Anschlag auf Gaspipeline :Nord Stream: Ukrainer festgenommen
Im Fall der Anschläge auf Nord Stream 1 und 2 im Jahr 2022 hat die Bundesanwaltschaft einen tatverdächtigen Ukrainer in Italien festnehmen lassen. ZDFheute live mit Hintergründen.
2022 hatten Explosionen die Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 beschädigt. Nun hat die Bundesanwaltschaft in Italien einen tatverdächtigen Ukrainer festgenommen.
Der Vorwurf: gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage. Der Mann soll die Tat mit koordiniert haben und zusammen mit anderen nahe der dänischen Ostseeinsel Bornholm Sprengsätze an den Pipelines in der Ostsee platziert haben.
Festnahme im italienischen Rimini
Aufgegriffen wurde der Tatverdächtige aus der Ukraine in der italienischen Provinz Rimini – demnächst soll er nach Deutschland überstellt und dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dann wird über Untersuchungshaft entschieden.
Die Behörden mehrerer Länder hatten nach dem Anschlag Ermittlungen aufgenommen. Dänemark und Schweden stellten die Verfahren aber ein.
Was ist bekannt über den Mann und seine Mittäter? Wie sind die Behörden auf ihn aufmerksam geworden? Wie ist der Stand der Ermittlungen zum Motiv und den Hintergründen? Darüber spricht Alica Jung bei ZDFheute live mit der Leiterin von ZDF Recht und Justiz, Sarah Tacke. Ebenfalls mit dabei: Reporter Christian Rohde vom investigativen ZDF-Politikmagazin Frontal, der einen Einblick in die umfangreichen Recherchen zu Nordstream gibt. Seid dabei und stellt eure Fragen.
Mit Material von dpa
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