Mineralwasser: Das Milliardengeschäft der Getränkeindustrie

Die Deals mit Mineralwasser

von Max Humpert

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Max Humpert im Hintergrund ein Glas mit Wasser

Ein Euro pro Liter? Abgefüllt in Flaschen wird uns Mineralwasser im Supermarkt teilweise teuer verkauft. Macht die Getränkeindustrie damit ein Milliardengeschäft?

Wasser ist unser Lebensmittel Nummer eins. Während es aus der Leitung fast nichts kostet, zahlen wir für Mineralwasser häufig echt viel Geld. Der Absatz der Branche wächst.

Während andere Branchen notwendige Rohstoffe oft teuer einkaufen müssen, holen Mineralwasserhersteller den Rohstoff Wasser dabei für maximal ein paar Cent pro Kubikmeter aus der Erde. Ein guter Deal für die Hersteller?

Streit ums Grundwasser

In dieser Folge von „DEALS“, einer Doku-Reihe von ZDF WISO, checkt Reporter Max Humpert das Business der Mineralwasser-Industrie. Seine Recherche führt ihn unter anderem nach Treuchtlingen in Bayern: Dort hat Aldi Nord den Mineralbrunnen „Altmühltaler“ gekauft, um für seine Eigenmarke „Quellbrunn“ Tiefengrundwasser zu fördern – und damit bei Bürgerinnen und Bürgern Proteste ausgelöst.

Markenwasser bis zu fünfmal so teuer

Während Discounter wie Aldi und Lidl ihr eigenes Wasser verkaufen und mit günstigen Preisen locken, kosten bekannte Marken wie Gerolsteiner, Adelholzener oder Evian teilweise drei- bis fünfmal so viel. Wie erklären sich diese gigantischen Preisunterschiede zwischen Discounter- und Marken-Mineralwasser?

Von einer Neuromarketing-Expertin erfährt Max, wie es Herstellern gelingt, das simple Naturprodukt Mineralwasser zu einem begehrten Lifestyle-Produkt zu machen, für das die Kundschaft locker mal das Hundertfache dessen zahlt, was dieselbe Menge Trinkwasser aus der Leitung kostet. 

Zum Schluss möchte Max vom Verband Deutscher Mineralbrunnen, der die Interessen der Branche vertritt, wissen: Wie fair und wie lukrativ ist das Geschäft der Mineralwasserhersteller?