Schmerzen in den Muskeln
Schmerzen in den Muskeln
Manchmal hat man Schmerzen in den Muskeln.
Diese Schmerzen können lange bleiben.
Sie kommen immer wieder an den gleichen Stellen.
Dann kann es ein myofasziales Schmerz-Syndrom sein.
Was ist ein myofasziales Schmerz-Syndrom?
Man hat Schmerzen an bestimmten Stellen im Muskel.
Oft im Nacken, an den Schultern oder im Rücken.
Dort sind die Muskeln hart.
Man nennt diese harten Stellen Trigger-Punkte.
Trigger-Punkte sind kleine, verhärtete Stellen im Muskel, die Schmerzen verursachen können.
Von diesen Punkten können die Schmerzen in andere Körper-Teile ziehen.
Doktor Stephan Vinzelberg ist ein Arzt in Berlin.
Er sagt: Menschen mit diesem Syndrom fühlen den Schmerz oft sehr stark.
Der Arzt sagt auch: Man kann genau zeigen, wo der Schmerz ist.
Wenn man auf die Stelle drückt, tut es weh.
Ähnliche Krankheiten
Ärzte verwechseln das myofasziale Schmerz-Syndrom oft mit anderen Krankheiten.
- Fibromyalgie: Hier tun die Muskeln am ganzen Körper weh. Fibromyalgie ist eine Krankheit, bei der man an vielen Stellen im Körper Schmerzen hat.
- Sehnen-Scheiden-Entzündung: Hier sind die Sehnen entzündet, nicht die Muskeln.
- Karpaltunnel-Syndrom: Hier ist ein Nerv im Tunnel im Handgelenk eingeklemmt. Die Finger kribbeln oder werden taub.
Es ist wichtig, die genauen Anzeichen zu kennen.
Nur so kann man die richtige Krankheit finden.
Wie entsteht das myofasziale Schmerz-Syndrom?
Einzelne Muskel-Fasern spannen sich dauerhaft an.
Das Blut kann nicht mehr gut fließen.
Abfall-Stoffe sammeln sich an.
Diese Stoffe reizen die Nerven, die Schmerz melden.
Gründe dafür können sein:
- Man sitzt oder steht falsch.
- Man bewegt sich zu wenig.
- Man hat viel Stress.
- Man überlastet die Muskeln.
Doktor Vinzelberg sagt: Stress ist ein wichtiger Faktor.
Bei Stress reagiert man stärker auf Reize.
Er sagt: Man empfindet plötzlich Körper-Signale als Schmerz.
Wenn die Schmerzen lange bleiben, oft über Jahre, können sie chronisch werden.
Das bedeutet, sie bleiben dauerhaft.
Was sind Trigger-Punkte?
Trigger-Punkte sind kleine, harte Stellen im Muskel.
Dort sind einzelne Muskel-Fasern immer angespannt.
Das Blut fließt dort schlechter.
Der Muskel bekommt zu wenig Sauerstoff.
Abfall-Stoffe sammeln sich an.
Diese Stoffe reizen die Nerven im Muskel.
Die Nerven senden Schmerz-Signale an das Gehirn.
Der Schmerz ist nicht nur an der Stelle des Trigger-Punkts.
Er strahlt oft in andere Körper-Teile aus.
Das liegt daran:
Die Nerven von verschiedenen Muskeln laufen im Rücken-Mark zusammen.
Das Gehirn kann dann nicht genau erkennen, wo der Schmerz herkommt.
Zum Beispiel:
- Ein Trigger-Punkt im Nacken kann Kopf-Schmerzen machen.
- Ein Punkt in der Schulter kann Schmerzen im Arm verursachen.
Wie behandelt man das myofasziale Schmerz-Syndrom?
Das Wichtigste ist, die harten Muskeln zu lockern.
Dabei helfen:
- Kranken-Gymnastik
- Dehn-Übungen
- Massagen
- Wärme-Behandlungen
- Triggerpunkt-Behandlung
Eine Triggerpunkt-Behandlung ist eine spezielle Therapie, bei der die verhärteten Stellen im Muskel gelöst werden.
Manchmal bekommt man Schmerz-Mittel.
Manchmal bekommt man Spritzen.
Diese Spritzen enthalten Mittel, die betäuben oder die Muskeln entspannen.
Doktor Vinzelberg sagt: Es geht darum, wieder beweglich zu werden.
Man soll sich im Alltag und beim Sport wieder bewegen.
Er sagt: Viele Patienten müssen wieder lernen, mit dem Schmerz umzugehen.
Man soll sich auch gezielt körperlichen Aufgaben stellen.
Wenn man die Krankheit früh erkennt und behandelt, kann man den Kreislauf aus Schmerz und Verspannung durchbrechen.
Dann geht es den Menschen viel besser.
Was kann man selbst tun?
Es ist wichtig, sich regelmäßig zu bewegen.
So kann man einem myofaszialen Schmerz-Syndrom vorbeugen.
Das hilft dem Blut, besser zu fließen, und lockert Verspannungen.
Auch Wärme, zum Beispiel ein Kirschkern-Kissen, kann bei Muskel-Verspannungen helfen.
Oder man massiert sich selbst.
Auch Übungen mit Faszien-Rollen sind gut.
Folgendes kann man selbst tun:
- Tägliches Dehnen und leichtes Kraft-Training machen beweglicher.
- Bei der Arbeit ist eine gute Körper-Haltung wichtig. Man sollte den Arbeits-Platz gut einstellen. Man sollte regelmäßig Pausen machen und sich bewegen.
- Genug Schlaf und ein gesunder Lebens-Stil helfen auch.
Eine Gesprächs-Therapie kann helfen, Ängste abzubauen.
Eine Gesprächs-Therapie ist eine Behandlung, bei der man mit einem Therapeuten über seine Probleme spricht.
Man lernt, wie man mit Stress umgeht.
Entspannungs-Übungen wie Yoga können auch helfen.
Yoga ist eine Art, sich zu bewegen und zu entspannen, die Körper und Geist stärkt.