Vorsicht vor Betrug bei Booking.com
Quelle: dpa
Manche Menschen versuchen, andere zu betrügen, wenn sie eine Reise über Booking.com buchen.
Die Verbraucher-Zentrale warnt davor.
Sie erklärt, wie man falsche Zahlungs-Aufforderungen erkennt.
Und wie man seine Daten schützt.
Betrug bei Booking.com: So funktioniert es
Man hat eine Reise bei Booking.com gebucht.
Man freut sich auf den Urlaub.
Dann bekommt man eine Nachricht.
In der Nachricht steht: Man soll noch einmal Geld bezahlen.
Diese Nachricht sieht echt aus.
Aber oft ist es Phishing. Phishing bedeutet: Betrüger wollen Kreditkarten-Daten stehlen.
Booking.com hat gesagt: Es gab verdächtige Fälle.
Unbekannte haben sich Zugang zu Informationen über Buchungen verschafft.
Das waren zum Beispiel:
- Buchungs-Details
- Namen
- E-Mail-Adressen
- Telefon-Nummern
Aber keine Finanz-Daten oder Zahlungs-Daten.
Auch keine Post-Adressen.
Booking.com hat die Geheimzahlen für die betroffenen Buchungen geändert.
Und die betroffenen Nutzer informiert.
Falsche Zahlungs-Aufforderungen erkennen
Auch die Verbraucher-Zentrale bekommt Nachrichten über Betrugs-Fälle.
Ayten Öksüz ist Expertin für Daten-Schutz bei der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen.
Sie erklärt, woran man falsche Zahlungs-Aufforderungen erkennt.
1. Zeit-Druck
Man soll sofort zahlen.
Sonst löschen sie die Buchung.
Dann sollte man vorsichtig sein.
2. Ungewöhnliche Zahlungs-Wege
Man soll über eine andere Internet-Seite bezahlen.
Oder man bekommt:
- E-Mails
- Anrufe
- Nachrichten in einem Chat.
Ein Chat ist ein Gespräch, das man schriftlich über das Internet führt.
Darin steht, man soll Kreditkarten-Daten außerhalb von Booking.com eingeben.
Das ist ein Zeichen für Betrug.
3. Änderung beim Bezahlen
Wenn man zuerst vor Ort bezahlen konnte.
Und plötzlich soll man im Voraus bezahlen.
Das könnte Betrug sein.
In allen Fällen sollte man Booking.com direkt kontaktieren.
Betrug bei Anbietern von Unterkünften
Manche Anbieter auf Booking.com bekommen auch falsche Anfragen zu Buchungen.
Sie sollen sich mit ihren Zugangs-Daten bei Booking.com anmelden.
Die Betrüger wollen so die Konten der Anbieter übernehmen.
Dann können sie von dort aus falsche Zahlungs-Aufforderungen an Gäste schicken.
Man erkennt solche E-Mails an einer ungewöhnlichen Absender-Adresse.
Sie sieht nicht aus wie eine normale E-Mail-Adresse von Booking.com.
Zahlungs-Betrug bei Reise-Buchungen verhindern
Man sollte nur direkt bei Booking.com zahlen.
Das sagt Ayten Öksüz.
Nur dort ist man geschützt.
Booking.com führt dort Protokoll über die Zahlungen.
Booking.com prüft Anbieter.
Und bei Problemen kann der Kunden-Dienst helfen.
Ayten Öksüz sagt: "Man ist nicht mehr geschützt, wenn man die Plattform verlässt."
Eine Plattform ist eine Internet-Seite, die verschiedene Dienste anbietet.
Dann kann Folgendes passieren:
- Man kann den Empfänger des Geldes nicht mehr kontrollieren.
- Man hat keinen Nachweis, dass man die Buchung gemacht hat.
Sicherheits-Hinweise von Booking.com
Booking.com fragt niemals nach Zahlungs-Daten per E-Mail oder Telefon.
Booking.com fragt niemals nach einer anderen Zahlungs-Art als in der Buchungs-Bestätigung.
Wenn eine Unterkunft eine andere Zahlung verlangt, sollte man den Kunden-Dienst informieren.
Man sollte E-Mails von der Unterkunft oder von Booking.com genau prüfen.
Dies gilt vor allem, bevor man auf Verknüpfungen klickt.
Was tun bei Betrug?
Wenn Betrüger einen betrogen haben, sollte man versuchen, die Zahlung zu stoppen.
Oder das Geld zurückfordern.
Dafür soll man Folgendes tun:
- Seine Bank informieren
- Versuchen, das Geld zurückbuchen zu lassen
- Booking.com und die Unterkunft informieren
So kann man Betrüger schnell erkennen.
So kann man weitere Schäden verhindern.
- Chat-Verläufe und Nachrichten speichern
- Bei der Polizei Anzeige erstatten
- Beweise sichern
Zum Beispiel:
- Bilder vom Bildschirm
- Verknüpfungen
- Zahlungs-Daten
Man soll Folgendes tun:
- Sein Zugangs-Pass-Wort ändern
- Prüfen Sie Ihre Konto-Aktivitäten
- Wenn nötig, die Kreditkarte sperren lassen