Bänder-Riss am Fuß: Was tun?
Quelle: Imago / foto2press
Manchmal knickt man um.
Das passiert zum Beispiel:
- beim Sport
- auf einer Treppe
- am Bord-Stein
Dabei können Bänder im Fuß reißen.
Das nennt man Bänder-Riss.
Was ist ein Bänder-Riss?
Ein Bänder-Riss am Fuß ist eine häufige Verletzung.
Oft betrifft er die äußeren Bänder.
Man merkt einen Bänder-Riss an folgenden Zeichen:
- Der Fuß schwillt an.
- Es gibt einen Blut-Erguss.
- Der Fuß schmerzt stark.
Was machen die Bänder im Fuß?
Bänder halten den Fuß und das Sprung-Gelenk stabil.
Sie helfen, dass man den Fuß gut bewegen kann.
Bänder bestehen aus festen Fasern.
Markus Preis ist ein Arzt für Knochen und Gelenke.
Er sagt: Wenn man sich zum Beispiel beim Sport schnell bewegt und stoppt, können Bänder reißen.
Sie können ganz oder teilweise reißen.
Erste Hilfe bei einem Bänder-Riss
Wenn man sich den Fuß verletzt, sollte man die PECH-Regel beachten.
Die PECH-Regel ist eine Abkürzung für die Schritte, die man bei einer Verletzung beachten sollte:
- Pause
- Eis
- Kompression (englisch Compression)
- Hochlagern
P wie Pause:
Man muss den Fuß sofort ruhig halten.
Man darf ihn nicht belasten.
Das schützt vor weiteren Schäden.
E wie Eis:
Man kühlt den Fuß mit Eis oder einer Kompresse.
Das Eis darf nicht direkt auf die Haut kommen.
Wenn man den Fuß kühlt, hilft das, dass er nicht so stark anschwillt und nicht so schmerzt.
C wie Kompression:
Ein fester Verband hilft, dass der Fuß nicht stark anschwillt.
Er hilft auch gegen Blut-Ergüsse.
H wie Hoch-Lagerung:
Man legt den Fuß hoch.
Das hilft, dass das Blut besser zum Herzen zurückfließt.
Der Druck im Fuß wird weniger.
Wie erkennt der Arzt einen Bänder-Riss?
Wenn man sich verletzt hat, braucht man Schmerz-Mittel und Krücken, um den Fuß zu entlasten.
Ein Arzt muss die Verletzung untersuchen.
Das kann ein Orthopäde sein.
Ein Orthopäde ist ein Arzt, der sich um die Gesundheit von Knochen und Gelenken kümmert.
Oder ein Sport-Mediziner.
Oder ein Unfall-Arzt.
Der Arzt prüft, wie gut man den Fuß bewegen kann.
Ein Röntgen-Bild zeigt, ob Knochen gebrochen sind.
Ein Ultra-Schall zeigt, ob ein Bänder-Riss vorliegt.
Wenn der Arzt eine schlimmere Verletzung vermutet, macht er eine MRT.
Eine MRT ist eine spezielle Untersuchung mit Magnet-Wellen.
Wie behandelt man einen Bänder-Riss?
Meistens behandelt man einen Bänder-Riss, ohne zu operieren.
Viele Menschen sind überrascht.
Sie erwarten, dass man operiert.
Man hält den Fuß mit einer Orthese ruhig.
Eine Orthese ist eine Schiene.
Sie hat Stützen aus Kunststoff oder Metall.
Die Orthese hält den Fuß stabil.
So können die Bänder wieder zusammenwachsen.
Man muss die Orthese etwa einen Monat lang tragen.
Man trägt sie tagsüber und auch nachts.
Das verhindert, dass man den Fuß im Schlaf unbewusst bewegt.
Nach vier bis sechs Wochen kontrolliert der Arzt den Fuß.
Manchmal reicht die Schiene nicht aus.
Markus Preis sagt: Wenn der Fuß nicht stabil genug ist, muss man operieren.
Eine Operation ist nötig, wenn:
- der Fuß dauerhaft instabil ist
- Bänder und Knochen verletzt sind
- ein bestimmtes Band verletzt ist (Syndesmose-Band)
- man Leistungs-Sportler ist
Operation bei einem Bänder-Riss
Oft kann man operieren, ohne dass man im Kranken-Haus bleiben muss.
Wenn der Arzt operiert, näht er die gerissenen Bänder.
Manchmal setzt der Arzt auch ein neues Band ein.
Das neue Band kommt aus einer eigenen Sehne.
Wenn man operiert ist, darf man den Fuß bis zu sechs Wochen nur wenig belasten.
Es dauert bis zu drei Monate, bis der Fuß wieder ganz gesund ist.
Was passiert nach der Behandlung?
Experten raten, die Orthese noch sechs Wochen länger zu tragen.
Das gilt, wenn man den Fuß viel belasten muss.
Nach etwa einem Monat ist eine Reha wichtig.
Eine Reha ist eine Rehabilitation.
Das bedeutet: Man macht Übungen, damit der Fuß wieder beweglich und die Muskulatur stark wird.
Man macht zum Beispiel Übungen für die Muskeln im Fuß.
Markus Preis sagt: Man muss dem Fuß wieder vertrauen.
Für manche Patienten ist es schwer, nach einem Bänder-Riss wieder alle Bewegungen zu machen, ohne Angst zu haben.
Das ist eine Herausforderung für den Kopf.