"Klingbeil-Analyse stimmt mich zuversichtlich"

"Klingbeil-Analyse stimmt mich zuversichtlich"

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Carsten Linnemann bei Maybrit Illner

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann bewertet den Reformvorstoß von SPD-Chef Lars Klingbeil vorsichtig positiv: Wenn die Koalition jetzt die Reformpakete schnüre und dann zur Abstimmung stelle, „dann könnte daraus was werden".

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und sein Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) verfolgen bei den Reformplänen für Deutschland offenbar eine abgestimmte Agenda. Einen Tag nach der Grundsatzrede von Klingbeil sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann am Donnerstag in der ZDF-Sendung „maybrit illner“: „Da laufen natürlich Gespräche im Hintergrund, das ist doch klar.“ Gesprochen werde auch mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), sagte Linnemann und betonte: „Der gehört ja auch dazu.“ Die zu den einzelnen Reformbereichen ins Leben gerufenen Kommissionen hätten klare Deadlines. „Dann liegen die Vorschläge vor und dann müssen wir uns damit beschäftigen. Und dann gibt’s wenig Ausreden“, so der CDU-Politiker.

Söders scharfe Zurückweisung des Vorschlags, eventuell den Spitzensteuersatz zu erhöhen, kommentierte er so: „Wenn wir jetzt alles ablehnen, wenn irgendeiner einen Vorschlag macht, dann kommen wir gar nicht voran. Jetzt lass uns doch einfach mal alles sammeln und dann setzen wir uns zusammen und dann gibt’s ein Reformpaket.“ Die von Klingbeil in seiner Rede vom Mittwoch eingebrachten Vorschläge stimmten ihn zuversichtlich. „Ich teile nicht alles, was er gesagt hat, aber die Analyse war meines Erachtens richtig.“ Wenn die Koalition jetzt die Reformpakete schnüre und dann zur Abstimmung stelle, „dann könnte daraus was werden“, so Linnemann.

Dies ist ein Ausschnitt der "maybrit illner" Sendung mit dem Thema „Abstiegsangst im Land – wann liefert Schwarz-Rot?" vom 26. März 2026 im ZDF.