Wenn man nicht mehr richtig sprechen kann

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Wenn die Stimme nicht mehr richtig funktioniert

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Frau fasst sich mit einer Hand an den Hals und verzieht das Gesicht

Quelle: Imago / Zoonar

Manchmal funktioniert die Stimme nicht mehr richtig.

Das nennt man Dysphonie oder Stimm-Störung.

Die Sängerin Judith Holofernes kennt das Problem.

Oft haben auch Menschen eine Stimm-Störung, die viel sprechen müssen.

Zum Beispiel:

  • Lehrer

  • Sänger

Was ist eine Stimm-Störung?

Eine Stimm-Störung ist, wenn die Stimme heiser klingt.

Oder wenn sie schwach ist.

Die Stimme entsteht im Kehl-Kopf.

Dort sind die Stimm-Lippen.

Sie schwingen, wenn man spricht.

Wenn man die Stimme zu viel oder falsch benutzt, können die Stimm-Lippen nicht mehr richtig schwingen.

Dann klingt die Stimme anders.

Sie kann auch schnell müde werden.

Manchmal ist die Stimme nur kurz heiser.

Manchmal bleibt die Stimme aber lange heiser.

Dann sollte man zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen.

Woran erkennt man eine Stimm-Störung?

Wenn die Stimme länger als drei Wochen heiser bleibt, sollte man zum Arzt gehen.

Auch wenn man sich beim Sprechen anstrengen muss.

Oder wenn die Stimme sich verändert.

Oder wenn es im Hals unangenehm ist.

Der Arzt kann mit einem Spiegel den Kehl-Kopf anschauen.

Oder er macht Stimm-Tests.

So sieht er, ob sich die Stimm-Lippen verändert haben.

Was sind die Gründe für eine Stimm-Störung?

Oft kommt eine Stimm-Störung von Folgendem:

  • Wenn man zu viel spricht.

  • Wenn man zu viel singt.

  • Infekten

  • Rauchen

  • Stress

Es gibt verschiedene Arten von Stimm-Störungen:

1. Funktionelle Dysphonie

Hier bewegen sich die Stimm-Lippen nicht richtig.

Das passiert, wenn man die Stimme zu viel oder falsch benutzt.

Diese Art ist die häufigste.

Sie macht 60 bis 70 Prozent aller Fälle aus.

Man kann sie meistens gut behandeln.

Marco Parrino ist Logopäde. Er sagt: Wenn man zu lange wartet, können sich kleine Knoten (Knötchen) an den Stimm-Lippen bilden.

2. Organische Dysphonie

Hier haben sich der Kehl-Kopf oder die Stimm-Lippen verändert.

Zum Beispiel durch Knötchen oder wenn sie sich entzünden.

3. Besondere Form: Spasmodische Dysphonie

Die Sängerin Judith Holofernes hat seit 2017 eine spasmodische Dysphonie.

Das ist eine seltene Stimm-Störung.

Sie ist neurologisch bedingt. Das heißt, sie hat mit dem Gehirn zu tun.

Judith Holofernes denkt, dass eine Hirnhaut-Entzündung der Grund dafür ist.

Beim Sprechen verkrampfen die Muskeln im Kehl-Kopf.

Die Stimme kann dann ganz weg sein.

Oder sie klingt leise und abgehackt.

Manchmal stolpert die Stimme, wenn man spricht oder singt.

Diese Art der Stimm-Störung kann man nicht heilen.

Aber man kann die Beschwerden lindern.

Man bekommt dann Spritzen in die Muskeln im Kehl-Kopf.

Das entspannt die Muskeln.

Die Spritze muss man alle drei bis vier Monate wiederholen.

Was hilft bei Stimm-Störungen?

Wie man behandelt, hängt davon ab, warum die Stimme nicht mehr richtig funktioniert.

Logopädie hilft oft.

Man macht Übungen für die Stimme und die Atmung.

So lernt man, die Stimme richtig zu benutzen.

Meistens wird die Stimme nach einigen Wochen viel besser.

Manchmal muss ein Arzt auch operieren.

Zum Beispiel wenn Knötchen da sind.

Oder wenn die Stimm-Lippen stark verändert sind.

Wie kann man die Stimme schützen?

Man sollte der Stimme immer wieder Ruhe gönnen.

Logopäde Marco Parrino sagt: Machen Sie regelmäßig Stimm-Pausen.

Besonders, wenn es laut ist, zum Beispiel im Restaurant.

Man sollte auch nicht zu oft räuspern.

Das kann der Stimme schaden.

Besser ist es, Folgendes zu tun:

  • etwas zu trinken

  • zu summen

Wenn die Stimme länger heiser ist, sollte man zum Arzt gehen.

So kann man verhindern, dass die Stimme dauerhaft nicht gut funktioniert.