Neue Hilfe bei Herz-Schwäche

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Neue Hilfe bei Herz-Schwäche

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Ein Ultraschall-Monitor zeigt ein Bild vom Herzen mit rot eingefärbter Herzkammer.

Eine Herzschwäche beginnt oft schleichend mit nachlassender Leistungsfähigkeit. Um sie zu erkennen, wird unter anderem ein Herz-Ultraschall durchgeführt.

Quelle: Imago / Bihlmayerfotografie

Für viele Menschen mit Herz-Schwäche hat es lange keine gute Behandlung gegeben.

Ärzte konnten nur die Krankheits-Zeichen behandeln.

Das hat sich jetzt geändert.

Was ist Herz-Schwäche?

Bei der Herz-Schwäche pumpt das Herz nicht genug Blut in den Körper.

Dann bekommen die Organe nicht genug Sauerstoff.

Oft beginnt die Herz-Schwäche langsam.

Man merkt es zum Beispiel, wenn man nicht mehr so viel tun kann.

Manche Menschen denken, das liegt am Alter.

Andere Zeichen sind:

  • Atem-Not

  • Müdigkeit

  • Wasser in den Beinen

Wenn Ärzte die Herz-Schwäche nicht behandeln, wird sie schlimmer.

Folgen der Herz-Schwäche

Wenn die Organe nicht genug Sauerstoff bekommen, kann das schlimme Folgen haben.

Zum Beispiel können die Nieren nicht mehr funktionieren.

Auch Folgendes kann passieren:

  • Wasser in der Lunge

  • Blut-Gerinnsel

  • Schlag-Anfälle

Steffen Mark Sonntag ist ein Herz-Arzt.

Er sagt: Die Herz-Schwäche muss behandelt werden.

Wenn Ärzte sie nicht behandeln, führt das dazu, dass das Herz versagt.

Man stirbt dann daran.

Zwei Arten von Herz-Schwäche

Es gibt zwei Arten von Herz-Schwäche:

1. Systolische Herz-Schwäche

Der Herz-Muskel ist schwach.

Er pumpt nicht genug Blut in den Körper.

2. Diastolische Herz-Schwäche

Der Herz-Muskel pumpt normal.

Aber die Herz-Kammer ist nicht dehnbar genug.

Sie kann nicht genug Blut aufnehmen.

Bei beiden Arten kommt es zu Atem-Not.

Behandlung der Herz-Schwäche

Für die systolische Herz-Schwäche gibt es schon lange gute Medikamente.

Diese Medikamente senken den Blut-Druck und helfen dem Herz.

Das Herz pumpt besser. Das verringert die Gefahr, ins Krankenhaus zu müssen.

Für die diastolische Herz-Schwäche hat es lange keine gute Behandlung gegeben.

Man hat nur die Krankheits-Zeichen behandeln können, zum Beispiel wenn sich Wasser ansammelt.

Doktor Sonntag sagt: Das Haupt-Problem war, dass es keine wirksamen Medikamente gegeben hat.

Neue Medikamente helfen jetzt

Das hat sich mit neuen Medikamenten geändert.

Sie heißen SGLT2-Hemmer.

SGLT2-Hemmer sind Medikamente, die ursprünglich für die Behandlung von Diabetes entwickelt worden sind.

Diabetes ist die Zucker-Krankheit.

Aber man hat gemerkt, dass sie auch bei Herz-Schwäche helfen.

Wie SGLT2-Hemmer wirken

Ärzte haben SGLT2-Hemmer seit 2020 für die systolische Herz-Schwäche zugelassen.

Seit 2022 haben sie sie auch für die diastolische Herz-Schwäche zugelassen.

Sie sorgen dafür, dass die Nieren Zucker und Wasser ausscheiden.

Wenn weniger Flüssigkeit im Körper ist, entlastet das das Herz.

Man vermutet auch, dass diese Medikamente Entzündungen im Herz-Muskel hemmen.

Eine häufige Neben-Wirkung sind Harnwegs-Infekte.

Das liegt daran, dass mehr Zucker im Urin ist.

Aber der Nutzen der Medikamente ist größer als die Neben-Wirkungen.

Krankenhaus-Aufenthalte werden weniger

Wenn Menschen mit Herz-Schwäche ins Krankenhaus müssen, ist das sehr schlimm. Dann geht es ihnen sehr schlecht.

Fünf bis zehn Prozent der Patienten sterben während oder kurz nachdem sie im Krankenhaus gewesen sind.

Oft müssen Patienten, kurz nachdem sie entlassen worden sind, wieder ins Krankenhaus.

Studien haben gezeigt, dass SGLT2-Hemmer die Gefahr, ins Krankenhaus zu müssen, um bis zu 25 Prozent senken können.

Doktor Sonntag sagt: Der Nutzen dieser neuen Therapie ist einmalig.

Die SGLT2-Hemmer verbessern auch, dass Patienten wieder mehr tun und sich mehr bewegen können.

Sie sind die erste gute Behandlung für eine Art der Herz-Schwäche, die man vorher kaum behandeln konnte.