Holunder: Lecker und gesund

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Holunder: Lecker und gesund

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Die Hand einer Person mit Korb greift in einen Holunderbusch voller Blüten.
Quelle: imago/blickwinkel

Der Holunder ist eine Heil-Pflanze.

Man kann Sirup daraus machen, ihn als Nachtisch essen oder als Tee trinken.

Die weißen Blüten wachsen von Mitte-Mai bis Juli.

Man findet sie an folgenden Orten:

  • Wald-Rändern
  • Wiesen-Wegen
  • Parks
  • Gärten

Die Blüten sehen schön aus und schmecken gut.

Sie sollen auch kranken Menschen helfen.

Franzi Schweiger ist eine Fach-Frau für Wild-Kräuter.

Sie erklärt, wie man die Blüten richtig erntet.

Holunder-Blüten ernten

Franzi Schweiger ist Konditorin.

Sie kocht am liebsten mit Zutaten, die in ihrer Nähe wachsen.

Bevor sie Holunder erntet, zieht sie Folgendes an:

  • Gummi-Stiefel
  • lange Socken

Das schützt vor Zecken und Brenn-Nesseln.

Holunder mag es warm.

Man findet ihn oft an folgenden Orten:

  • Hecken
  • Gebüschen
  • in der Nähe von Häusern

Der Holunder wächst als Strauch oder kleiner Baum.

Er kann bis zu sieben Meter hoch werden.

Franzi Schweiger sagt:

Am besten erntet man die Blüten an einem sonnigen, trockenen Vormittag.

Dann schmecken sie am besten.

Man soll nicht von Holunder-Sträuchern in der Nähe von Straßen ernten.

Denn dort können schlechte Stoffe in die Blüten gelangen.

Man schneidet die Blüten-Dolden mit einer Garten-Schere ab.

Die Dolden sollen ganz offen sein und keine Läuse haben.

Man sammelt die Blüten in einem Korb.

So drückt man sie nicht kaputt.

Giftiger Doppelgänger

Es gibt eine Pflanze, die dem Schwarzen Holunder ähnlich sieht.

Sie heißt Zwerg-Holunder oder Attich.

Diese Pflanze ist giftig.

Sie enthält giftige Stoffe.

Diese Stoffe können im Körper zu Blau-Säure werden.

Schon kleine Mengen können Folgendes auslösen:

  • Übelkeit
  • Sie erbrechen
  • Durchfall
  • Magen-Krämpfe

Roh ist der Attich besonders gefährlich.

Hitze kann die Gifte aber teilweise zerstören.

Wichtig: Auch die Beeren vom Schwarzen Holunder sind leicht giftig.

Man darf sie nur gekocht essen.

Holunder-Blüten verarbeiten

Franzi Schweiger rät: Die frisch geernteten Holunder-Dolden soll man noch am selben Tag verarbeiten.

Zuerst schüttelt man die Blüten-Rispen vorsichtig aus.

So fallen Insekten und Schmutz heraus.

Franzi Schweiger sagt:

Man soll die Blüten noch kurz auf einem Küchen-Tuch liegen lassen.

Dann können alle Insekten wegfliegen.

Die Dolden sollen nicht mit Wasser in Berührung kommen.

Sonst geht der Geschmack verloren.

Danach kann man größere Zweige entfernen.

Diese Zweige können bitter schmecken.

Wenn man die Blüten für Tee trocknen möchte, breitet man sie auf einem frischen Tuch aus.

Man lässt sie mehrere Tage an einem schattigen, luftigen Ort trocknen.

Franzi Schweiger sagt:

Damit kein Schimmel entsteht, soll man die Blüten nach ein bis zwei Tagen wenden.

Für Sirup oder Ähnliches verwendet man die Blüten frisch.

Franzis Holunder-Blüten-Sirup

Der Sirup passt gut zu Holunder-Schorlen oder Hugos.

Hugo ist ein beliebtes Getränk aus Prosecco, Holunder-Sirup, Minze und Limette.

Man kann ihn auch verwenden, wenn man backt.

Zutaten:

  • 1 Kilogramm Zucker
  • 2 Liter Wasser
  • 5 Bio-Zitronen in Scheiben. Bio bedeutet unter anderem: Die Zitronen wurden ohne chemische Spritz-Mittel angebaut.
  • 20 große Holunder-Dolden oder 40 kleine Sträuße
  • 20-Gramm Zitronen-Säure

Zubereitung:

  • Die Blüten und Zitronen-Scheiben in eine große Porzellan-Schüssel geben.
  • Wasser und Zucker in einem Topf aufkochen.
  • Zitronen-Säure dazu geben.
  • Die heiße Mischung über die Blüten und Zitronen gießen.
  • Zwei Tage im Kühl-Schrank ziehen lassen.
  • Danach durch ein feines Sieb in einen Topf abseihen.
  • Noch einmal aufkochen und köcheln lassen.
  • Der Sirup soll dick-flüssig werden.
  • Den kochend heißen Sirup in saubere Flaschen füllen.
  • Kühl und dunkel lagern.

Holunder als Heil-Pflanze

Man setzt Holunder oft als Pflanzen-Mittel gegen Fieber und Erkältungen ein.

Die Blüten enthalten viele gute Stoffe.

Diese Stoffe sollen Folgendes bewirken:

  • Schleim lösen
  • Sie hemmen Entzündungen
  • Schwitzen fördern

Deshalb enthält auch ein Medikament gegen Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung diese Stoffe.

Die Europäische-Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt Holunder-Blüten-Tee bei Erkältungs-Symptomen.

Man soll ihn bis zu dreimal am Tag trinken.

Dafür nimmt man zwei bis drei Ess-Löffel getrocknete Blüten.

Man gießt 150 Milliliter heißes Wasser darüber.

Man lässt den Tee etwa zehn-Minuten ziehen.

Die Stoffe im Holunder können auch beruhigend wirken.

Sie können bei Anspannung und unruhigem Schlaf helfen.

Die dunklen Holunder-Beeren sind im Spät-Sommer reif.

Sie enthalten viel Vitamin C und Mineral-Stoffe.

Vitamin C ist ein wichtiger Nähr-Stoff, der zum Beispiel in Obst und Gemüse vorkommt.

Sie stärken das Abwehr-System und wirken gegen Krankheits-Erreger.