes oder Gele.

Sie helfen, wenn die Haut gerötet ist.

Sie helfen auch, wenn die Haut sich entzündet.

Sie können die Krankheit etwas aufhalten.

Wenn das nicht reicht, gibt es Tabletten.

Diese Medikamente heißen Doxycyclin oder Isotretinoin.

Sie wirken gegen Entzündungen.

Sie können verhindern, dass die Haut zu stark wächst.

Diese Medikamente wirken im ganzen Körper.

Deshalb können sie Nebenwirkungen haben.

Man muss dann regelmäßig zum Arzt gehen.

Benjamin Kendziora sagt: Wir empfehlen Patienten in der Regel langfristige Therapien, um die Rückfall-Quote so klein wie möglich zu halten.

Operation bei einer Knollen-Nase

Wenn die Knollen-Nase schon sehr groß ist, muss man oft operieren.

Der Arzt kann die Haut mit einem Skalpell oder einem Laser entfernen.

Der Arzt muss dabei vorsichtig sein.

Er darf nicht zu tief schneiden.

Denn aus den Haar-Wurzeln wachsen neue Haut-Zellen.

Manchmal verändert die Krankheit die Nase sehr.

Dann schaut sich der Arzt alte Fotos an.

So kann er die Nase wieder so gut wie möglich formen.

Es ist wichtig, dass ein Arzt operiert.

Dieser Arzt sollte viel Erfahrung damit haben.

Hilfe bei psychischen Problemen

Eine Knollen-Nase kann Menschen sehr belasten.

Deshalb ist es gut, wenn man auch psychologische Hilfe bekommt.

Die Kosten für die Behandlung einer Knollen-Nase bezahlt die Kranken-Kasse.