Morbus Crohn: Was hilft bei der Darm-Krankheit?
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Morbus Crohn ist eine Krankheit im Darm.
In Deutschland haben ungefähr 250.000 Menschen Morbus Crohn.
Die Krankheit kann den ganzen Verdauungs-Weg betreffen.
Das bedeutet von der Speise-Röhre bis zum After.
Die Krankheit kommt oft in Schüben.
Das bedeutet: Es gibt Zeiten, da geht es den Menschen schlecht.
Es gibt auch Zeiten, da geht es ihnen besser.
Manche Menschen bekommen auch andere Probleme.
Zum Beispiel: Der Darm wird eng.
Oder es gibt Entzündungen außerhalb vom Darm.
Was ist Morbus Crohn?
Tümen Mansuroglu ist ein Arzt.
Er ist Fach-Arzt für Innere-Medizin und Magen-Darm-Krankheiten.
Er arbeitet im KRH Klinikum Siloah in Hannover.
Er sagt: Bei Morbus Crohn greift der Körper den eigenen Darm an.
Ursache ist ein Fehler im Immun-System.
Das Immun-System ist die Abwehr des Körpers gegen Krankheiten.
Der Arzt sagt: Das Ziel ist, die Entzündung schnell zu stoppen.
Und sie unter Kontrolle zu halten.
So kann man verhindern, dass der Darm geschädigt wird.
Und die Menschen können besser leben damit.
Denn: Morbus Crohn kann man nicht heilen.
So erkennt man Morbus Crohn
Morbus Crohn beginnt oft langsam.
Viele Menschen haben lange Beschwerden.
Sie wissen nicht, dass sie Morbus Crohn haben.
Die Anzeichen sind nicht immer klar.
Darum erkennen Ärzte die Krankheit manchmal spät.
Typische Symptome sind:
- Durchfall. Dieser Durchfall kommt immer wieder.
- Bauch-Schmerzen
- Müdigkeit
Frühe Anzeichen von Morbus Crohn
Die ersten Anzeichen sind nicht immer eindeutig.
Wenn diese Anzeichen aber oft zusammen auftreten, sollte man zum Arzt gehen:
- Bauch-Schmerzen, oft rechts unten im Bauch
- Fieber. Dieses Fieber kommt immer wieder.
- Man nimmt Gewicht ab und ist müde.
- Durchfall. Dieser Durchfall hält Wochen lang an.
- Blut im Stuhl
Ursachen und Verlauf von Morbus Crohn
Man weiß nicht genau, warum Morbus Crohn entsteht.
Experten denken: Es ist eine Mischung aus:
- Man erbt die Krankheit
- Dinge aus der Umwelt
- Veränderungen im Darm
Die Krankheit verläuft bei jedem Menschen anders.
Manche Menschen haben nur leichte Beschwerden.
Andere haben starke Schübe.
Sie müssen oft ins Kranken-Haus.
Oder Ärzte müssen sie operieren.
Neue Behandlungen machen Hoffnung
Heute gibt es mehr Medikamente gegen Morbus Crohn als früher.
Bei leichten Fällen nimmt man oft Medikamente wie Budesonid oder Kortison.
Diese Medikamente können aber Neben-Wirkungen haben.
Zum Beispiel:
- Man nimmt zu.
- Man schläft schlecht.
- Man hat hohen Blut-Druck.
- Knochen werden schwach.
- Man hat Probleme mit Haut und Augen.
Neue Medikamente machen Hoffnung.
Sie haben nicht diese Neben-Wirkungen.
Sie wirken direkt im Immun-System.
Zum Beispiel:
- Biologika: Diese Medikamente stoppen Boten-Stoffe, die Entzündungen auslösen.
- Immun-Suppressiva: Diese Medikamente schwächen das Immun-System.
- Small Molecules: Das sind kleine Moleküle. Diese Medikamente stoppen Enzyme, die Entzündungen auslösen.
Tümen Mansuroglu sagt: Die Behandlung muss heute auf jeden Menschen abgestimmt sein.
Der Arzt sagt: Neue Behandlungen sollen nicht nur die Symptome stoppen.
Sie sollen auch die Darm-Schleimhaut heilen.
Das kann helfen, dass Ärzte seltener operieren müssen.
Und es gibt weniger Probleme.
Medikamente bei Morbus Crohn
Es gibt verschiedene Medikamente, die Entzündungen bei Morbus Crohn behandeln:
- Immun-Suppressiva: Dazu gehören vor allem Thiopurine. Thiopurine sind Medikamente, die das Immun-System unterdrücken.
Sie verhindern, dass sich weiße Blut-Körperchen vermehren.
Ärzte benutzen andere Immun-Suppressiva wie Methotrexat oder Tacrolimus heute seltener.
Methotrexat und Tacrolimus sind ebenfalls Medikamente, die das Immun-System schwächen.
Denn neue Medikamente wirken besser und sind sicherer.
- Biologika: Diese Mittel richten sich gegen Boten-Stoffe und Zell-Teile im Körper.
Diese spielen eine wichtige Rolle, wenn sich etwas entzündet.
- Small Molecules: Das sind kleine Moleküle.
Sie können leicht in Zellen eindringen.
Sie stoppen Enzyme.
Diese Enzyme sind daran beteiligt, dass sich etwas entzündet.
Morbus Crohn und Essen
Bei Morbus Crohn ist es wichtig, dass man richtig isst.
Wenn man einen Schub hat, sollte man Speisen mit wenig Fett und wenig Ballast-Stoffen essen.
Wenn es einem besser geht, sollte man sich ausgewogen ernähren.
So bekommt man alle wichtigen Nähr-Stoffe.
Man sollte Folgendes meiden:
- schwer verdauliches Essen
- Alkohol
- stark gewürztes Essen
Operation bei Morbus Crohn
Manchmal muss man operiert werden.
Zum Beispiel, wenn der Darm eng ist.
Oder es gibt Fisteln.
Fisteln sind kleine Gänge, die sich bilden.
Bei der Operation entfernen Ärzte oft kranke Darm-Teile.
Manchmal muss man dann einen künstlichen Darm-Ausgang bekommen.
Die Krankheit kann nach einer Operation an anderen Stellen im Darm wiederkommen.
Alltag mit Morbus Crohn
Die Krankheit ist oft eine große Belastung.
Das ist so für den Körper und für die Seele.
Die Schübe kommen oft unerwartet.
Das macht es schwer, den Alltag zu planen.