Schock nach Kündigung: So finden Sie wieder Halt

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Schock nach Kündigung: So finden Sie wieder Halt

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Ein Mann in professioneller Kleidung sitzt verweifelt neben einem Karton voller Büromaterial und einer kleinen Pflanze.

Quelle: imago images

Manchmal verliert man unerwartet seinen Job.

Das nennt man Kündigung.

Dann fühlen sich viele Menschen:

  • leer

  • wütend

  • oder zweifeln an sich selbst.

Pilar Isaac-Candeias ist eine Psycho-Therapeutin.

Sie erklärt, wie man damit umgehen kann.

Gefühle nach einer Kündigung verstehen

Zuerst sollte man überlegen, wie man sich fühlt.

Ist man:

  • wütend

  • traurig

  • ängstlich

  • oder leer?

Es ist wichtig, diese Gefühle zuzulassen und nicht zu verstecken.

Man kann sich fragen:

  • Bin ich der Einzige, der gekündigt wurde?

  • Wie schlimm ist die Kündigung für mich?

  • Wie wichtig war die Arbeit für mein Leben?

Manchmal kann eine Kündigung auch eine neue Chance sein.

Mit anderen reden hilft

Es ist gut, mit Freunden oder der Familie über die Kündigung zu sprechen.

Das hilft, die Gefühle zu ordnen.

Vielleicht merkt man dann: Man muss die Situation nicht so schlimm sehen.

Man kann sagen: "Ich habe versagt."

Man kann aber auch sagen: "Ich habe eine Kündigung bekommen."

Das ist ein Unterschied.

Pilar Isaac-Candeias sagt: Schwierige Zeiten gehören zum Leben dazu.

Sie helfen uns, uns selbst und das Leben besser zu verstehen.

Die ersten Schritte nach einer Kündigung

1. Akzeptieren Sie die schwierige Situation.

2. Fragen Sie sich: Was kann ich jetzt tun?

3. Sprechen Sie mit Menschen, denen Sie vertrauen.

4. Denken Sie darüber nach, wie Ihr Leben in zwei Jahren aussehen könnte.

5. Sehen Sie die Arbeit nicht als das Wichtigste im Leben.

6. Überlegen Sie: Was macht mich glücklich? Was füllt meinen Tag?

7. Geben Sie sich Zeit. Nach drei bis fünf Wochen wird es oft ruhiger.

8. Das Ziel ist nicht nur, zu funktionieren, sondern glücklich zu sein.

Was tun, wenn Sie Existenz-Angst haben?

Existenz-Angst ist die Angst, nicht genug Geld zum Leben zu haben.

Diese Angst kann nach einer Kündigung sehr groß sein.

Man muss diese Angst ernst nehmen und etwas dagegen tun.

Pilar Isaac-Candeias sagt: "Man braucht das Gefühl, dass man Kontrolle hat.

Aber man darf sich nicht vormachen, dass man alles unter Kontrolle hat."

Ein erster Schritt ist, sich bei der Arbeits-Agentur zu melden.

Man muss das spätestens drei Tage, nachdem man gekündigt wurde, tun.

Dort kann man Arbeitslosen-Geld beantragen.

Die Arbeits-Agentur hilft auch bei den nächsten Schritten.

Es ist auch gut, die eigenen Finanzen zu prüfen.

Welche Ausgaben sind wichtig? Wo kann man sparen?

Wann braucht man professionelle Hilfe?

Wenn es Ihnen auch fünf bis sechs Wochen nach der Kündigung nicht besser geht, sollten Sie Hilfe suchen.

Warnzeichen können sein:

  • Panik-Attacken

  • Wenn Sie sehr traurig sind

  • Man zieht sich von anderen zurück

  • Körperliche Probleme wie Kopf-Schmerzen oder Schlaf-Probleme

Hilfe bekommen Sie beim Haus-Arzt oder bei Psycho-Therapeuten.

Eine neue Beschäftigung finden

Für viele Menschen ist der Job sehr wichtig für ihr Selbst-Gefühl.

Deshalb kann es sehr weh tun, wenn sie den Job verlieren.

Es ist wichtig, diesen Verlust zu verstehen und zu verarbeiten.

Gleichzeitig sollte man neue Ziele finden.

Das kann zum Beispiel ein Ehren-Amt sein, bei dem man etwas Sinnvolles tut.

Oder man macht einen Kurs an der Volks-Hochschule.

Man lernt etwas Neues und trifft neue Leute.

Eine feste Tages-Struktur hilft

Um wieder Stabilität im Alltag zu bekommen, ist eine feste Tages-Struktur wichtig.

Das bedeutet zum Beispiel:

  • Jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen

  • Zeit für Frühstück und Sport einplanen

  • Sich mit anderen treffen

  • Zeit haben, um sich zu bewerben und andere wichtige Dinge zu erledigen

Pilar Isaac-Candeias sagt: Das braucht viel Disziplin, ist aber notwendig.

Eine feste Tages-Struktur kann helfen, Stress zu verringern und sich wieder besser zu fühlen.