Top-Ökonom zu Sondervermögen: Regierung "hat zu viel versprochen"

Infrastruktur-Sondervermögen:Regierung "hat zu viel versprochen"

|
Clemens Fuest

Der Bund verfehlt seine Ziele beim Sondervermögen. Ökonom Clemens Fuest kritisiert die Regierung und fordert, dass das Geld konsequent für zusätzliche und langfristige Investitionen zu nutzen.

Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz wurde 2025 nicht vollständig ausgeschöpft. Ein aktueller Monitoringbericht des Bundesfinanzministeriums zeigt, dass gut ein Drittel der vorgesehenen Mittel bislang ungenutzt geblieben sind. Statt der geplanten 37,2 Milliarden Euro wurden tatsächlich nur rund 24 Milliarden Euro abgerufen.

Im Interview mit Christina von Ungern-Sternberg bei ZDFheute live spricht Clemens Fuest, Ökonom und Präsident des ifo-Instituts, davon, dass die Regierung zu viel versprochen hätte. Es sei nicht wichtig, wie schnell die Investitionen ausgezahlt werden würden, sondern, dass die aufgenommenen Schulden für zusätzliche Investitionen genutzt werden. Schulden fließen laut Fuest teilweise in Konsum statt in zusätzliche Investitionen – während im Kernhaushalt Lücken entstehen.

Die große Gefahr: steigende Schulden – aber kaum sichtbare Verbesserungen bei der Infrastruktur.

Mehr aus ZDFheute live