"Die USA haben den Krieg gegen Iran verloren"
CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen verteidigt bei Maybrit Illner die zustimmende Reaktion von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Trumps Iran-Deal.
Die USA werden nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen in den bevorstehenden Verhandlungen mit dem Iran nichts erreichen. Präsident Donald Trump habe schon vor Beginn der Gespräche signalisiert, dass sein Land „nicht mehr kampffähig“ sei und zudem noch die große Depression von 1929 bemüht, sagte Röttgen am Donnerstag in der ZDF-Sendung „maybrit illner“. Trump habe Iran praktisch mitgeteilt, nichts mehr durchsetzen zu können.
Die Rahmenvereinbarung zwischen Washington und Teheran bezeichnete Röttgen als die „strategische Niederlage der Vereinigten Staaten von Amerika auf der gesamten Linie“. Von den USA zu Beginn des Waffengangs genannte Kriegsziele seien „nicht nur nicht erreicht“ worden, bei manchen habe sich die Situation sogar verschlechtert. Die Nuklearfrage sei vertagt, über das iranische Raketenprogramm und die Terror-Netzwerke in der Region werde nicht gesprochen. Ungeachtet dieser Einschätzung verteidigte Röttgen die zustimmende Reaktion von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum Deal Trumps. „Wenn ich Bundeskanzler wäre, würde ich heute so nicht sprechen“, sagte er. Der Kanzler habe in Bezug auf die Beziehungen zu den USA, die Unterstützung der Ukraine und die Nato „andere Verantwortungen“. Das gelte auch für die Teilnehmer am jüngsten G7-Gipfel. Eine Aufgabe der europäischen Politik sei es, den Kontinent durch die Präsidentschaft Trumps „durchzunavigieren“.
Dies ist ein Ausschnitt aus „maybrit illner“ mit dem Thema „Trumps Frieden mit Iran – Desaster oder Durchbruch?" vom 18. Juni 2026, um 22:15 Uhr im ZDF.