Gefahr durch Hitze: Was man wissen muss

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Gefahr durch Hitze: Was man wissen muss

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Thermometer vor gleißender Sonne zeigt hohe Temperaturen an

Quelle: action press

Wenn es plötzlich sehr heiß wird, kann das gefährlich sein.

Der Körper kann sich an Hitze anpassen.

Das Herz-Kreislauf-System hilft dabei.

Das Herz schlägt langsamer.

Die Haut durchblutet sich besser.

Man schwitzt mehr.

Der Körper braucht etwa sieben bis zehn Tage, um sich anzupassen.

Manche Dinge spielen dabei eine Rolle, zum Beispiel Übergewicht.

Kurze Hitze ist schon gefährlich

Wenn Hitze plötzlich kommt, kann es gefährlich werden.

Auch wenn man mit dem Flugzeug in ein heißes Land reist.

Ist die Luft sehr feucht, kann der Körper sich nicht gut abkühlen.

Sich an feuchte Hitze anzupassen, ist schwerer als an trockene Hitze.

Dieter Leyk ist ein Sport-Wissenschaftler.

Er arbeitet an der Universität Koblenz und der Sport-Hochschule Köln.

Er sagt: Wenn die Hitze weg ist, verschwinden auch die Anpassungen des Körpers.

Etwa die Hälfte der Anpassungen ist nach einer Woche wieder weg.

In Deutschland sterben jedes Jahr bis zu 7.000 Menschen an den Folgen von einem Hitz-Schlag.

Ein Hitz-Schlag ist die gefährlichste Hitze-Krankheit.

Dieter Leyk denkt, es sind sogar über 10.000 Tote pro Jahr.

Oft erkennt man einen Hitzschlag nicht

Hitze-Erschöpfung, Hitze-Kollaps oder Hitze-Krampf können plötzlich kommen.

Sie können zu einem Hitz-Schlag führen.

Ein Hitz-Schlag ist ein Notfall, der lebensgefährlich ist.

Die Körper-Temperatur muss schnell sinken.

Sie muss in 30 Minuten unter 40 Grad Celsius sein.

Sonst kann man sterben.

Wenn man einen Hitz-Schlag nicht erkennt, kann es schnell lebensgefährlich werden.

Es kann auch gefährlich werden, wenn es keine Hilfe gibt.

Oder wenn man nicht kühlen kann.

Das ist besonders für Menschen in Risiko-Gruppen gefährlich.

Das sind die Hitze-Risiko-Gruppen

  • Ältere Menschen, besondersab75 Jahren.

Sie können sich schlechter an Hitze anpassen.

Sie sind oft krank und nehmen Medikamente.

Sie haben weniger Durst und vertragen Hitze schlechter.

  • Sportler.

Sie können überhitzen, weil ihre Muskeln viel Wärme erzeugen.

Sie verlieren beim Sport viel Flüssigkeit und wichtige Salze.

  • Kinder und Jugendliche.

Sie vertragen Hitze schlechter und schwitzen weniger als Erwachsene.

Sie brauchen bei Hitze viel Flüssigkeit.

Sie können Gefahren durch Hitze noch nicht gut einschätzen.

Umfrage zu Hitze-Krankheiten

Dieter Leyk und Studenten der Universität Koblenz haben eine Umfrage gemacht.

Sie wollten wissen, wie gut Einrichtungen über Hitze-Krankheiten Bescheid wissen.

Die Umfrage war im Jahr 2023.

Über 200 Einrichtungen und Gemeinden in der Nähe von Koblenz haben die Umfrage bekommen.

78 haben geantwortet.

Befragt wurden:

  • Kinder-Gärten und Schulen
  • Senioren-Einrichtungen und Sport-Einrichtungen
  • Gemeinden

Es zeigte sich: Es gibt noch viel zu tun.

Unterschiedliches Wissen über Hitze-Krankheiten

Die Umfrage zeigte auch:

  • Nur ein Drittel der Einrichtungenfür Kinder und Jugendliche kannten die Warn-Zeichen.
  • Nur die Hälfte der Sport-Einrichtungen wusste Bescheid.

Muskel-Arbeit macht Hitzschlag schlimmer

Man kann schon bei leichter körperlicher Arbeit eine Hitze-Krankheit bekommen.

Wenn der Körper die Wärme nicht los wird, wird es gefährlich.

Zum Beispiel, wenn man nicht richtig schwitzt.

Oder wenn man eine chronische Krankheit hat.

Es gab auch eine gute Nachricht für Alten-Heime und Pflege-Einrichtungen:

Über 80 Prozent der Senioren-Einrichtungen sagten, dass das Personal die Warn-Zeichen kennt.

Sie können dann richtig reagieren.

Aber: Fast jede dritte Einrichtung hatte keine guten Möglichkeiten, den Körper schnell abzukühlen.

Die Studie war nur klein und die Ergebnisse sind nicht für alle gültig.

Aber sie hat wichtige Dinge gezeigt, sagt Dieter Leyk.

Maßnahmen und Schulungen sind nötig

Der Experte fordert: Wir müssen mehr Kühl-Möglichkeiten schaffen.

Schon in der Ausbildung muss man lernen, was bei Hitze-Krankheiten wichtig ist.

Auch in Schulungen in den Einrichtungen muss man lebens-rettende Maßnahmen kennen.

Bei hohen Temperaturen muss man bei Notfällen immer an eine Hitze-Krankheit denken, sagt Dieter Leyk.