Reich wie die Boomer: Vermögensaufbau für Millennials und Gen Z

How to: Reich werden wie die Boomer

von Caroline Hentschel und Yann Thönnessen

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Holger Stockhaus spielt den vermeintlich allwissenden Wirtschaftsexperten Nathan

Haben Millennials und Gen Z schlechtere Chancen auf Vermögen als die Babyboomer? "How to" analysiert alte und neue Anlagestrategien und zeigt, was heute besser funktioniert.

Vermögensaufbau war früher scheinbar einfacher. Was hat sich über die Jahre beim Sparen verändert? Wie kann ich heute noch ein Eigenheim finanzieren? Mit spitzem Humor führt der fiktive Host Nathan ein ebenfalls fiktives Millennial-Paar durch die Untiefen der Geldanlagen.

Babyboomer: Besonders vermögend

Die Babyboomer gelten als die vermögendste Generation der westlichen Industrieländer. Die nachfolgenden Generationen vereint das Gefühl, es schlechter zu haben und von einer Krise in die nächste zu schlittern. Doch ist dieses Gefühl berechtigt? Wie schwer ist es für Millennials und die Gen Z, ein Vermögen aufzubauen? Gelten für sie vielleicht einfach nur andere Regeln als für die Babyboomer?

Holger Stockhaus spielt den vermeintlich allwissenden Wirtschaftsexperten Nathan, der mit spitzem Humor zwei fiktive Durchschnitts-Millennials Jan und Julia, gespielt von Emil Lug und Nele Trebs, mit den Realitäten ihrer Finanzen konfrontiert. Während sich Ersparnisse in den 80er Jahren noch bequem auf dem Sparbuch vermehrten, droht heute durch Niedrigzins ein schleichender Wertverlust. Auch das klassische Eigenheim, einst das Fundament für den Vermögensaufbau, ist in vielen Regionen inzwischen dreimal so teuer wie früher. Mit Hilfe von Geschichten realer Hauptpersonen und ExpertInnen wird aufgezeigt, warum die Strategien der Elterngeneration heute ins Leere laufen und was vom einstigen Wohlstandsversprechen tatsächlich übrig geblieben ist.

Vermögensaufbau für Gen Z

Das neue Format beleuchtet dabei unterschiedliche Versuche, sich ein Vermögen aufzubauen und fürs Alter vorzusorgen: Nico und Barbara erfüllen sich mit Ende 20 den Traum vom Eigenheim auf der Insel Rügen. Für immer mehr junge Menschen ist das dafür notwendige Eigenkapital eine zu große Hürde, die sie ohne Erbe oder Unterstützung der Eltern nicht mehr meistern könnten. Nico und Barbara kostet ihr Traum rund eine halbe Million Euro. Ein Erbe haben sie nicht. Wie stemmen sie die Finanzierung?

Der Traum vom schnellen Geld an der Börse ist heute dank Trading Apps und Neo Brokern scheinbar greifbarer denn je. Neben normalen Wertpapieren hat hier jeder Zugang zu Hochrisikoprodukten, die schnellere Gewinne versprechen. Der selbstständige Musiker Jules hat so fast 200.000 Euro verloren. Ist es also wirklich eine gute Idee, als Laie in Hochrisikoprodukte zu investieren?

Gehalt und Bildung sind entscheidend

Das Gehalt ist immer noch der wichtigste Hebel, um sich ein Vermögen aufzubauen und dafür braucht es Bildung. Die 34-jährige Mona aus Erfurt ist in Armut aufgewachsen. Heute hat sie drei Studienabschlüsse und gehört zur Mittelschicht. Doch ist sie damit eher die Ausnahme als die Regel? Wie realistisch ist es heute, aus der Armut zu kommen und ein Vermögen aufzubauen?

Führende Expertinnen und Experten wie Prof. Dr. Lena Dräger (Kiel Institut für Weltwirtschaft), Dr. Pekka Sagner (IW Köln), Dr. Nhat An Trinh (Humboldt-Universität (WZB)) und Niels Nauhauser (Verbraucherzentrale Baden-Württemberg) liefern die faktenbasierte Einordnung zu Inflation, Zinsentwicklung, Immobilienmärkten, Vermögensverteilung und Anlagestrategien.